Suv oder kleinwagen adac sicherer?

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2 Antworten

Es ist prinzipiell nicht wichtig wie groß ein Fahrzeug ist. Wichtig ist die Knautschzone, die Fahrgastzelle und die Konstruktion der passiven Sicherheit (Airbags, Gurtstraffer). Die Knautschzone betrifft die Längstträger eines Fahrzeugs vorne und hinten, diese sollen bei einem Aufprall verformen und bestmöglichst die zukommende Energie abbauen, während die Rückhaltesysteme die Fahrzeuginsassen davor schützen das Fahrzeug selbst abzubekommen, sowie aus dem Fahrzeug herausgefetzt zu werden. Im bestem Falle ist die Fahrgastzelle maximal soweit verformt dass sich die Türen geradeso noch öffnen lassen.

Geprüft werden meistens die Sicherheitsrelevanten Zonen. In der Realität kann ein Baum beispielsweise die tragenden Teile der Knautschzone verfehlen und die Fahrzeugmitte sowie den Radkasten treffen, da sieht das Schadensbild ein Stück anders aus wo man sich manchmal fragt wo die Karren 5 Sterne beim NCAP Test bekommen haben. Und da wirkt sich eine extrem minimale Knautschzone wie das bei vielen Kleinwagen oder Kleinstwagen der Fall ist, noch gefährlicher aus als so schon.
Allerdings SUVs verallgemeinert als sicherer hinzustellen ist nicht ganz richtig. 

Aber Kleinwagen würde ich trotzdem an dieser Stelle in Beschuss nehmen wegen einem in meinem Augen paradoxem Argument vieler Eltern. Denn Viele kaufen ihren Kindern, oftmals ja auch gegen ihren Willen, süße schnuckelige Kleinwagen mit denen sie anfangen können. Geleitet von dem Argument: kostet nicht viel und fährt nicht viel. 
Wenn ich aber so darüber nachdenke ist doch jeder Polo in der Lage Landstraße und auch Autobahn zu fahren jenseits der 100 km/h wie jedes andere größere Auto auch. Und eine leichtere Fahrweise würde ich den Asphaltwanzen auch nicht nachsagen, geschweige deren Komfort und Platz. Außerdem bestehen die ganzen Kleinstwagen doch zu 75% aus Fahrgastzelle, da ist nicht viel mit Knautschzone und wenn an den Kisten die Aufprallenergie in der Knautschzone abgebaut werden soll, bekommen die Knutschkugeln ein ziemliches größenbedingtes Problem, ab einer gewissen Geschwindigkeit den Fahrgastraum heile zu lassen. Was bedeuten würde, dass die Aufprallenergie, die die Knautschzone nicht abbauen kann und auch nicht den Fahrgastraum demolieren soll, bekommt doch der Fahrer mit seinen Passagieren ab. Und da mir der Airbag ebenfalls mit gut 300 km/h entgegenpfeffert macht das ganz schön blaue Flecken, wenn ich dann auch noch die ziemlich kleingehaltenen Fahrgasträume berücksichtige. Wie es den Leuten auf der Rücksitzbank wohl geht, wo hinter ihnen ein Kofferraum mit nicht mal 30cm tiefe sitzt und nicht mal ein Po hinten dran ist... naja.

Bei der Frage zur Sicherheit eines Fahrzeugs bin ich immer ein wenig vorsichtig, vorallem bei Kleinwagen, das ist aber meine persönliche Meinung. Offizielle Tests sagen ja was anderes. Weil es braucht nun wirklich nicht viel um zu erkennen, dass ein höher dimensioniertes Fahrzeug die Aufprall Energie besser abbauen kann als jeder Elefantenrollschuh. Bei dem Argument 'Man muss ja auch an andere Fahrer denken wenn der mit einen kleinen Twingo ankommt'. Wunderbar, wenn das aber kein Twingo sondern nen Charger wäre, bin ich schon ganz froh im Passat statt im Polo zu sitzen. Aber wie gesagt: persönliche Meinung. Soll sich jeder sein eigenes Bild von machen wie sicher sein Fahrzeug ist :)

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Wie groß die Knautschzone ist, interessiert im Grunde genommen nicht. Es geht darum, wie groß die Beschleunigungskräfte auf den Körper wirken. Eine sauber durchkonstruierte Knautschzone und Fahrgastzelle in einem Kleinwagen, bei der sich der Innenraum nirgendwo verzieht, kann erheblich sicherer sein als manch SUV.

Dass SUV's sicherer sind, ist übrigens nur die halbe Wahrheit. Wenn man in einem entsprechend sicheren SUV sitzt, hat man im Falle eines Unfalls die besseren Chancen. Umgekehrt aber: 2 Tonnen Stahl und Blech hält so schnell nichts auf, was in jedem Fall derjenige spürt, dem man reinfährt.

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