Sunniten in Ländern mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit. Konflikte?

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9 Antworten

Im Irak will der schiitische Ministerpräsident Nuri al-Maliki seinen sunnitischen Vizepräsidenten Tarik al-Haschimi verhaften lassen. Der Westen rüstet das wahabistische Königreich Saudi-Arabien, das die schiitische Minderheit im eigenen Land unter der Knute hält und eine Gegenmacht zum schiitischen Gottesstaat Iran bildet, mit modernster Waffentechnik aus. In der afghanischen Hauptstadt Kabul tötet die pakistanische sunnitische Terrorgruppe Lashkar-e-Jhangvi bei einem Anschlag auf einen schiitischen Schrein 80 Menschen.

Was diese Ereignisse des Jahres 2011 gemein haben? Ihnen liegt der Religionsstreit zwischen Schiiten und Sunniten zugrunde, der 2012 weiter eskalieren und immer mehr Länder von der arabischen Halbinsel bis Mittelasien erschüttern wird.

Die genannten Ereignisse waren dafür nur Vorboten. Im Irak könnte der Konflikt zwischen Schiiten und den beiden islamischen Glaubensrichtungen das Land zerreißen und nach dem Abzug der letzten amerikanischen Soldaten rasch in einem offenen Bürgerkrieg münden. ..

weiter lesen unter ....http://www.zeit.de/politik/2011-12/prognosen-2012/seite-2

monde-diplomatique.de/pm/2013/12/13.mondeText.artikel,a0070.idx,15

daraus...Die Spaltung der Gesellschaft stellt eine nicht zu unterschätzende Bedrohung für den Zusammenhalt der pakistanischen Nation dar. Die Gefahr ist umso größer, als die Schiiten in Randgebieten wie Belutschistan (wo es vor allem die schiitische Minderheit der Hazara traf) oder Gilgit-Baltistan den höchsten Blutzoll bezahlt haben, während die eigentliche Basis der militanten Sunniten im Punjab liegt. Premierminister Sharif ist sich bewusst, dass er starke Signale an die schiitische Minderheit senden muss. So hat er im Herbst 2013 die Botschafterposten in Indien und den USA jeweils mit Schiiten besetzt. Die Zukunft wird zeigen, ob das nur eine symbolische Geste war.

Also aus Islamischer sicht ist es falsch als Sunnit einen Schiiten und als Schiite einen Sunniten zu unterdrücken.

Es mag sein das aus der jeweiliger sicht, die andere was falsch macht und dafür bestraft wird, aber solange beide "La Ilaha IllAllah Muhammad-Ur-RasulAllah - Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammed ist sein Gesandter und Prophet" sagen sind es muslime und Allahs Gesandter hat gesagt: “Ein Muslim ist der Bruder des andere. Er läßt ihn nicht im Stich, belügt und unterdrückt ihn nicht. Ein jeder von euch ist für den seinen Bruder ein Spiegel. Wenn er einen Schaden erblickt, soll er ihn beseitigen.” (Abu Huraira; Tirmidhi, Mischkat)

S.a.

Als erstes sollte es darum gehen, dass es im Islam keine unterscheidung geben sollte. Unser Prophet sav. sagte auf seiner letzten Pilgerfahrt "die die sich an den Kuran und meine Sunna binden, werden nicht vom weg abkommen"

"Schiiten" ein falscher weg, allein das sie sich an Asura selbst bestrafen und kinder zum bluten bringen falsch ist.

Der grund? Sie meinen sich bestrafen zu müssen, weil man damals nicht die Enkel des Propheten sav. geschützt hat.

In schiitischen Kreisen kann man sich vollkommen sicher bewegen.

Probleme gab es nur in der Vergangenheit aus sunnitischer Richtung.

Vergleiche hierzu:

  • über 1.000 Tote und viele tausende schwerst verletzte Schiiten im letzten friedlichen Ramadan durch Bombenanschläge.
  • Syrien, Aufbegehren gegen das alawitische Herrscherhaus durch sunnitische Strömungen.
  • Türkei, Unerfreulichkeiten durch Sunniten gegen Aleviten
  • Irak, Krieg gegen den Iran (8Jahre)

In schiitischen Kreisen kann man sich vollkommen sicher bewegen. Probleme gab es nur in der Vergangenheit aus sunnitischer Richtung.

Eine wohl eher geschönte Darstellung der Dinge, gerade in Syrien sind es doch die Alawiten, die die Sunniten abschlachten und foltern lassen ( umgekehrt mag es natürlich auch Übergriffe geben, ich möchte nicht verallgemeinern.)

Ich möchte mir jedoch ein neutrale Sicht über das Ausmaß dieser Konflikte machen, wobei mich vor allem interessiert, wie sicher es ist als praktizierende Sunnitin in einem solchen Land zu leben. Solche extremen Schwarz-Weiß-Bilder (Schiiten tuen niemanden etwas zu leide, das sind nur die bösen Sunniten) entsprechen jedoch nicht der Realität und sind daher auf meine Frage bezogen nicht brauchbar.

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@Maryam1999

:-)))........Ja wie neutral hättest Du es denn gerne ? Ich habe Dir die Stichpunkte geliefert, und Du brauchst jetzt nur überprüfen. Fertig.

Und mit Syrien wäre ich an Deiner Stelle vorsichtig. Die eigentlichen sunnitischen Einwohner des Landes sind auf der Flucht, und die derzeitigen Unerfreulichkeiten resultieren hauptsächlich aus "frisch eingewanderten" Sunniten, die ich als Kriegstouristen bezeichne. Aber auch hierzu findest Du Informationen, Stichwort "Weltspiegel" - Wahhabiten rekrutieren Jugendliche in Tunesien und Marroko zum Dschihad nach Syrien, oder Salafisten als Mudschahidin in Syrien (auch konfertierte Deutsche sind dabei). Gleichsam einen Artikel des "Spiegels" und der "Zeit" über konfertierte Muslimas in Deutschland, die sich radikalisiert nach Syrien aufmachen, teils um zu kämpfen, teils um einen Mudschahidin zu heiraten.

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@1988Ritter

Ja wie neutral hättest Du es denn gerne ?

Einfach genaue informationen, sodass ich, angenommen ich würde in ein solches Land ziehen, eine realistische Einstellung über die Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten habe. Nicht, verallgemeinernde Aussagen die einer Gruppe die alleinige Schuld zuweisen.

Was aber haben Mujahideen, die nach Syrien gehen mit meiner Frage hier zu tun? Solche Berichterstattungen (Spiegel, Zeit etc) sind mir bekannt, doch danach habe ich schließlich überhaupt nicht gefragt, zumal diese Zeitschriften sicher nicht meine erste Wahl wären mich über solche Themen zu informieren :)

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Was heißt sicher?

Praktisch hat nur der Iran eine schiitische Mehrheit. Da sind das Hauptproblem aber nicht die Schiiten, sondern das Mullah-Regime.

Im Irak will der schiitische Ministerpräsident seinen sunnitischen Stellvertreter verhaften lassen. Das ist auch nicht gerade die feine englische Art.

In Syrien versucht ein schiitischer Präsident mit Hilfe des schiitischen Iran an seinen Sessel zu kleben und sein Amt gewaltsam zu verteidigen.

Dazu kommt im allgemeinen, dass religiöse Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten in islamischen Ländern meist mit Waffengewalt ausgetragen werden - und zwar von beiden Seiten.

Das ist das wirkliche Problem!

Es gibt nur 2 mehrheitlich shiitische Länder: Bahrain, wo die shiitische Mehrheitsbevölkerung von einer diktatorischen sunnitischen Regierung beherrscht wird! Und den Iran - und dA willst Du sicher nichT hin - oder?

85 Prozent der muslimischen Aserbaidschaner bekennen sich zur schiitischen und 15 Prozent zur sunnitischen Glaubensrichtung Irak: Über 60 % sind Schiiten und zwischen 32 und 37 % Sunniten. (Wikipedia)

Wieso also nur 2 Länder?

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@Maryam1999

Was den Irak angeht, musst Du die Kurden mitrechnen! Die 60 % sind nicht 60 % aller Einwohner, sondern aller "Araber" im Land! Was Aserbeidschan angeht, so ist das eher den Alaviten vergleichbar! Mit dem Iran, wo Kopftuchzwang und Alkoholverbot herrschen, wollen die Aseris nichts zu tun haben!

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In muslimisch dominierten Ländern ist es immer gefährlich, der "falschen" islamischen Richtung anzugehören. - Die Weltgeschehnisse beweisen es jeden Tag neu - Sunniten unterdrücken, bekämpfen und erschlagen Schiiten und umgekehrt. Je nach Mehrheitssituation im jeweiligen Land hat immer die schwächere Gruppe das Nachsehen.

So gesehen erledigt sich der Islam, eine kriegerische Religion, ein Stück weit von selbst, was meiner Meinung nach grundsätzlich zu begrüßen ist. - Nur wäre es mir lieber, die Anhänger würden sich mit aufklärenden Argumenten "bekriegen", damit keine Unschuldigen darunter leiden müssten.

Ihre Antwort ist aus ihrer persönlichen Meinung heraus geschrieben, hilft mir aber nicht sonderlich weiter!

eine kriegerische Religion

Das mag ihre Meinung sein, allerdings finde ich es immer schlecht leere Behauptungen aufzustellen. Ich will bei meiner Frage weder Beleidigungen über Sunniten, Schiiten noch über den Islam allgemein; wieso muss man unbedingt Dinge schreiben, die andere in ihren Glauben verletzen können, nichts gegen Religionskritik, doch das ist nichts als eine leere Behauptung und gerade wenn man in diesen Ländern hier immer von Integration spricht, - dazu sollte man die Menschen auch willkommen heißen, bei solchen Kommentaren werden sich viele jedoch alles andere als wohl fühlen.

Je nach Mehrheitssituation im jeweiligen Land hat immer die schwächere Gruppe das Nachsehen.

Und das ist ja wohl etwas allgemeingültiges und nichts muslimisches bzw. islamisches, oder wollen sie wirklich behaupten, dass es für einen Muslim in bestimmten Gebieten (auch christlichen) besonders "hilfreich" ist sich zum Islam zu bekennen? Bekommt dieser in bestimmten Gebieten, in denen andere Religionsgruppen vorherrschen keine Probleme?

Ich will brauche keine Pauschalisierungen sondern Informationen mit denen ich wirklich etwas anfangen kann..

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@Maryam1999

Dein Kommentar auf meine Antwort lässt vermuten, dass auch diese Frage von dir eine weitere Scheinfrage zu sein scheint. - Weder glaube ich, dass du erst "15" bist, noch akzeptiere ich den echten Ratsuche-Charakter deiner Frage. - Und für islamische Propaganda lasse ich mich ungern missbrauchen. - Deshalb versuche ich erst gar nicht, deine Einwände zu widerlegen Und Tschüss ....

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@homme

Wie meine Fragen auf Sie wirken, oder ob Sie mir mein Alter glauben ist mir relativ egal, was ich jedoch nicht begreife: Wieso schreiben Sie überhaupt, wenn Sie kein Interesse haben wir zu antworten....

Bei gutefrage.net geht es um qualifizierte, hilfreiche Antworten und nicht darum, überall seine Meinung zu präsentieren.

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@Maryam1999

Bei gutefrage geht es auch darum sogenannte "Trolle" nicht zu unterstützen, sondern möglichst zu ächten, weil sie mit ihren Fragen die Ratgeber für ihre Zwecke missbrauchen wollen.

Im vorliegenden Fall, bei deiner Frage und deinen Kommentaren dazu ist das Motivation genug, auch die Gemeinschaft darauf aufmerksam zu machen. - Das ist verständlicherweise für jeden Troll "schwer zu begreifen".

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@homme

...Zumindest ist dies gut dazu geeignet Fragen, die nicht der eigenen Denkweise entsprechen, als unglaubwürdig darzustellen...

Mir ist es ja nun wirklich egal, ob Sie mir glauben oder nicht, jedoch müssen Sie mir wohl nichts unterstellen, worüber Sie kein Wissen haben & schließlich sind Ihre Aussagen bezüglich der Echtheit meines Alters oder die Ernsthaftigkeit meiner Fragen, welche Sie anzweifeln, nichts als Vermutungen.

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@Dummie42

Tut es eben nicht, da ich selbst weiß, dass es dort Konflikte gibt. Abgesehen davon, dass diese Antwort alleine auf den Iran eingeht, nicht aber auf den Irak, Aserbaidschan oder den Bahrain, wo ebenfalls großteils Schiiten leben.

Man liest oder hört ja immer nur von einzelnen Geschehnissen, zb. eine Autobombe die explodiert und bei der 20 Menschen ums Leben kommen.(als Beispiel) Dies ist tragisch, aber wenn man von 30-40 % der Bevölkerung ausgeht, die Sunniten sind, so sind die Mehrheit doch nicht von diesen Angriffen betroffen?. -Mich interessiert, wenn ich beispielsweise in den Irak auswandern wollen würde, wo ja ca.32-37 % Sunniten leben, wie würde mein Leben dort aussehen? Bzw. ist es tatsächlich so, dass sich die beiden Gruppen gegenseitig bekämpfen, ohne Rücksicht auf Verluste, wie es den Medien ja oft dargestellt wird, oder beziehen sich diese Konflikte nur auf einzelne Stadtteile und in der Umgebung gibt es ein friedliches Zusammenleben? Könnte ich, ausgehend von dem Beispiel in ein solches Land zu gehen, den Islam (nach der Sunna) frei praktizieren, oder würde ich mich dadurch in Gefahr begeben?

Ich möchte auch einfach genauer wissen, wie weit verbreitet solche Konflikte wirklich sind, denn wenn man davon in den Medien hört ist so etwas erst einmal schockierend, jedoch frage ich mich nun, wieviele Menschen wirklich dabei betroffen sind, oder ob westliche Medien nur verallgemeinernd darüber berichten ( so als würde es die Gesamtbevölkerung dieser Länder betreffen) um diese Konflikte aufzuheizen und die Menschen weiter gegeneinander aufzuhetzen.

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@Maryam1999

:) Du verdächtigst allen Ernstes die westlichen Medien Sunniten und Schiiten aufeinanderzuhetzen? Nein, das tut nicht Not. Das schaffen die ganz ohne uns.

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@Dummie42

Du verdächtigst allen Ernstes die westlichen Medien

Omg, das ist wirklich ja auch wirklich äußerst unverständlich - besonders, weil sich der Westen ja auch nicht in die muslimischen Länder einmischt... wie kann man da nur auf den Gedanken kommen, dass die westlichen Medien auch nur in geringster Weise "meinungsbildend" sein könnten...

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@Maryam1999

Meinungsbildend vielleicht für uns, aber sicher nicht für die Iraker.

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