Systemabbilder unter Windows 10 erstellen?

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1 Antwort

1. Variante: Die Windows-Sicherung ist ein Backup-Tool, womit man Daten wie Musik, Bilder, Dokumente, Downloads und Videos sichern kann. Die Windows-Sicherung muss eingerichtet werden, d.h. du kannst sogar explizit auswählen WAS gesichert werden soll. Nimmst du den Standard werden Bibilotheken gesichert von den einzelnen Benutzerkonten. Also Musik, Bilder, Videos und Dokumente.

Geht zum Beispiel mal deine Festplatte kaputt, kannst du deine Daten aus der Sicherung wiederherstellen. Je öfters du eine regelmäßige Sicherung machst, desto mehr könntest du bei einem Festplattendefekt wiederherstellen. Geht zum Beispiel heute deine Festplatte kaputt, deine Sicherung ist aber schon 2 Wochen alt, fehlen dir natürlich alle Dateien, die du in den 2 Wochen neu angelegt hast.

Ein weiteres Beispiel ist das versehentliche Löschen von Dateien. Wenn die Dateien auch aus dem Papierkorb gelöscht werden, ist es schwierig, die Daten wieder zu bekommen. Da müssten dann Profis und professionelle Wiederherstellungstools dran. Aber selbst das könnte keine 100 % Garantie geben alles wieder zu bekommen, da das "Inhaltsverzeichnis" heutiger Datenträger, natürlich auch immer abhängig von dem Betriebsystem, Art des Datenträgers und Dateisystems, sehr schnell überschrieben wird. Eine verfünftige Sicherung auf einer externen Festplatte ist also wesentlich komfortabler und man bekommt dieses Problemszenario gar nicht erst.

Die 1. Variante kannst du auch praktisch manuell durchführen. Markierst alle deine Dateien und kopierst sie auf einem externen Datenträger und sortierst deine Dateien schön. Mp3s in Musik, Fotos in Bildern, Textdokumente in Dokumente...

2. Variante: Die 2. Variante kannst du nicht manuell durchführen. Dieses Tool sichert wirklich alles! Einstellungen, Programme, Daten und zugehörige Festplattenstrukturen / Partionen. Bedeutet also, dass du nicht explizit auswählen kannst, welcher Ordner gesichert wird. Ebenso kannst du bei einem Wiederherstellungsprozess nicht auswählen, was wiederhergestellt werden soll. Es wird ausnahmslos alles überschrieben. Fachmännischen spricht man hier auch von einer vollständigen Wiederherstellung. 

Man kann also Windows neu installieren wofür auch ein Original-Installationsdatenträger (oder ISO) und der Produkt Key erforderlich ist und anschließend aus der Windows-(Datei)Sicherung seine Musik, Fotos, Videos, etc. weiderherstellen. Allerdings müssen alle zuvor installierten Programme ebenfalls mit Hilfe des Originalsinstallationsdaträger wiederhergestellt werden. Hat man zum Beispiel Photoshop oder so gekauft. Aber auch Freeware wie Firefox, etc.

Wenn du allerdings ein Systemabbild erstellt hast ist das auch eine ISO-Datei. Diese kann aber verdammt groß sein, je nachdem wie groß deine Umgebung ist (Deine Daten, deine Programme, deine Einstellungen und deine zugehörigen Partionen). In diesem Fall ist die Eingabe von Lizenschlüsseln z.B. für Photoshop nicht erforderlich. Ein Systemabbild ist ebenfalls dafür gedacht, wenn deine Festplatte kaputt geht. Kauft man einfach eine neue, baut sie, stellt alles vom Systemabbild wieder her und alles ist so, als wenn gar nichts passiert wäre. Ich empfehle ein Systemabbild allerdings nur dann zu installieren, wenn dir wirklich sowas passiert. Ein Systemabbild sichert auch Viren mit... Kann dir auch bei der normalen Dateisicherung passieren, aber Viren sind meistens fest verankert im System bzw. können erst dann Schaden anrichten, wenn sie durchs System ausgeführt werden.

Kurz gesagt:

1. Variante sichert nur deine Dateien, was du auch praktisch manuell machen kannst (Ich mache das manuell, weil ich nicht unbedingt auf solche Software vertraue. Kann auch Fehler enthalten. Oder man hat vergessen was einzustellen und nicht alles wird gesichert). Sortiere deine privaten Daten immer schön. Am besten so, wie das Betriebssystem die Struktur schon vogibt. Fotos in "Eigene Bilder", Wordokumente in "Eigene Dokumente", Downloads wie z.B. die Installationsdateien von Freeware wie Firefox, etc. 

2. Variante ist bei einem totalen Ausfall nützlich. Neue Festplatte kaufe. Systemabbild installieren und gar nichts ist wirklich geschehen :-).

Willst du also einen "Clean Install" eines Tages mal machen, empfiehlt sich eine Neuinstallation mit Hilfe der Originals. Dann kopiert man seine privaten Daten und die Struktur aufs frische System. Einzige Hacken ist halt das Eingaben von mehreren Serienschlüsseln, je nachdem wie viel kommerzielle Software du hast und natürlich das Installieren selbst. Nur die Einstellungen wiederherstellen ist halt doof.

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Kommentar von TotalConquest
21.05.2016, 12:07

Super Antwort, aber es bleiben einige kleine Fragen offen: Ist die erste Variante nicht ähnlich wie der Dateiversionsverlauf? Der Dateiversionsverlauf findet sich unter: Einstellungen, Update und Sicherheit, Sicherung und dann auf erweiterte Optionen klicken! Legen beide den Ordner WindowsImageBackup an? Der Dateiversionsverlauf legt den Ordner FileHistory bei der Sicherung an? Ist jetzt Variante 1 mit dem Dateiversionsverlauf zu vergleichen? Welche der 2 Varianten kann man mit dem der WinsowsImageWiederherstellung (siehe im rechten Bild ( Bild anklicken zum Vergrößern) die rotmakierte Funktion)? Mit der 2 , oder?

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