Symptome und Erkennung der Leukämie?

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2 Antworten

Um die Frage zu beantworten: Es gibt verschiedene Arten und Stadien der Leukämie, jeweils mit unterschiedlichsten Symptomen, Laborergebnissen und Therapiestrategien.

Als gemeinsame Leitsymptome der Leukämie gelten oft Lymphknotenschwellungen, Veränderungen des Blutbildes, erhöhte Infektanfälligkeit und Müdigkeit. Allerdings können diese Symptome anfangs auch fehlen oder auf harmlosere Krankheiten hinweisen.

Akute (myeolische oder lymphoblastische) Leukämien erkennt man eigentlich immer im Blutbild. Oder ansdersrum: Ein normales (großes) Blutbild schließt eine akute Leukämie normalerweise aus.

Chronische Leukämien entwickeln sich meist schleichend und haben in der Anfangsphase oft nur geringe Blutbildveränderungen, die zudem schwer von harmloseren Krankheiten abzugrenzen sind. Beispielsweise ist bei der chronischen lymphoblastischen Leukämie (CLL), der häufigsten Leukämie-Form, anfangs lediglich der Lymphozyten-Anteil im Differenzialblutbild erhöht. Das sieht man im kleinen Blutbild gar nicht, allenfalls an einer milden Leukozyten-Erhöhung (Lymphozyten sind eine Untergruppe davon).

Allerdings kann man bei dieser sog. Leukozytose nur durch weitere, aufwändige Untersuchungen (Lymphozytendifferenzierung und immunzytologischer Nachweis der Monoklonalität) ein reaktives Geschehen (z.B. Infekt, Autoimmunkrankheit ...) von einer Leukämie abgrenzen.

Heißt also: Ein normales Blutbild schließt eine chronische Leukämie nicht aus. Allerdings ist sie eine vergleichsweise seltene Krankheit, die zudem meist langsam verläuft und heute schon recht gut therapiert werden kann.

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