SUPERGAU... als Patient?

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6 Antworten

Hallo Amaterazu,

der Eisengesamtbestand eines Erwachsenen beträgt ca. 4.000 - 5.000mg, die sich unterschiedlich verteilen: ca. 67 % im Hämoglobin, 27 % in Eisendepots, 3,5 % in Myoglobin etc. Ich schreibe Dir das deshalb so dezidiert auf, damit Du daraus selbst erkennen kannst, welchen Anteil letztendlich 200 mg ausmachen. Wenig!

Im übrigen haben viele Menschen eher ein zu wenig als ein zu viel an Eisen. Ganz so einfach ist es allerdings mit Eisen nicht. Es gibt nämlich auch eine Eisenbindungskapazität u. vieles andere zu berücksichtigen.

Eine erhöhte Eisenaufnahme bzw - resorption kann ggfs. zu einer Hämochromatose führen, bei der Eisen sich ind Geweben und Organen ablagert. Also bitte keine weitere Experimente mit Eigenmedikationen, auch wenn es in dieser unglücklichen Konstellation nachvollziehbar ist.

Wende Dich bitte an Deine Krankenversicherung, denn es gibt jetzt eine neue Möglichkeit, einen schnelleren Arzttermin zu bekommen, bei der man jedoch keine Wahl des Arztes hat.

Woher wußtest Du eigentlich von Deinem Eisenmangel, wenn es bisher kein Arzt in einer Laboruntersuchung diagnostiziert hat? Oder hast Du den Arzt gewechselt? Diesen Punkt in Deiner Einleitung habe ich nicht so ganz verstanden. Aber egal, wichtig ist, dass Du nicht einfach etwas von der Oma einnimmst, auch wenn es gut gemeint ist ;-)

LG

Buddhishi

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Kommentar von user8787
06.04.2016, 22:34

Keine Kassenärztlich zugelassene Allgemeinarzt - Praxis darf so agieren....

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In einem Notfall kannst du immer zum Arzt/Krankenhaus.

 40mg Eisen pro kg Körpergewicht gelten als kritisch und benötigen dringend ärztliche Kontrolle/Behandlung

200mg Eisen sind unproblematisch und oft Standarddosis zur Behandlung von Eisenmangel.

Trotzdem müsstest du erstens abklären lassen wodurch dieser Mangel entsteht und ggf die Ursache beseitigen und zweitens dann auch die Dosierung individuell mit deinem Arzt besprechen-

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Kommentar von Amaterazu
06.04.2016, 21:59

Mein Eisenmangel wurde bei denen aber nicht als Notfall registriert, ich sollte mich demzufolge bei anderen Arztpraxen melden. Dort aber das Gleiche, kam mir vor wie Hütchenschieberei.

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also, zu deinem ersten problem: ohne die aerzte in schutz nehmen zu wollen (ich bin auch gesetzlich versichert und "leide" auch - genau wie du - zeilweise darunter) kann es tatsaechlich sein, dass die aerzte "keine kapazitaeten" fuer kassenpatienten mehr haben. sie haben nur ein "bestimmtes" (kassenpatienten)budget pro monat (oder quartal?) zu verfuegung (und du bist kein notfall)

nun zum eisenmangel: woher weisst du, dass du daran leidest? selbstmedikationen sind immer "schwierig". informier dich ueber "eisenhaltigee" lebensmittel und ernaehr dich bis zum arztbesuch gesund, ausgewogen und "eisenlastig".

ach so, ein einmaliger "eisenueberschuss" wird einfach wieder ausgeschieden. als dauertherapie wuerde ich das aber nicht empfehlen 

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ist doch zunächst die frage wie du darauf kommst, dass du eisenmangel haben könntest. wenn das tatsächlich so sein sollte, müsstest du ja auch schon einen verdacht haben woher.

eisenmangel kann auch durch ungünstige ernährung kommen, bzw. kannst du ihm durch entsprechende ernährung gegensteuern.

annokrat

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Nein. Du wirst keine Probleme mit einer Eisenvergiftung haben, da gehört schon einiges mehr dazu. Wenn du viel Eisen brauchst, kannst du mehr Fleisch essen. Fleisch hat einen hohen Eisengehalt. Du solltest dir da keinen zu großen Kopf machen. 1Monat Wartezeit ist noch gar nichts. Bei uns gibt es Ärzte mit Wartezeiten von gut 12Wochen und mehr. Mach ein Termin für den nächsten Monat und nimm in der Zeit eisenhaltige Nahrungsmittel zu dir. Kannst du gut google für befragen. Irgendein Arzt muss den Eisenmangel ja auch diagnostiziert haben. Dieser hätte dir auch schon helfen können.

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"Ich kann Ihnen einen Termin in einem Monat geben" ist völlig normal. Mit Eisenmangel bist du kein Notfallpatient und brauchst nirgends terminlich "dazwischen geschoben" werden. Wartezeiten von einem Monat auf einen Arzttermin sind heutzutage nichts besonderes mehr. Leider. Nimm also den Termin wahr, den du in einem Monat bekommen kannst, und lass dann deine Eisenwerte überprüfen. Bis dahin versuchst du es am besten mal mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung, die kann durchaus helfen, das Allgemeinbefinden zu verbessern.

Einfach Medikamente von Oma nehmen solltest du nicht. Warte ab, was der Arzt sagt. Man kann mit Eisenmangel ohne Weiteres einen Monat überstehen, ohne gleich bleibende Schäden befürchten zu müssen.

Ach ja... wer hat denn eigentlich deinen Eisenmangel diagnostiziert, wenn du gar keinen Arzttermin bekommst? Oder ist das nur eine Vermutung von dir?

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