Super lerntechnicken?

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4 Antworten

Hi :)

Ob meine Lerntechniken super sind, kann ich dir nicht sagen - jeder hat seine eigenen Lernteckniken. Es gibt 5 Lerntypen:

  • auditiv
  • visuell
  • kommunikativ
  • durch Praxisanwendung
  • das letzte fällt mir grad nicht ein :D

Jedenfalls sollte man alle Lerntypen verknüpfen, um effizientes Lernen zu ermöglichen. Effizient heißt nicht schnell! Du wirst deine Zeit schon brauchen, um das Thema zu verstehen, aber das Merken ist ja auch sehr wichtig.

Ich bin zum Beispiel an einem Gymnasium und habe einen Schnitt von 1,48. Und wie? Das ist ganz einfach:

Vor- und Nachbereitung sind das A und O.

Das heißt: Schaue dir den Kram an, den du nicht verstehst und versuche, ihn WIRKLICH zu verstehen! Frage Mitschüler und Lehrer, mache Übungen und Hausaufgaben UND ARBEITE IM UNTERRICHT MIT!!! Ich bin mdl. überall besser als schriftlich und das hilft mir auch bei Klausuren enorm, weil ich dann meine Schwächen erkenne und genau dort ansetze.

Dazu musst du aber auch wissen, wie du am besten lernst. Diese Methode bevorzugst du; setze aber verschiedene Methoden ein und beanspruche alle Sinne - so bleibt es eher hängen! Ich zum Beispiel lerne eher visuell; dennoch lerne ich beim Lernen auch auditiv und kommunikativ.
Du musst also für dich selbst herausfinden, wie du lernst und das auch konsequent durchhalten.

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Erstmal Tipps, wie du dich im Mündlichen steigern kannst:

Zunächst die Mitarbeit. Die Mitarbeit ist aber vor allem Qualität, vergiss das nicht. Bei uns zählt in den Grundkursen der AT (Mitarbeit ist ein Teil davon, dazu komme ich gleich) 2/3, also schon sehr viel, also kann man mit dem Mündlichen durchaus etwas rausholen.

Wiederhole in den Ferien! Ich hatte jetzt 2 Wochen Ferien und habe etwas Chemie. Latein und Griechisch geübt. Aber übernimm dich nicht! Du musst auch mal regenerieren können und abschalten.

Nun zum AT. Der AT ist äußerst wichtig. wirklich. Er beinhaltet

=> Vor- und Nachbereitung des Unterrichts
=> Hausaufgaben
=> Referate/Tests
=> Zuverlässigkeit
=> Initiative/Engagement
=> evtl. sprachliche Qualität der Beiträge
=> Sozialverhalten
=> Kooperationsfähigkeit
=> mündliche Mitarbeit (s.o.)
=> Selbstständigkeit

Nun zu den einzelnen Punkten. Zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zählt halt das Wiederholen des Lernstoffs, als Beispiel. Du solltest das Wissen immer präsent haben, da man es immer brauchen kann. Notfalls führe Mitschriften, dazu schreibe ich gleich noch nen extra Paragraphen. Wir hatten in Musik den Fall, dass wir einen unangekündigten Test geschrieben haben, in Geo haben wir das letztes Jahr auch gemacht. In Musik hatte ich den besten Test der Klasse (1), in Geografie wahrscheinlich den schlechtesten (ne 5+). Auch Hausaufgaben zählen dazu! Mache sie wirklich gründlich, das mache ich auch. Ich hatte in der neunten Klasse in Bio eine 4, weil ich so oft meine HAs nicht hatte. Daraus habe ich echt gelernt. In der zehnten Klasse hatte ich bei dieser Lehrerin immer ein ++ in den Hausaufgaben und es war eine sehr gute Lerngrundlage, weshalb ich sogar ne 2 geschafft habe. :)

Wenn ihr Referate machen müsst oder Tests schreibt, solltest du sehr gut vorbereitet sein. Selbst, wenn es nur Tests sind! Meist kommt da schon klausurrelevanter Kram dran, weshalb Tests auch eine gute Übung sind. Auf Referate bereite ich mich immer extrem gut vor. Ich spreche frei, mache es manchmal eher wie einen Unterricht und solche Sachen halt. Referate sind eben auch wichtig :)

Zur Zuverlässigkeit zählen Dinge wie

=> Pünktlichkeit
=> Vollständigkeit des Materials
=> Material vollständig zu Unterrichtsbeginn am Platz

Da solltest du wirklich sehr drauf achten! Der Punkt Initiative/Engagement schließt mit ein:

=> unaufgefordert und ausdauernd arbeitend bei Stillarbeitsphasen
=> Bemühung um bestmögliche Leistungen
=> Hilfestellung den anderen Schülern gegenüber, wenn man seine Arbeit bereits beendet hat

Zur sprachlichen Qualität der Beiträge (bezieht sich auf Fremdsprachen) gehören:

=> Beiträge immer in der Fremdsprache
=> flüssiges und Verständliches Sprechen
=> Umschreibung unbekannter Wörter
=> weitestgehend keine Vokabelhilfen erforderlich

Das Sozialverhalten ist sehr sehr wichtig! Vor allem in Partner- und Gruppenarbeit wird sehr darauf geachtet:

=> Initiative ergreifen bei Gruppenarbeiten
=> kooperativer und respektvoller Umgang mit den anderen Schülern
=> Respekt gegenüber anderen Meinungen
=> für seine Überzeugnungen einsetzen
=> Beachtung von Regeln und Vereinbarungen
=> konstruktiver Umgang mit Konflikten
=> Hilfsbereitschaft

Hefterführung: Ich bin, was die Hefterführung angeht, extrem penibel, weshalb ich Hausaufgaben und so auch immer sehr gründlich mache. Ich schreibe deshalb schon meist während der Erarbeitungsphase mit, auch, wenn die Lehrer das nicht gern sehen. Sofern ich nicht genug Zeit hatte, nehme ich mir diese zu Hause und schreibe es sauber ab. Meine Hefter sind so ordentlich, da sie meine Lerngrundlage sind.

Wenn du eine Mitschrift anfertigst, sollten folgende Dinge erfüllt sein:

a) Stichwortartig, aber strukturiert
=> wichtige Daten/Ereignisse/Informationen
=> evtl. wichtige Namen (kommt auf das Fach an)

b) Zusammenhänge verdeutlichen durch:
=> Pfeile
=> Beziehungen
=> Schaubilder
=> Concept Maps
=> Mind Maps
=> etc.

c) besonders Wichtiges hervorheben durch
=> Markierungen
=> Unterstreichungen
=> bestimmte Schriftarten
=> Symbole
=> etc.

Natürlich solltest du auch eine ordentliche Schrift haben. Weiterhin bieten sich Register für bestimmte Unterteilungen an - so habe ich in Altgriechisch beispielsweise Register für Übungen/Texte, Grammatik, Realien und Tests. Da gibt es ganz viel. :)

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Weiter zum Schriftlichen.

Um effektiv zu lernen, gibt es viele Methoden, ich kombiniere sie ganz gern :))
rausschreiben. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir in einem Sachtext alles markierst und anschließend raus schreibst, was wichtig ist. Diese Methode wende ich vor allem in Chemie an. Wer schreibt, der bleibt! :-)

1. Eselsbrücken:
Du nimmst dir eine Vokabel von x-beliebiger Sprache. Zu diesen suchst du Begriffe, die daraus abgeleitet sind. Eine andere Methode ist, dass du dir zu jeder Vokabel quasi eine Szene ausdenkst: z.B. lat. cubare - liegen. Da denke ich sofort an eine Kuh, die auf einer Bahre liegt. Je bekloppter, desto besser!

2. Wortfelder: 
Eine andere Methode, Vokabeln zu lernen, ist, diese zu Wortfeldern, z.B Wortarten oder Themengebieten, zusammen zu fassen. Eine Abwandlung dessen ist die sogenannte MindMap. Diese hat in der Mitte einen zentralen Begriff stehen,davon ausgehend mehrere Begriffe, davon ausgehend wieder Begriffe, sodass ein großes Netz entsteht. Diese Methode habe ich schon in Chemie und Physik sowie in Englisch und Französisch verwendet.

3. Lernplakate:
Du kannst dir zu einem bestimmten Sachverhalt aber auch Plakate erstellen. Diese Methode habe ich schon in Chemie, Latein, Physik, Mathe, Französisch und Englisch angewendet. Diese hängen immer noch in meinem Zimmer ;-)

4. Schaubilder:
Um Zusammenhänge in Geschichte zu begreifen, mach ich mir häufig ein Schaubild. Dort verbindet man Ereignisse mit Symbolen, hebt Wichtiges hervor etc. - So hat man einen guten Überblick über das Geschehen.

5. Concept Maps:
Hier verbindet man Begriffe mit beschrifteten Pfeilen. Auch eine super Methode, die ich total liebe! Vor allem in Geschichte hab ich mir das zu Nutze gemacht, aber ich habe es auch schon im Bio gemacht.

6. Zeitstrahl:
Etwas anderes, was man in Geschichte anwenden kann, ist der Zeitstrahl. Aber auch in Biologie oder anderen Fächern, wo man eine zeitliche Abfolge von Ereignissen strukturiert darstellen möchte, kann der Zeitstrahl gute Dienste leisten.

7. Aufnahme:
Ich habe mir schon oft Vokabeln aufgenommen und auf dem Weg zur Schule angehört.

8. Gedichte:
Ob du's glaubst oder nicht: Gedichte. Ich bin ein Fan der Mathematik und so habe ich es mir damals zum Hobby gemacht, mathematische Themen in Gedichte zu verpacken. DorFuchs macht Musik über mathematische Themen :)

9. Aufhängen:
Du kannst dir Notizzettel nehmen und dort Vokabeln rauf schreiben. Diese klebst du dann an damit verbundene Orte, und lernst sie quasi im Vorbeigehen.

10. Videos: 
Im Internet gibt es viele Videos. So habe ich mir z.B. die einzelnen Phasen des Zellzyklus merken können. Zu empfehlen ist da TheSimpleClub, die machen zu Mathe, Chemie, Physik und Bio super Videos, mit denen ich auch oft lerne.

11. Fragen: 
Frage bei Problemen Lehrer und Mitschüler, das räumt Verständnsprobleme aus dem Weg.

12. Markieren: 
Bringe Farben ins Spiel. Markiere dir Wichtiges. Das hilft mir auch, danach schreibe ich das Wichtigste raus.

13. Karteikarten: 
Sowohl für Vokabeln als auch für Definitionen o.Ä. kann man Karteikarten verwenden. Ich habe Karten in A5, A6 und A7 - die größten benutze ich dann eher für Chemie oder Bio oder so, die kleinen für Vokabeln.
Wiederholung. So merkt man sich das oft viel besser :)
Das müsste man v.a. in Fremdsprachen merken. Also ich merke es in Latein :D

14. Mit anderen lernen:
Ich lerne zwar meist alleine, da das für mich besser ist, aber oft hilft es Leuten, mit anderen zusammen zu lernen!

15. Anderen erklären:
Diese Methode hilft mir unglaublich in Chemie. Weißt du, warum ich nie in Chemie lernen muss? Da ich es so oft erkläre, dass das nicht mehr notwendig ist. 

16. Anwenden: 
In vielen Fächern bringt es etwas, wenn man zum Beispiel Probeaufsätze schreibe oder Aufgaben bearbeitet. So hat man auch noch einmal Sicherheit.

17. Im Unterricht mitarbeiten:
So lernt man gleich, das Gelernte richtig anzuwenden und man erspart sich eine Menge Lernaufwand. Ich spreche aus Erfahrung. :)
Das Ganze hat sogar einen positiven Nebeneffekt - deine mündliche Note besserst du auch gleich auf!

18. Tests: 
Ich mache es ganz gerne, noch einmal alte Tests zu bearbeiten oder mir welche im Internet raus zu suchen. Das ist eine super Lernmethode, weil man einfach nochmal die Sachen durchgeht und sieht, wo man noch lernen muss.

19. Zeichnungen:
In Bio mussten wir manchmal Zeichnungen machen, in denen wir ein Thema darstellen. Wir sollten möglichst wenig Worte verwenden. Eine Methode, bei der man etwas nachdenken muss. Sie ist aber effektiv!

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Das waren so die Lerntipps bzw. die Methoden, die ich verwende. Wo ich welche Methode verwende, ist vom Fach abhängig. Ich versuche aber immer, viele Methoden für ein Fach zu verwenden, weil einfach so viel mehr hängen bleibt. Spezialisiere dich nicht auf einen Lerntyp, sondern nutze möglichst alle Lerntypen. Am bestern lerne ich eben über Assoziationen (siehe Concept Map), aber auch die anderen Methoden können sehr helfen :) 

Sprich vielleicht auch deine Lehrer an. Das zeigt Interesse und die Lehrer sind oft sehr bereit, dem Schüler etwas mit Tipps oder so unter die Arme zu greifen; meine Mathelehrerin schickt mir zum Beispiel Übungsmaterial, wenn ich sie um welches bitte und mein Altgriechischlehrer auch. Hab' keine Scheu, deine Lehrer anzusprechen, das zeigt, dass du dich wirklich verbessern WILLST und deine Lehrer nehmen eher deine positiven Beiträge wahr! Bearbeite auch mal Freiwilliges, um dir die Note etwas aufzubessern; in Chemie und Altgriechisch habe ich das gemacht und es hat mir letztendlich zur besseren Note verholfen.

Vielleicht hat dir meine etwas lange Antwort ja geholfen - bei Fragen melde dich :)

LG

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Kommentar von Inquisitivus
03.01.2016, 23:27

Wow, danke sehr :D

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kommt drauf an, in welchen fächern. bei sprachen finde ich karteikärtchen immer sinnvoll.

in mathe finde ich es hilfreich, wenn man es sich nochmal von jemandem erklären lässt, denn da war mein problem immer, dass ich es bei der lehrerin nicht verstanden habe, aber bei meiner schwester komischerweise schon... weil es eben jede person etwas anders erklärt.

das gleiche würde ich auch bei komplizierten naturwissenschaftlichen vorgängen raten.

wenns nur ums lernen geht (geschichte, erdkunde, bio...), finde ich es sinnvoll, wenn man sich nur das wichtigste rausschreibt und erstmal das lernt. falls du unter druck stehst und für mehrere fächer lernen musst, genügt das erstmal, damit du nicht ganz so unter druck stehst und wenigstens die grundlagen weißt. aber falls du ne wirklich wichtige arbeit schreibst oder sowieso grade zeit hast, solltest du es dir nochmal genauer anschauen. das wichtigste ist, dass du immer struktur drin hast und nicht alle themen durcheinander bringst.

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Wenn du lernen willst, dann immer am besten morgens. Es gibt Studien, die beweisen, dass der Mensch nur ein bestimmtes 'Kontingent' an Aufmerksamkeit besitzt und wenn du dich den Tag über Elektronik oder anderen Dingen widmest, dann kannst du dich später nicht so gut auf das Lernen konzentrieren.

Außerdem solltest du dann beim lernen versuchen alles, was dich ablenken könnte, wegzulegen! :) am besten deinen Eltern geben, dass sie die Dinge verstecken oder wirklich weit weg legen :D

Dann ist es wichtig, dass du das Gelernte nicht nur anwendest, sondern auch versuchst, alles zu wiederholen. Es kommt nicht drauf an, den ganzen Tag lang durchzulernen, es ist viel effektiver, sich die Sachen einzuteilen und alles immer wieder zu wiederholen (sofern du denkst, dass du es immer noch nicht kannst). Mach dir am besten eine Checkliste und mach immer dann ein Häkchen hinter den Sachen, die du schon gemacht hast. Das ist das beste und motivierendste Gefühl, das man haben kann! Wenn man erstmal nach und nach sieht, wie viel man eigentlich geschafft hat, umso mehr freut man sich, wenn der Zettel dann abgearbeitet ist! Viel Erfolg noch!

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hoi mach die aufgaben richtig und pass im unterricht auf also keine briefchen schreiben oder handy oder quatschen xD bei fragen nachfragen halt einfach am unterricht teilnehmen aktiv dann lernste das zeug automatisch

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