Syrien, wieso stärken 2 Weltmächte unterschiedliche Seiten und wieso wird nicht zuerst der IS besiegt?

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6 Antworten

du darfst nicht vergessen, dass der IS ein selbstgemachtes feindbild ist. und das funktioniert super. jeder fürchtet sich vor anschlägen, und solange die menschen angst haben, ist es viel leichter sie zu lenken und neue gesetze zu beschließen, unter dem alt bewährten deckmantel der terror-abwehr. es würde den USA also garnicht nützen, wenn der IS besiegt werden würde. und die flüchtlingskrise? die spielt den amerikanern ebenso in die karten. europa destabilisiert sich selbst und wird ihnen auf dem weltmarkt so weniger gefährlich.

und die russen? die müssen einfach am ball bleiben, um zu verhindern, dass "der westen" sich ungehindert immer weiter nach osten ausbreitet mit seinem einfluss. die amerikaner stürzen ein regime nach dem andern und irgendwann kommen sie russland einfach zu nah. und assad ist zwar definitiv ein verbrecher, und den menschen ging es unter seiner herrschaft auch nicht wirklich gut, aber er sorgt auch für eine gewisse stabilität in der region. und was passiert wenn man einen machthaber stürzt haben wir ja schon oft genug gesehen. jahre lange, nicht enden wollende kriege, noch mehr armut und sowas wie der IS oder die taliban kommen dabei raus.

und nicht zuletzt geht es auch noch um ölquellen. wenn assads macht gefestigt bleibt, hat russland sicher gut chancen mit ihm geschäfte zu machen und so den amerikanern einen strich durch die rechnung zu machen.

alles nur spekulationen, aber so erkläre ich mir die gegenwärtige situation.

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Kommentar von karapus001
14.02.2016, 13:32

Bin genau deiner Meinung, auf den Punkt gebracht!

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Viele Leute in Syrien sagen, dass es unter Assad eigentlich sehr gut war, dennoch hilft Amerika der anderen Seite

Sicherlich gibt es viele Syrer die Assad treu sind, trotzdem stimmt die Aussage so nicht. Das Ganze begann 2011 im sogenannten "Arabischen Frühling". Da gingen viele Syrer gegen Assad auf die Barrikaden. Er hat dann recht schnell mit Gewalt geantwortet und so kam es zum Bürgerkrieg und zum Machtvakuum, was dem IS "Platz" machte.

Außerdem gehören da noch mehr ins Boot. Kurden kämpfen dort gegen den IS, Türkei kämpft gegen die Kurden, Türkei will Assad weg haben und tolerierte lange Zeit den IS und ließ die Grenzen als Nachschubweg für Mensch und Material offen für die, ist aber Nato-Mitglied.

Das Ganze ist so verschachtelt wie glaube ich noch nie mit verschiedenen Interessen und ich fürchte es wird dort keine friedliche Lösung mehr geben können. Ein Pulverfaß sondergleichen. Braucht nur noch Israel mit reingezogen werden, dann wäre es perfekt.

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Seit wann sagen viele Syrer, dass es unter Assad sehr gut war. 

Natürlich geht es um Macht und um den Einfluss in Syrien. Das ist ganz normale Politik, die auf Kosten der Syrer und Syrerinnen geht. 

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Unter Assad war das Leben keineswegs wirklich gut. Rede mal mit den Syrern, die verachten den Mann größtenteils - auch wegen der Vorkommnisse der letzten Jahre. Das Oberhaupt eines Staates muss seinem Volk dienen und nicht das Volk dem Oberhaupt. Assad hat seinem Volk Jahre lang schreckliches angetan. Er hat diesen Krieg mit zu verantworten und will nicht aufhören. 

Das Russland so einen Mann unterstützt, hat Russlands Ruf - für mich persönlich - auf ewig geschädigt. 

Die ganzen Interventionen der Länder bringen rein gar nichts. Es ist auch vollkommen egal, ob Russland nun Assad erfolgreich unterstützt. Diese Mistkerle haben das Land dem Erdboden gleich gemacht. De facto gibt es kein Syrien in dem Sinne mehr, das syrische Volk leidet darunter.

In traue auch Amerika nicht wirklich, die Weltpolizei ist nicht besser...Erst alles aufmischen und dann Friedensträger spielen.

Wenn du mich fragst, dann kann man in der Hinsicht weder Russland vertrauen, noch Amerika.

Ich persönlich finde eher, dass Länder wie die Türkei, Lybien und Deutschland die wahren Sieger sind. Während Länder wie Russland diese Leute vertreibt, sind es diese Länder, die den Notsuchenden hilft. Die Türkei hat über 2,5-3 Millionen Flüchtlinge aufgenommen: Was hat Russland getan? Was hat Amerik getan? Rein gar nichts, die wüten bloß rum.

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Kommentar von karapus001
14.02.2016, 13:52

Unter Assad war das Leben keineswegs wirklich gut. Rede mal mit den
Syrern, die verachten den Mann größtenteils - auch wegen der
Vorkommnisse der letzten Jahre.

Das stimmt teilweise schon, aber die Syrer verstehen nun schon langsam, dass durch Assad man wenigstens Stabilität in den Regionen hatte, bevor sich die Amis eingemischt haben. War ja damals genauso z.b. bei Hussein, Gaddafi usw.

Das Russland so einen Mann unterstützt, hat Russlands Ruf - für mich persönlich - auf ewig geschädigt. 

Findest du es besser, wenn ein starker Mann an der Macht ist, der wenigstens die Regionen im Griff hat? Gut Assad ist ein Diktator, aber in solchen Ländern geht des nicht anders, sonst entstehen der ganze IS Kram usw. wie jetzt. Was glaubst du was dann passiert, wenn die Amis dort "Demokratie bombadieren"? Wird um einiges schlechter, als jetzt gerade, wie bei manchen anderen Machthaber früher.


Die ganzen Interventionen der Länder bringen rein gar nichts. Es ist
auch vollkommen egal, ob Russland nun Assad erfolgreich unterstützt.
Diese Mistkerle haben das Land dem Erdboden gleich gemacht. De facto
gibt es kein Syrien in dem Sinne mehr, das syrische Volk leidet
darunter.

Das stimmt leider. Die Politik ist  oft ein schmutziges Geschäft, egal von welcher Seite. Sogar Deutschland ist da nicht unschuldig. Die normalen Bürger wollen einfach nur normal leben.

Ich persönlich finde eher, dass Länder wie die Türkei, Lybien und
Deutschland die wahren Sieger sind. Während Länder wie Russland diese
Leute vertreibt, sind es diese Länder, die den Notsuchenden hilft. Die
Türkei hat über 2,5-3 Millionen Flüchtlinge aufgenommen: Was hat
Russland getan? Was hat Amerik getan? Rein gar nichts, die wüten bloß
rum.

Man muss jetzt nicht vergessen, dass die Türkei auch seine Finger dort im Spiel hat z.b. die Kurden.

Wegen Deutschland: Wegen den Flüchtlingen hat Deutschland schon einiges getan, aber Toleranz hat auch seine Grenzen und es entstehen nun auch Innenpolitisch auch langsam Probleme in Deutschland. Deutschland hat zudem auch mitzuverantworten, was in Syrien gerade passiert. Wer liefert dorthin Waffen? Wer beutet solche Länder aus? Da ist nicht nur Deutschland dabei. Deutschland ist genauso da drinnen, die die Leute dort vertreibt. Allein schon deswegen, dass Deutschland Außenpolitisch ( fast ) immer mit den Amis einverstanden ist.

Zum Thema Russland und Amerika: In Syrien herrscht ja ein Machtkampf zwischen den beiden Ländern. Hätte Russland sich nicht eingemischt, dann wäre Syrien früher oder später in amerikanischem Einfluss. Dies gefällt natürlich nicht den Russen. Sie wollen dann nicht vor ihrer Haustür die "sogenannte westliche Welt" sehen. Die Amis haben sich dort natürlich eingemischt, um wieder ihren Einfluss auszuweiten und Ressourcen auszubeuten im Deckmantel, dass Assad alles schlimmer in seinem Land macht.


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Sie verbünden sich nicht, weil sie unterschiedliche Interessen haben.

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Kommentar von Fielkeinnameein
14.02.2016, 12:08

Die Interessen sind bei beiden gleich. Die Interessen des eigenen Landes sichern auch wenn die USA das mit anderen Maßstäben machen als Russland.

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Alle möchten ihre Macht demonstrieren und profit aus dem krieg schlagen.

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