Suizidvertrag?

5 Antworten

Bei so etwas kommt es genau auf die Formulierung an. Stand da, dass du versicherst, dich nicht umzubringen oder stand da, dass du in so einem Fall die Klinik von der Verantwortung entbindest?

Das zu unterschreiben kann, wie du richtig festgestellt hast, keinen rechtlichen Grund haben, aber einen psychologischen. Du stehst quasi mit deinem Namen dafür ein, dich nicht umzubringen. Du gibst ein Versprechen ab und Versprechen bricht man nicht.

Heikel finde ich deine Frage, weil viele vielleicht nicht darüber nachdenken, weshalb sie das unterschreiben und wenn ich als Antwort schreibe, dass das nur ein psychologisch-wissenschaftlicher Kniff ist, fallen da weniger Patienten drauf rein.

Hmmm. Grenzwertig. Ein bisschen habe ich schon ein schlechtes Gewissen...

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@Suboptimierer

das ist kein psych. Trick oder Kniff, das ist eine sinnvolle psychotherapeutische Intervention und *hereinfallen* soll der Patient darauf auch nicht. Er wird nicht getäuscht und hereingelegt. Er soll nur einfach versprechen, dass er sich in der Zeit der Therapie nicht suizidiert. Therapie und therapeutische Interventionen haben nichts mit Hereinlegen zu tun.

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@Dahika

Es kommt darauf an, aus welchem Blickwinkel man das betrachtet.

Es ist dann kein Trick, wenn man offen gestehen würde / könnte, dass die Unterschrift nur dem therapeutischen Zweck dienen soll.
Dann aber würde die Wirkung aussetzen.

Das wäre so, wie wenn man jemandem sagen würde, dass das soeben verabreichte Medikament ein Placebo ist.

Es hat schon etwas Manipulatives, Trickhaftes an sich (ohne Wertung).

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Dich kann man nicht mehr belangen, das ist wohl wahr, falls Du wirklich abtreten solltest. Aber vllt. überlebst ja den Versuch? Ggf. geht es auch um einen Haftungsausschluss für die Mitarbeiter vor Ort.

So ein Vertrag macht Sinn.

Schon deshalb, weil du gezielt darüber nachdenkst. Das ist auch Bestandteil der Therapie. 

Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute. 

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