Suizid in Finnland - Suche Hintergründe, Quellen etc. zum Thema

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In "Focus" gab es nach dem Möllemann-Tod 2003 ein Interview mit Prof. Ulrich Hegerl, der behauptet, die Finnen und die Ungarn hätten ähnliche genetische Wurzeln und damit könnte die höhere Suizidrate in diesen Staaten zusammenhängen.

Ich weiß nicht, ob es Veröffentlichungen von diesem Psychiater gibt und ob er seine These darin irgendwo aufgreift.

Ich persönlich verknüpfe "Finnland" und "Suizid" nicht miteinander, wohl Finnland und Natur - eher als zu Schweden oder Norwegen auch in trübem, dunklem Wetter, etwa wie eine traurige Romantik. Vorurteil, klar, ich weiß aber nicht, ob das mit meiner langjährigen Brieffreundschaft zu einer jungen Finnin zu tun hat. Sie hatte so eine Mischung aus Lebensfreud und Traurigkeit.

Suizid ist für mich die Sehnsucht, eine unerträgliche Lebenslage möge zu Ende gehen - zugleich das Problem, dass alle Menschen mit "tu das nicht" reagieren statt zu sagen "ja, das darfst du ... es gibt mehrere Möglichkeiten ...".

huch, bitte nicht missverstehen: mehrere Möglichkeiten bezieht sich nicht auf Selbstmordarten, sondern auf "unerträgliche Lebenslage beenden" ;)

An genetische Ursachen glaube ich nur sehr bedingt (vielleicht gibt es zu den Thesen des genannten Prof. auch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung). Ich denke eher, dass diese Theorie immer dann Aufwind bekommt, wenn man sie politisch und wirtschaftlich so braucht (Sozialkassen usw - andere Ursachen zu erkennen hieße, dass man mehr tun könnte und stärker in der Verantwortung wäre).

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@ereste

Vielen Dank! Die Beiträge waren fast alle hilfreich, aber du bist so schön auf Finnland eingegangen. :) Der Schlüssel zu allem ist wohl die Liebe zum Trübsal und der Melancholie.

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hallo ich habe einmal gehört das man in finnland am besten leben kann, also das dort die beste lebensqualität vorliegt Was ich von Suizid halte? als christ wäre suizid verboten, da man so gegen das gebot "Du sollst nicht töten" verstößt auf der anderen seite sollte jeder einen freien willen haben und wenn man z.B. sein ganzes leben fußball gespielt hat und fußball der lebensinhalt von einem menschen war und man plötzlich im rohlstuhl sitzt oder das bein sogar amputiert werden musste und diese person somit keinen lebenssinn mehr hat kann ich es sehr gut verstehen man hielft zwar sich selbst jedoch ist es sehr schwer für die familie zu verkraften

Ich selbst wohne neben einer Brücke (ich glaube die zweit größet spannbetonbrücke der welt) und dort sind schon einige menschen heruntergesprungen die meisten personen alleine jedoch gab es auch einen fall das eine frau mit ihrem kind runtergesprungen ist ein anderer sprang herunter überlebte es und sprang darauf hin nochmals herunter

einmal war ich leider "live" dabei als jemand von der brücke springen wollte und es waren wie stunden als ich in auf der brücke sah wir wollten natürlich gleich die polizei anrufen jedoch dan sprang er wir wussten nicht wer er war ob mann ob frau wie alt wir wussten nur das er jetzte sprang jedoch ging plötzlich sein fallschirm auf jedoch glaubte ich die ganze zeit das er selbstmordbegehen wolle und es war ein sehr dumofes trauriges gefühl zum glück suchte er nicht den tod sondern nur einen "adrenalin kick" schlussendlich kann ich jedoch nur sagen das man vorher mit einem psychologen kontakt aufnehmen sollte und mit freunden darüber sprechen jedoch wenn er sich umbringen will dan kann man das überhaupt nicht verhindern

Wow. Im gesamten Absatz ist kein einziger Punkt! ;)

Vielen Dank aber für deinen Beitrag!

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quelle: yahoo-clever:

Die Finnen sind wie alle nordischen Völker ein sog. "Moll-Volk". Sie lieben die Melancholie, es ist nationales Eigentum, sich in der schweren Seele zu baden. Wir verwechseln das oft mit Depression, aber die Finnen kultivieren ihre Melancholie, haben den Tango zum Nationaltanz gemacht, aber es ist ein Stehtango, ohne das Heißblütige. Das alleine erklärt aber die (ich nehme mal an, dass die Aussage so stimmt) hohe Selbstmordrate nicht. Die Finnen fühlen sich nicht zu Skandinavien gehörig, und es sind auch ethnisch keine, ich glaube, nicht mal geographisch sind sie es, obwohl jeder von uns das glaubt. Meine Freundin ist Finnin und sie hat mal gesagt: "Macht Euch doch nichts vor. Finnland ist für die Europäer unbekannter als Albanien," Wahrscheinlich hat sie sogar recht. Bis vor zwei Jahre hab ich gedacht, Nokia sei eine japanische Firma und nicht der Name einer Stadt in Finnland. Finnland ist von Sprache, Kultur und Landschaft her nicht europäisch. Die führende Nation in der Telekommunikation schweigt lieber. Pro Woche ein Satz ist genug. :-). Wenn Mika Häkkinen in einem Werbespot "Mama" sagt, dann war das wahrscheinlich schon der Wochenvorrat. Dabei ist die Sprache schön, sie haben die Vokalharmonie - sowas kennen wir gar nicht, aber sie haben auf alle Artikel verzichtet. Sie sind überflüssig, weil sie sich immer aus dem Zusammenhang ergeben. So pflegen sie ihre Merkwürdigkeiten und bestehen auf der Isolation. Feige sind sie nicht, erst recht nicht vor dem Leben, mir scheint eher, dass sie lange vor Sartre und Camus den Existentialismus erfunden haben, und das ist nun mal eine Selbstmordphilosophie. Sie verstecken sich gerne und leben in der Welt der Trolle und genießen es, unbekannt zu sein. Sie sind wahrscheinlich das merkwürdigste Volk der Erde und wahrscheinlich Außerirdische. :-). Kaurismäki hat als Kult-Regisseur die Sozialromantik salonfähig gemacht. Verrostete Wellblechhäuser gibt es nur in den Filmen. Finnland ist sauber und modern. Allein die wirtschaftliche Power, die sie mit 5 Mio. Einwohner darstellen, das ist schon gigantisch. Aber die meisten Firmen kennt man gar nicht. Und Alkohol ist sicher das Hauptproblem, wenn man sich isoliert. Die saufen mehr als alle anderen Nationen. Alkohol ist vielleicht das Depressivum, nicht die Kälte oder das fehlende Licht - das haben die Norweger und Schweden auch zu bieten.

danke! den text kenn ich allerdings schon und er ist leider auch nicht wissenschaftlich. aber trotzdem danke.

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