Superzoomobjektiv Canon Spiegelreflex. Welches?

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6 Antworten

Wenn die Anschaffung schon feststeht, ignoriere einfach meinen Beitrag:

Ein Linsensystem, wie es natürlich auch in Objektiven verbaut wird, kann streng genommen immer nur für einen Brennweitenbereich bzgl. Abbildungsfehlern optimiert sein. Jede andere Behauptung ist falsch und physikalisch unmöglich, auch wenn Abb.-Fehler oft erst bei großer Bilddarstellung auffallen.

Deshalb sind "Superzoomer", die man ohnehin kaum "frei Hand" benutzen kann, weil man verwackelt, nicht zu empfehlen! Wer wie Du Wert auf beste Qualität der Aufnahme legt, sollte lieber weniger Zoom wählen und halt bei Bedarf das Objektiv wechseln.

Zwar kann man mit entsprechender Software am PC Digitalfotos nachbearbeiten und Abbildungsfehler "korrigieren", nur sind die Pixel dann halt interpoliert und nicht fotografiert.

Wer' s mag....!

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Kommentar von Notfallgroschen
19.07.2017, 11:57

Danke dir für deine Antwort! Die Anschaffung steht noch nicht fest. :) Ich wäre halt gerne "mehr beweglich" ohne mich dabei bewegen zu müssen ... ich denke du hast ganz gut erkannt, wovon ich träume, die Frage ist nur: Ist das dann auch realistisch? Einmal problemlos quer über die Straße fotografieren und dabeim im Motiv beweglich bleiben ...

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Kommentar von Naiver
19.07.2017, 12:51

Na, welch bessere Information als von einem Optiker wäre zu erwarten?
Ich kann es dir auch aus der Fotopraxis absolut bestätigen, dass Objektive mit einem Brennweitensprung von deutlich mehr als "3X" leider sichtbar schädlich für die Bildergebnisse sind! Ich kenne nur eine einzige Ausnahme.

Qualitativ sehr gut wäre zum Beispiel das 70-200 II /f2.8, das in allen Brennweitenbereichen scharfe Fotos abgibt, es wiegt aber viel und ist 2000,-€  teuer. Qualitativ ebenso gut ist die sehr viel günstigere /f4 Variante und auch angenehm leichter, bietet aber nur begrenzte Lichtstärke; für Bühnenfotografie also vielleicht nicht so gut.

Versteh von meinem Vortrag bitte den Kernsatz: "Einen Tod musst du sterben!" Doch, die wirklich erheblichen Qualitätsverluste bei Super-Brennweiten würde ich wie Suedstadtinfo in jedem Fall vermeiden. Deshalb haben sich die Stufungen "24-70", "70-200" und "200-400" (für Kleinbild/ Vollformat) als gut ergeben.

Wie Suedstadt es beschrieb, der etwas umständlichere  Objektivwechsel lohnt sich für sichtbar bessere Fotos. Sonst eben solche typischen "Urlaubslinsen, 18-270, für alles!" :- )
Und für simple Urlaubserinnerungen reichen die dann vielleicht auch.

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"Superzoomobjektiv" und "hervorragende Bildqualität". Etwas widersprüchlicheres dürfte es in der Fotografie kaum geben. Hervorragende Bildqualität bieten dir Objektive mit möglichst wenig bzw garkeinem Zoom wie die vorgeschlagenen 70-200er, oder optimalerweise eine Festbrennweite.

Wenn es dir einzig und allein auf den Zoom ankäme, könnte man ein Tamron 18-400 oder eine ähnliche Gurke empfehlen, die bieten Zoom bis zum Abwinken, die Lichststärke und Bildqualität sind dann halt auf Bridgekameraniveau, bzw eher noch darunter.

Das "beste" Superzoomwäre das Canon 20-300L für 2200€. Das kommt zwar bei der Bildqualität noch immer nicht an eine 100€-Festbrennweite oder ein 190€-55-250 STM ran, aber es ist zumindest besser und lichstärker als die 18-300-Scherben.

Ich verstehe halt nicht ganz, warum man sich eine Kamera mit Wechselobjektiven kauft, und dann 2000€ für ein Objektiv ausgibt, was sämtliche Vorteile der Kamera zunichte macht. Für den Preis von so einem Schrott bekommst du mehrere erstklassige, hochlichtstarke Festbrennweiten.

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Kommentar von Suedstadtindio
19.07.2017, 12:10

Volle Zustimmung, aber Du musst dann halt die Nashörner und Leoparden auf einer Safari überreden zu warten, bis Du gewechselt hast. Außerdem kommt hinzu, dass Du bei Dämmerlicht in den Morgenstunden auf Pirsch gehst und einen 400er Film brauchst und schon deshalb die Bildquali, ääähm, halt nicht so ganz doll ist.

Will sagen, man muss Kompromisse schließen können.

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Da man mit einem Superzoom Kompromisse in vielen Bereichen macht, schlage ich vor, dass du zwei Objektive kaufst. Ja, es ist nicht so bequem, aber du kriegst wesentlich bessere Bildqualität und auch Lichtstärke. 

Für Immerdrauf empfehle ich das Sigma 17-70mm f/2.8-4 Contemporary. Die Abbildungleistung ist sehr gut und man kann damit ruhig auch Porträts fotografieren (70mm @f/4 ist mehr als genug). Das Objektiv hat auch Stabi und Naheinstellgrenze von 22cm, die z.B. für Pflanzen ausreichend ist.

Im Telebereich schlage ich drei Varianten vor: 

  • 70-200mm f/2.8 - lichtstark, aber auch ziemlich schwer
  • 70-200mm f/4 - nicht so lichtstark, allerdings für Porträts immer noch sehr gut geeignet und auch leichter.
  • 70-300mm - bietet mehr Brennweite, aber ist ziemlich "dunkel" und der AF ist langsamer im Vergleich zu den 70-200mm.
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Heutzutage werden die Stabilisatoren an den Kameras und an den Objektiven immer leistungsfähiger. Da kannst Du mit so einem Spitzenobjektiv locker mit 400 mm Brennweite freihändig agieren ohne das Dir die Bilder verwackeln. 

Und bei einem Budget von 2000 Euro bekommst Du schon gute Qualität geboten, was die Optik betrifft und den Stabi. Am besten lässt Du Dich im Fachhandel beraten.

LA

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Meine Frau hat das Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM und ist super zufrieden damit.

Vergleichbar wäre noch das Tamron SP 70-200mm F/2.8 Di VC USD

Danach steigt zwar der Zoombereich, aber die Abbildungsqualität lässt deutlich nach.

Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS USM

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Welche Lichtstärke brauchst du denn mindestens und welche Brennweite würde dir reichen?


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Kommentar von Notfallgroschen
19.07.2017, 11:47

Vielleicht kannst du mich ja kurz aufklären, da wäre ich dir superdankbar. :) Also: Ist die Lichtstärke bei Teleobjektiven generell fest? Oder variabel? So eingelesen bin ich leider noch nicht ... Und: Brennweitentechnisch habe ich offen gestanden noch keine Vorlieben. Dafür bin ich nicht lange genug dabei. Im Prinzip will ich mein Motiv schnell und undkompliziert möglichst scharf und nah heranzoomen können.

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