Supersonntag Schadensersatz Arbeitsrecht

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5 Antworten

zu 1. Grundsätzlich kann eine Schadenersatzforderung an deinen Mann gestellt werden. Er hat ja seinen Vertrag nicht erfüllt. Die Höhe müßte der Gläubiger nicht nur beziffern, sondern auch nachweisen können. Es sei denn, es gibt eine pauschale Vertragsstrafe, die dein Mann unterschrieben hat. Dann müßte dein Mann nachweisen, dass der Schaden eben nicht entstanden ist. Eine Vertragsstrafe kann durchaus höher sein, als der monatliche Verdienst.

zu 2. Wenn man lange genug sucht findet man immer jemanden, der ins gleiche Horn bläst. Sinnvoller wäre aber sicher, für den individuellen Fall einen Anwalt zu beauftragen, wenn es denn zu rechtlichen Streitigkeiten kommen sollte.

Deine subjektive Einschätzung und Unterstellung, die Firma wüßte bei Vertragsabschluss, dass der Verteiler das nicht schaffen kann, mußt DU beweisen, wenn es hart auf hart kommt. Wenn die Firma Leute bringt, die das Pensum angeblich alleine schaffen, hast du schlechte Karten. Und selbst dann kann das Unternehmen noch argumentieren, dass es dem Vertragspartner frei steht, selbst Mitarbeiter einzustellen.

Kündigt den Vertrag! Aufgrund der bereits vorliegenden Probleme sollte das möglichst rechtssicher sein. Deshalb würde ich das einen Anwalt erledigen lassen. Lieber dieses Honorar, als eine Schadensersatzforderung in schwindelerregender Höhe.

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Kommentar von helmutgerke
25.03.2012, 13:53

dafür DH

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Kommentar von supersonicjoy
25.03.2012, 15:29

Ja, den Anwalt werden wir uns aufjedenfall nehmen.

Morgen werde ich nochmal mit dem Vertriebsleiter sprechen, wenn er uns weiterhin droht, werde ich ihn darauf hinweisen, dass ich ja wohlwissentlich 5 Monate für die Zeitung schwarz gearbeitet habe und die Kontrolleure sich sowohl an mich als auch meinen Mann gerichtet haben.

Subjektive Einschätzung: natürlich muss ich beweisen, dass man es nicht schaffen kann, aber genauso gut muss es die Zeitung beweisen! Sie können ja nicht einfach jemanden nehmen, der wie ein Zirkusaffe darauf trainiert ist, sondern müssten bei einem gerichtlichen Verweis jemanden einfach mal machen lassen, und das alleine. DAS macht mir keine Angst.

Der Schadensersatz liegt bei, inzwischen habe ich es herausgefunden, 0,30 € pro Zeitung + 0,10 pro Beilage, also für heute 540 x 1,40 €. Dafür gibt es aber Telefongespräche, in denen darauf hingewiesen wird, dass bei 540 Zeitungen ich und mein Mann arbeiten sollen, dass wir uns nicht so anstellen. Übrigens bekommt man pro Zeitung mit vielen Beilagen im Schnitt 0,02 CENT, nicht Euro, damit man sich das Ganze mal vor Augen hält. Also, hätten wir heute so etwa 60 € gewonnen, haben aber 800 € verloren, kommt es zum schlimmsten Fall.

Ich möchte einfach mal hier darstellen, um was für eine Ausbeute es sich bei der Supersonntag handelt, und wie die mit ihren Verträgen durchkommen, und so mal eben 2-3 Personen ohne soziale Absicherung Zeitungen verteilen lassen.

Vertrag hin oder her: natürlich doof, dass der Vertrag unterschrieben wurde. Aber im allgemeinen scheint die vertretene Meinung hier eher zu sein: tja, selbst schuld, wenn du das nicht machen kannst - anstatt sich vor Augen zu halten, welcher Missbrauch im Vertrag mit Vorsatz begonnen wird.

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Habt ihr denn überhaupt einen Arbeitsvertrag?

Hier handelt es sich ja wohl um eine sittenwidrige Ausbeutung der zweiten Person. Leider finden solche Leute immer wieder Doofe, die das mit machen.

Kündigt schriftlich. Einer Schadensersatzforderung würde ich einfach mal entgegen sehen.

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Kommentar von helmutgerke
25.03.2012, 11:29

Hans, wenn ich die Frage richtig verstehe wurde der Vertrag zur Zeitungsverteilung mit einer Person abgeschlossen. Die zweite Person, hier die Ehefrau des Vertragunterzeichners hilft aus freiwilligen Stücken bei der Verteilung.

Zu der von dir bezeichneten sittenwidrige Ausbeutung muss die Ehefrau Ihren Mann in Regress nehmen.

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Warum unterschreibt Dein Mann einen Vertrag, von dem er genau weiß, daß er ihn nicht einhaten kann?

Und natürlich können sie Schadenersatz fordern - schließlich ist Dein Mann vertragsbrüchig geworden. Über die Höhe des Schadensersatzes kann ich nichts sagen.

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Kommentar von supersonicjoy
25.03.2012, 11:09

Eh, so war das ja nicht. Wenn man den Vertrag unterschreibt, wird es so verkauft, dass du das ganz einfach alles allein machen kannst, und nur 2 Stunden Zeit investiert. Woher soll er wissen, dass er ihn nicht einhalten kann?

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Einfach kündigen und gut ist. Das mit dem Schadenersatz ist nur heiße Luft. Damit kommen die nie durch.

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Kommentar von helmutgerke
25.03.2012, 12:23

mit dem Schadenersatz kommen sie nicht durch

woher schöpfst du dein Wissen?

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ich habe zwar nicht die leiseste Ahnung, aber hier kann man euch bestimmt helfen:

http://forum.jurathek.de/

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