Wie komme ich vom Selbstverletzenden Verhalten (SVV) weg?

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5 Antworten

Das mit der Phobie ist ungünstig. Aber überlege mal, welche Angst größer ist:
Die Angst vor Psychologen oder die Angst davor, dass es immer so weitergeht, sich verschlimmert und du irgendwann Suizid begehst?

Gerade letzteres hat mich dazu gebracht eine Therapie anzufangen.

Es gibt nicht nur schlechte Psychologen!

Bei jeder Angst ist es doch so, dass man denkt "alle ... sind schlecht".
Beispielsweise bei meiner Sozialphobie: Ich brauche mich doch nicht vor allen Reaktionen anderer Menschen zu fürchten. Manche wollen mich gar nicht verletzen und kritisieren!
Bei deiner Phobie: Versuche daran zu denken, dass nicht alle Psychologen gleich sind!

In deinem Fall würde ich mich sogar freiwillig einweisen lassen, anstatt "nur" i-einen Psychologen oder Therapeuten aufzusuchen.

Du kannst immer noch nein sagen! Vergiss das nicht.
Einmal jemanden gefunden, bist du nicht hilflos und ihm ausgeliefert.

Wage den Schritt :)

Liebe Grüße :)

"Wahre Stärke bedeutet nicht nie zu fallen, sondern immer wieder aufzustehen!" In dem Sinne, gib nie auf :)

EmiCiel 22.02.2017, 21:30

Danke dir...du hast recht...ich werde versuchen so gut es geht meine Angst zu überwinden..ans einweisen hatte ich noch garnicht gedacht

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TheTrueSherlock 22.02.2017, 21:59
@EmiCiel

Ja, wäre vielleicht gut, da es dich sehr belastet, keine Besserung in Sicht ist, der jetzige Zustand sehr besorgniserregend ist und du vielleicht auch nicht weißt, wo das mal landet.

Du kannst dich ja erstmal darüber informieren. Musst dich ja nicht sofort entscheiden ;)

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Hallo <3
Ich bin 15 Jahre alt und habe vor ca. 3 Monaten aufgehört mich zu ritzen. Das Aufhören begann mit dem Gedanken 'ich will dass nicht mehr'. Also hast du den ersten Schritt schon gemacht. Beim jedem Mal, wo ich es dann doch machte, dachte ich an meine Mutter. Wie es für sie wäre, wenn sie erfahren würde, dass ihre Tochter sich verletzt.
Das löste bei mir sehr viele Gefühle aus, welche ich unbedingt loswerden musste. Also habe ich angefangen, schlechte Taten in gute einzusetzten. Statt sich zu ritzen, habe ich angefangen Geschichten zu schreiben. Geschichten, in denen ich mich so klar wie möglich ausdrücken wollte, wie es ist, wenn man sich ritzt... Zum Beispiel mich erinnert es an eine Geige. Auch über meine Mutter schrieb ich, also, wie leid es mir tat. Durch die Wörter flossen meine Gefühle in die Geschichte hinein, was sie somit sehr lebendig gemacht hat. Schlussendlich hatte ich keine frischen Wunden am Arm, sondern eine sehr lebendige und außergewöhnliche Geschichte.
Ich weiss nicht ob ich dir damit wirklich geholfen hatte, probier es einfach mal aus.
Ich weiss wie du dich fühlst❤️  

EmiCiel 22.02.2017, 21:31

Danke...ich werde es aufjedenfall versuchen.
Das mit der Mutter kenne ich...wenn sie es erfährt...ich glaub sie wäre so verletzt...das möchte ich einfach nicht

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Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass du kein Troll bist und das hier ernst meinst.

Was genau bringt es dir wenn du dich verletzt? Du bestrafst dadurch dich und deinen Körper. Und warum? Für etwas, an dem du nicht einmal Schuld bist. Schließlich hat ja dein ehmals bester Freund versucht dich zu vergewaltigen. Das ist nicht deine Schuld.

Du musst erst einmal zulassen, dass das damals passiert ist und dass du daran nichts ändern kannst. Es hilft, wenn du deine Gedanken und Gefühle darüber aufschreibst oder mit jemandem, dem du vertraust darüber redest.

Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, dass man Dinge, Orte, Namen etc zwanghaft vermeidet. Ich habe über zwei Jahre lang alles vermieden was mich daran erinnerte. Mir hat es aber dann geholfen meiner besten Freundin alles zu erzählen. 

Vorallem aber hat es mir geholfen, seinen Namen laut auszusprechen und zu schreiben, die Orte zu besuchen, mit denen ich Erinnerungen mit ihm verbinde. Mittlerweile habe ich damit abgeschlossen und es ist okay, weil es Vergangenheit ist, und ich daran nichts ändern kann.

Versuch es einfach mal auf diese Weise. Und das mit dem Ritzen ist keine Lösung, sondern so bleibst du immer auf derselben Stelle, anstatt nach vorne zu schauen. Außerdem kommt es später bei der Jobsuche nicht gut an, wenn deine Arme voller Ritznarben sind.

Ich kann verstehen wenn du zu keinem Psychologen willst, aber ich würde es dir trotzdem empfehlen. Ich weiß nicht, was für schlechte Erfahrungen du mit Psychologen gemacht hast, aber nur weil einer oder zwei dich "verängstigt" haben, heißt das nicht dass alle so sind.

Wichtig ist einfach, dass du mit jemandem darüber reden kannst. Falls du irgendwelche Fragen oder so noch hast, kannst du mir auch gerne privat schreiben.

Viel Glück und gute Besserung auf jeden Fall. :)

EmiCiel 22.02.2017, 21:28

Erstmal danke für deine Tipps..ich werde es auf jedenfall probieren. Und nein ich bin kein Troll...über sowas scherzt man nicht. Ich werde versuchen meine Angst zu überwinden, auch wenn es vielleicht etwas dauert

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AskingLinnie 22.02.2017, 21:33
@EmiCiel

Klar dauert es erstmal deine Angst zu überwinden. Aber ich bin mir auch sicher, dass du das schaffst. :)

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TheTrueSherlock 23.02.2017, 08:26

Muss man bei jedem sch.. Post überlegen, ob es ein Troll ist? Auch wenn du den Fragesteller nicht für einen gehalten hast, verletzt die Aussage.

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AskingLinnie 23.02.2017, 14:57
@TheTrueSherlock

Es gibt ziemlich viele, die solche Posts verfassen um Aufmerksamkeit zu bekommen. Falls ich irgendjemanden mit dieser Aussage verletzt habe, dann tut es mir leid, aber das ist nun mal meine Meinung.

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TheTrueSherlock 23.02.2017, 19:14
@AskingLinnie

Ja, klar.
Aber: Ich persönlich gehe lieber davon aus, dass jeder es ernst meint und wirklich das Problem hat. So fühlt man sich als Betroffener gleich verstanden, kann sich mehr öffnen etc.
Gerade bei psychischen Krankheiten ist man schon sehr verletzt und sensibel auf so was.

Ich finde es immer wieder schade, wenn ich (oder auch andere natürlich!) Fragen zu meinen/ihren Problemen erstellen und man sich dann erstmal rechtfertigen muss, dass man das Problem wirklich hat oder von anderen gesagt bekommt, dass man das Problem gar nicht hat. Ja, klar. Man läuft jahrelang damit rum, tut schon viel um dagegen anzukämpfen, die Krankheit ist diagnostiziert und man ist sogar bereits in Therapie und kriegt dann so einen Müll zu lesen.

Also ich kann deine Seite auch verstehen, aber denke doch bitte daran, dass so eine Aussage dazu führen könnte (!), dass sich manche Betroffene beim nächsten Mal nicht mehr so leicht öffnen möchten.

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Meine Mutter hat sich früher auch oft geritzt. Sie sagte mir letztens, (weil meine Freundin sich auch ritzt), dass man einfach konsequent damit aufhören muss! Man solle sich vor Augen halten was man an sich selbst damit alles zerstört, und ob man sich wirklich so entstellen möchte. Und sie sagte auch, dass man sich immer die Frage stellen muss: "Ist es das wirklich wert?"

Ich hoffe inständig, dass ich helfen kann! Ich weiss durch meine Freundin, wie schwer es ist damit aufzuhören, doch unterwerfe dich nie dem Drang, egal wie schwer es ist!

LG. Belruh

Deine Angst vor Psychologen überwinden.

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