Suizid/Freitod - Wo Hilfe finden bei Notsituationen?

Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels. - (Suizid, Notfall, Freitod)

4 Antworten

Hallo Schmeeetti,

tatsächlich fällt es einem in einer solchen Situation viel zu oft, viel zu schwer, Hilfe zu holen. Aber denke daran, dass nach Hilfe zu fragen kein Zeichen von Schwäche ist oder gar ein Fehler. Keine Hilfe zu holen wäre in dem Fall der Fehler.

Mach Dir eine Liste von Freunden/Familienmitgliedern, die Du in der Situation anrufen kannst. Eben die Leute, die Du nicht verletzen willst und die umgekehrt wollen, dass Du Dir nichts antust. Echte Freunde werden Verständnis zeigen. Sie werden keine Wunder vollbringen können, denn sie können Dir Dein Leben ja nicht abnehmen, aber sie werden Dir zeigen, warum es sich lohnt, zu leben und Dir das Gefühl geben, nicht egal zu sein. (Wer wiederholt kein Verständnis zeigt, ist wahrscheinlich auch kein echter Freund. Frag Dich, ob Du solche Menschen brauchst.)

Wenn Du Angst hast zu nerven, dann wähle den Nächsten in Deiner Liste oder rufe eine der Nummern an, die schon in den anderen Antworten genannt worden. Außerdem dürfte es das kleinere Übel sein von einer wichtigen Person genervt zu werden, als sie zu verlieren. Also sorge dafür, dass sie Dich nicht betrauern müssen.

Wenn keiner erreichbar ist oder Du in einer Phase bist, in der man einfach nicht mit irgendjemanden reden will, solltest Du Dich mit einer anderen Strategie davon abhalten, etwas zu tun, was Du bereust. Trag ein Bild Deiner Liebsten mit Dir herum. Aber bitte keines, dass Dich herunterzieht, sondern eines, das Dir sagt, dass Du es diesen Menschen nicht antun kannst, von ihnen zu gehen. Oder einen kleinen Glücksbringer, mit dem Du gute Erinnerungen verbindest. Auch ich hab so einen an meinem Schlüsselbund. Vielleicht hast Du noch eine andere Idee?!

Das vielleicht wichtigste, was Du im Hinterkopf haben solltest, wenn Du springen willst: Der beste Tag zum sterben ist morgen - nicht heute.

Verschieb dein Vorhaben einfach. Überlege Dir etwas, das Du unbedingt noch tun willst, bevor Du stirbst. Das können große Pläne sein oder auch vollkommen banale Sachen, die Dich glücklich machen. Eis essen, einen Film schauen - worauf immer Du Lust hast. Du sollst es dann nicht wirklich einen Tag später versuchen. Du sollst Dir nur die Möglichkeit geben noch etwas zu tun, was Dich glücklich macht, Dich auf andere Gedanken bringen und Dir so selbst das eben retten, anstatt es Dir zu nehmen.

Pass auf Dich auf ;)

P.S. Die Sache mit dem Komasaufen solltest Du Deinem Psychiater erzählen können. Wenn Du das Gefühl hast, es nicht zu können, suche Dir einen anderen. Deinem Psychiater solltest Du zu 100% vertrauen können, wenn Du willst, dass Dir wirklich geholfen wird.

Hey Schmeeetti,

es gibt einige Nummern, die 24/7 erreichbar sind und genau dafür existieren. Meine Vorposter haben auch schon etwas dazu geschrieben, ansonsten einfach mal "Kummernummer", "Telefonseelsorge", "Psychosozialer Notdienst" und solche Sachen googeln und du wirst auf Ergebnisse stoßen.

Du scheinst echt viel durchgemacht zu haben und es tut mir leid, dass du das Gefühl hast, so eine Last gewesen zu sein, dass du das jetzt durch deinen Job wieder ausgleichen willst/musst. Bist du zufrieden mit deinem Beruf? Hast du das Gefühl, dass du gut damit zurecht kommst? Vielleicht überfordert es dich, ständig mit Kranken zu arbeiten, könnte das sein?

Das Einzige was mir persönlich einfällt ist folgendes: Es scheint so, dass du viel Kontakt zu Psychiatern hattest - und das sind Ärzte. Hast du auch Psychotherapien und Selbsthilfegruppen ausprobiert? Vielleicht würde dir im Moment mehr helfen, verstanden zu werden, als eine Diagnose oder ein Medikament. Ärzte kümmern sich meist nur um deine Krankheit und nicht um dich als Mensch (Krankenschwestern tun glaube ich beides).

Wenn das Ganze eine rein biologische Fehlfunktion deines Gehirns ist, kann ich dir vielleicht nicht helfen. Aber fühl dich frei mir eine Email oder PN zu schreiben, wenn du reden möchtest (dafür Freundschaftsanfrage schicken) :) LG

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