Survival Kurs?

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8 Antworten

Erfahrungsbericht Survivalwochenende

Ich habe im Frühjahr 2010 an einem Wochenend-Survivalkurs von Lars Konarek (www.larskonarek.de)in Bayern teilgenommen. Das was ich dort gelernt habe, war nicht das, was ich erwartet hatte, es war teilweise sehr fordernd, was ich da erfahren musste. Im Nachhinein jedoch bin ich froh darüber, denn durch einschlägige Literatur war ich der Überzeugung, daß es draußen doch angenehmer zugeht. Lars hat mich dort eines Besseren belehrt!

Den letzten Kurs hatte ich 2005 bei Peter Billinger in Hessen gemacht, daher wollte ich mein Wissen nochmal auffrischen. Peter und Lars sind jedoch grundverschieden, soviel kann man schon mal sagen – auch die Ausbildung bzw. der ganze Kurs ist total anders. Beide sind sehr herzlich, das steht fest! Lars hat jedoch immer alles mit uns mitgemacht, er hat es vorgelebt – hier ist Peter anders, wenn er sich abends in seinen warmen Schlafsack kuschelt oder genüsslich seine Colaflasche an den Hals setzt…

Zur Ausbildung:

Nach einer netten Begrüßung ging es sofort nach Erhalt einiger Ausrüstungegenstände ins Camp. Da stand ein Mustershelter, Lars erklärte uns was beim Bau zu beachten ist und wie man es am besten baut. Wir mussten das so nachbauen, und ich muss sagen, dass ich sehr gut geschlafen hab in dem Ding (wenn es mal nicht so kalt war), bei meinem ersten Survival in Hessen hatte ich es anders gelernt. Das Ganze nahm viel Zeit in Anspruch, nach 5 Stunden waren wir damit fertig. Die Feuerausbildung danach war sehr interessant, Lars bildete uns aber leider nicht im Feuerbohren aus, das fand ich etwas schade. Auf meine Frage hin, warum wir das nicht bei dem Kurs machen war seine Antwort: Die Zeit reicht nicht aus an einem Wochenende, da ein Anfaenger dafuer Stunden braucht. Seine Prioritätenliste fand ich etwas seltsam, denn bei ihm ist 1. Shelter/Wärme/Feuer, 2. Wasser, 3. Nahrung wichtig, ich lernte es damals bei Peter anders!

Dann liessen wir den Tag ausklingen, und Lars wiederholte und besprach nochmal das Gelernte mit uns.

Schon die erste Nacht draußen war eine Katastrophe, denn wir hatten ja keine Schlafsäcke und daher habe ich gefroren wie ein Schwein! Die anderen Kursteilnehmer saßen bibbernd mit mir um das Feuer herum, wir haben die ganze Nacht fast kein Auge zugemacht. Dann wurde das Feuer immer schwächer und dummerweise hatten wir auch nicht genug Feuerholz gesammelt. Lars, der neben uns unter gleichen Bedingungen schlief, schien die Kälte nicht zu beeindrucken, er ratzte fest wie ein Stein. In der Nacht hatte ich mir überlegt, den Kurs abzubrechen, ich habe Lars dann geweckt und er hat mir gut zugeredet und mich davon abgehalten. Im Nachhinein bin ich natürlich froh darüber! Dann habe ich mich nochmal hingelegt und bin eingeschlafen. Als ich aufwachte, hatte Lars schon Holz gesammelt, das Feuer geschuert und reichte uns leckeren Kaffee aus der geroesteten Wurzeln von Pflanzen.

Endlich kamen wir dazu, wie man Wasser sucht und zubereitet. Lars zeigte uns ein paar Indikatorpflanzen und Quellen, erklärte uns, worauf man bei dem Finden von Wasser achten muss. Er hat immer als erster von dem Wasser getrunken, einmal sogar aus einer Pfütze. Das war nicht so mein Ding. Als wir dann mit dem Bau von Behelfswasserfiltern fertig waren, und das Wasser aus diesen Filtern schlürften, war ich froh, hierrüber was gelernt zu haben. Nach dem Frühstück ging es sofort los mit dem Zeigen und Sammeln von Wildpflanzen, was ein paar Stunden dauerte. Hier war ich überrascht, wie viel Lars über Pflanzen weiß und was er alles kennt. Dennoch war ich froh, als es vorüber war, die Nacht saß mir nämlich noch heftig in den Knochen. Zurück im Camp aßen wir das gesammelte Grünzeugs. Lars servierte uns verschiedene Insekten, wir rösteten diese noch über dem Feuer und verzehrten die. Der Geschmack war gar nicht so übel… Es folgte dann nochmal eine Ruhepause von 1,5 Stunden, wo wir nochmal etwas Schlaf nachholen konnten. Nächstes Thema war Survival-Medizin, und Leben im Camp. Hier war ich verdutzt, wieviel es da zu beachten gibt! Gegen Mittag dann die Ausbildung über Survival-Psychologie, bei der ich über einige Aussagen von Lars sehr erschrocken war. War zwar alles plausibel, aber ich glaube hier kam der Soldat bei Lars zum Vorschein. Dennoch waren ein paar Sachen sehr lehrreich und sind vielleicht auch im normalen Leben anwendbar. Bei der Knoten- und Seilausbildung hat sich beim Abseilen an der Staumauer ein Kursteilnehmer das niegelnagelneue Fleeceteil komplett durch die Reibung des Seiles verschmort, Lars hatte zwar darauf hingewiesen, hätte das aber nochmals kurz vorher machen sollen, denn der Teilnehmer hat jetzt den Schaden dadurch. Wir haben etwa 10 Knoten gelernt, schon nach dem 6. Knoten war ich überfordert. Das liegt mir eben nicht so…. Sonntags konnten wir dann nach dem Frühstück in den Genuss einer knackigen Orientierungsausbildung kommen, das Gelernte wurde dann auch sofort in die Praxis umgesetzt: Wir mussten nach Marschkompasszahl eine markierte Stelle im Wald finden, wo Lars für uns zur Belohnung eine Tafel Schokolade an einem Ast aufgehangen hat. Das war eine schöne Geste, er hat uns mit vielen lieben Kleinigkeiten überrascht und motiviert. Gegen Mittag gab es dann noch eine Ausbildung über Berge- und Transporttechniken. Hier haben wir uns mit Ästen und Bekleidungsteilen durch die Gegend getragen und gelernt, wie man andere Leute transportiert. Das war für mich als alter Feuerwehrfreak sogar interessant! Auch eine kleine Nahkampfausbildung war mit dabei, denn Lars ist der Meinung das Survival und unbedingt Selbstverteidigung zusammengehört!

Nach der Abschlussbesprechung wurde das Camp wieder auf Vordermann gebracht und wurden von Lars und seinem Partner herzlich verabschiedet. Die Urkunde gab es ein paar Tage später per Post.

Es war so viel an diesem Wochenende, ich glaube ich habe noch einiges Vergessen, was ausgebildet wurde… Mein Fazit vom Survivalwochenende: Trotz anderer Erwartungen war es ein sehr gelungenes Event. Obwohl dieser Kurs schon der zweite für mich war, konnte ich eine Menge lernen. Man bemerkt, dass Lars das Survival nicht als Nebenberuf betreibt - er lebt die ganze Sache einfach. Hin und wieder einige Aussagen, die nicht jedermann verträgt – aber das juckt Lars nicht im Geringsten. Wer also mit leeren Händen einen fordernden, aber lehrreichen Survivalkurs absolvieren moechte, ist bei Lars genau richtig.

Hoffe Ihr könnt mit meinem Bericht was anfangen….

Gruß Jo

Hallo Naturmensch! Ich möchte hier mal dir Survivalschule von den Vivalrangers in den Raum werfen. http://vivalranger.com/kursuebersicht?pid=25

Ich war im Laufe der letzten vier Jahren bei 5 Kursen. Mein erster war ein Basissurvivalkurs. Später die gesamte Kurspalette bis hin zum BlanckCourse. Ich habe immer wieder die alten Gesichter getroffen, die genauso begeistert immer wieder dahin zurück gekehrt sind.Zu den Kursen. Die Kurse sind in Süddeutschland, Baden-Württemberg. Früher in Kehl, ich glaube heute isnd alle in Karlsruhe oder auch mal am Bodensee. Die Kurspreise sind unschlagbar günstig. So wie ich das mitbekommen habe geht es dem Leiter Joe Vogel auch um den Austausch mit Naturiniteressierten und nicht nur um Menschen, die das Geld haben einen Yuppiekurs zu belegen. Die Kurse sind sehr durchgehend interessant aufgemacht. Man muss aber auch damit rechnen, dass man die ein oder andere Ratte ausnehmen muss. Der Lehrer war einige Jahre im Ausland und bei Aboriginals, weshalb er so ziemlich alle Indianertechniken wie Feuerbohren und Schnur machen oder Bogenbau ziemlich aus dem Ärmel schütteln kann.Eines muss aber klar sein: Die Kurse sind nicht für jemanden geeignet, der mal ein wenig an der Oberfläche Kratzen will. Zum Beispiel bei dem Kurs Pflanzliche Notnahrung wird es wirklich wissenschaftlich. Nicht ohne Grund - der Leher ist auch noch Diplombiologe, weshalb er dir wirklich über ALLES draußen etwas sagen und erzählen kann. Er kennt meines erachtens nach so ziemlich alle Pflanzen und deren wirklichen Wert. Dabei räumt er auch ein wenig mit alten Volksweisheiten auf. Wie gesagt, jemand der ein wenig Eso-Heilkunde lernen will, wird dort wissenschafftlich eines besseren belehrt und auf die ernsthaft nutzbaren Sachen hingewiesen. Das kann man wirklich nur mit der entsprechenden Ausbildung gelernt haben und da war Joe anscheinend sehr tüchtig. Ich als Gärtnermeister mag das behaupten können.Auch in der Jagd und Fallenbau ist er spitze. Er hat sogar ein Buch darüber geschrieben, das bei uns in der Pfadibibliothek steht.Besonders aus der "harten" Survivalszene besuchen viele regelmäig deshalb die Kurse. Wer also den ein oder anderen Survivor aus seiner Umgebung kennen lernen möchte, hat gute chancen: das Einzugsgebiet ist Deutschlandweit. Bei den Kursen waren Leute aus Hamburg, Berlin (ich), und sogar Belgien dabei! Ein großer Wermutstropfen. Die Kurse sind allesamt innerhalb weniger Wochen ausgebucht - bevor man Urlaub beantragt hat - und er macht meines erachtens viel zu wenige Termine in den interessanten Zeiten. Das liegt aber sicher daran, dass er entweder mal wieder auf Tour ist, oder aber ein neues Buch schreibt wer weiß. Auf der Seite vonden Vivalrangers findest du übrigens in der Galerie Bilder von vielen Kursen und einen haufen Videos, die die Vivalrangers als Survivalpodcast in Youtube gemacht haben.

Von Lars habe ich nicht viel gehört. Ein Bekannter wollte mal auf einen Kräuterkurs gehen, der aber dann wohl ausgefallen war wegen zu wenig Teilnehmern.

-Gartenzwerg

Ja es gibt einen Menschen der das gleiche macht Heiko Gärtner ist sogar 3286km ohne Geld und Nahrung bis ans Ende der Welt gelaufen und gibt Wildniskurse für Anfänger bishin zu Extremseminare. Ob Einzelseminare oder Gruppenseminare Heiko Gärtner bietet es dir. Außerdem kannst du die Zeit frei wählen bis zu einem Monat. Schau mal unter www.wildnisschule.net

Heiko Gärtner auf dem Grasboot - (Freizeit, Sport, Natur)

In Bayern kenne ich leider keine Firma, die Survivalkurse anbietet, aber dafür in Sachsen - was ja auch nicht so weit weg ist von Bayern.

Preisgünstige Survivalkurse in Sachsen gibt es beim Akivreiseteam. Hier die Internetseite: www.aktivreiseteam.de

Es gibt einen zweitägigen Grundkurs und einen dreitägigen Intensivkurs. Hierbei werden Praxis und Theorie in der traumhaften Umgebung des Elbsandsteingebirges vermittelt. Da das Überlebenstraining nicht nur auf den imaginären Ernstfall sondern auch auf Expeditions- und Trekkingreisen allgemein vorbereiten soll, spielt das Thema Reisevorbereitung ebenfalls eine wichtige Rolle.

Auf der Seite gibt es ebenfalls einen Filmbericht vom Fernsehen (mdr) zu sehen. Die waren 2009 mit auf Tour.

Wir führen diesen Sommer ein einwöchiges Survivaltraining in Griechenland durch. Weitere Informationen auf http://www.alwis.at

Ich werde bei diesem Training als Co-Trainer fungieren und Sie können sich mit Fragen gerne an mich wenden: info@everestmegastore.com.

mfg, Matthias Kundi

http://tinyurl.com/3ya2hle

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