SVV- Therapie abbrechen?

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Der Grund dafür, dass Du therapeutische Hilfe in Anspruch nimmst, ist, dass Du Dir über lange Zeit hinweg unbewusst (!) ein Bewertungs- und Reaktionsmuster angelegt hast, aus dem heraus Du heute handelst. Was so lange Zeit hatte, um sich zu entwickeln, lässt sich leider nicht innerhalb von kurzen zwei Monaten auflösen. Du wirst also ein bisschen Geduld mit Dir haben müssen. ;-)

Du sagst, dass Deine Therapeutin mit Dir die ganze Zeit darüber redet, wie Du Dich gerade fühlst und warum Du Dich so fühlst. Das, liebe Imagine01, ist Sinn und Zweck einer kognitiven Verhaltenstherapie.... das Bewusstmachen Deines Empfindens und seines Ursprungs, damit Du erkennen kannst, was zu Deinem (SV-)Verhalten führt. Man kann nur ändern, was einem bewusst ist. Die Prozesse, die zu Deinem SVV führten, liefen aber unbewusst in Dir ab.

Das, was Dir als lästige und zu nichts führende Wiederholung erscheint, ist durchaus so gewollt und nötig. Lernen lebt nun einmal von Wiederholungen. Genauso, wie Du früher in der Schule Deine Aufgaben immer wieder wiederholen musstest, damit sich ein Automatismus entwickeln konnte, verhält es sich auch jetzt mit der Bewusstmachung Deines Empfindens und des daraus resultierenden Verhaltensmusters. Dein Problem ist also gar nicht anders zu lösen, als durch immer wiederkehrende Wiederholungen.

Vielleicht gelingt es Dir ja, Deiner Therapeutin wieder zu vertrauen, wenn Du weißt, dass ihr Vorgehen einem üblichen therapeutischen Rahmen entspricht. Hierbei ist aber natürlich auch Dein Mitwirken nötig. Wenn Du also beispielsweise feststellst, dass Dir das Lösen einer Aufgabe, die Dir bis zum nächsten Termin gestellt wird, Probleme bereitet, so liegt es an Dir, das bei der nächsten Sitzung noch einmal anzusprechen. Tust Du es nicht, geht Deine Therapeutin davon aus, dass diese Aufgabe für Dich lösbar war. Sprich DU es also an, wenn die Herausforderung für Dich zu groß war oder wenn Du das Gefühl hast, keine Veränderung erzielt zu haben.

Und wegen des Versteckspiels gegenüber Deiner Chefin..... vielleicht lassen sich Deine Therapeuten-Termine ja auf eine Zeit außerhalb Deiner Arbeitszeiten verlegen? Frage doch einfach mal nach.

Kurzum: Halte durch und gib Dir mit etwas Geduld die Chance Dein Problem aufzulösen. Möglich ist es, denn Du bringst die aller wichtigsten Voraussetzungen mit: Du hast Dein Problem erkannt und Du willst es in den Griff bekommen. Es wird Dir gelingen, aber das braucht etwas Zeit. ;-) Es wird nicht mehr lange dauern, bis Du erste Veränderungen an Dir feststellen können wirst. Alles Gute! ;-)

Ganz ehrlich? Was erwartest du? Das du nach 6 Sitzungen geheilt bist?

So schnell geht das nicht. Das dauert. Wochen, Monate, machmal Jahre. Ich sage das jetzt nicht um dich zu entmutigen, im Gegenteil.

Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall weiter machen. Und ja, auch dein Untergewicht gehört da mit rein.

Allerdings: WEnn du meinst mit dieser Therapeutin nicht weiterzukommen, dann such dir eine neuen. Das wird aber nicht so einfach, die Wartezeiten sind da oft lang. Aber gerade zu einem Psychhologen muss man vertrauen haben, den muss man sympatisch finden.

Bei einem Knochenbruch ist das egal, wie man den Arzt findet, bei psychischen Problemen nicht.

....du hast scheinbar irgendwie noch kein verstädnnis für die arbeit deiner Psychologin. Es ist ganz normal dass du Hausaufgaben bekommst und man am anfang über deine aktuelle Stimmung sprichst.

Aber dich scheint zu frustrieren, dass der Schwerpunkt deiner Therapeutin anders gesetzt ist, als du ihn siehst....

Ich rate dir zu folgenden Schritten

  • Sprich mit deiner Psychologin über deine Gefühle und deine Zweifel- mach hr deutlich was du dir wünscht und bitte sie, dir ihr Verhalten zu erklären
  • Wenn sich nichts ändert und du mit der Situation weiterhin unzufrieden bist, dann suche nach einer anderen Therapeutin- wenn es mal nicht so gut klappt, kann man ja noch mal wen anders konsultieren- du kommst ja auch nicht mit jede Lehrer in der Schule gleich gut klar oder?

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