Tachoabweichung und blitzer?

12 Antworten

Nein.

Ein Tacho darf, muss aber nicht bis zu 10% mehr unter 100 und bis zu 10km/h mehr über 100 anzeigen. Getreu dem Motto "lieber zu viel als zu wenig".

Die 10% verstehen sich aber drüber, nicht drunter. Zeigt der Tacho 55 und läuft 10% vor, fährst du 50 (50+10%). Zeigt der Tacho 50 und eilt 10% vor, okay, dann fährst du technisch 45 (gerundet), praktisch aber etwas mehr. Bei 45+10% würde der Tacho nun mal "49,5" anzeigen. Er muss aber nicht vorgehen, es kann sein, dass du bei 50 Anzeige auch 50 fährst. Dass die Toleranz kleiner wird, kann schon passieren, wenn du deine Reifen stärker aufpumpst um Sprit zu sparen und sich so der Abrollumfang erhöht oder der Abrollumfang aufgrund von anderen Felgen (z.B. fettere Sommerreifen) im Rahmen einer duldbaren Toleranz größer ist, oder er wurde vom Hersteller kleiner gewählt.

Dazu ziehen die Behörden 3km/h Toleranz ab.

Wenn du mit glatt 50 geblitzt wirst, kann das Ergebnis zwischen 42 (45 wegen Tachovorlauf und 3km/h Messtoleranz) und 47 (nur Messtoleranz aber kein Tachovorlauf) alles sein.

Den Vorlauf kann man zwar via GPS ermitteln, aufgrund von Faktoren die aber ggf. nicht mit einfließen wie Steigung, sind die Werte nie 100% exakt.

Wenn der Tacho 50 km/h anzeigt, bewegst du dich mit 45. Das kann korrekt sein, variiert natürlich je nach Auto.

Wenn du jetzt geblitzt wirst, zeigt der Blitzer die reelle Geschwindigkeit an-also 45 km/h. Davon werden dann noch 3 km/h Toleranz des Messgerätes abgezogen-also liegst du bei 42 km/h, welche im Bußgeldbescheid eingetragen werden.

LG

Für die Behörden zählt der tatsächlich gemessen Wert abzüglich der Messtoleranz und eventuell vorhandener behördlicher Toleranz, die Toleranz des Tachos wird hierbei nicht eingerechnet, darum zeigen Tachos auch meistens etwas mehr an als man tatsächlich fährt.

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