Suizid Gedanken aber keine Pläne?

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6 Antworten

Warum du diese Phantasien hast:

Vlt geben dir diese Phantasien Erleichterung, weil du noch keine erträgliche Zukunftsperspektive siehst.

Vlt willst du etwas vermeiden, das dir Angst macht oder dir unangenehm ist.

Vlt willst du Abschied nehmen von deinem alten Ich und eigentlich jemand ganz anderes werden.

Vlt suchst du die Nähe zu den Menschen, die du dir dabei vorstellst.

Vlt fühlst du dich nicht geliebt oder nicht recht, wie du bist.

Vlt fühlst du dich überfordert und willst, dass andere dich einfach wahrnehmen und so annehmen, wie du bist.

Manche Phantasien, Gedankengänge, Befürchtungen, Wünsche wiederholen sich immer wieder. Einerseits bedrängt das, andererseits hat es ja auch eine Art Gewinn: Gefühle der Befreiung oder das Gefühl, nicht allein zu sein oder ähnliches.

Manchmal wird es dann auch zu einem Zwangsgedanken, weil dann im Gehirn Bahnen für bestimmte Denkabläufe gelegt werden. Und je öfter man diese Denkabläufe schon vollzogen hat, desto breiter werden die Bahnen und alle späteren Gedankengänge rutschen dann ziemlich schnell wieder auf diese breit angelegte Spur.

Von Antidepressiva würde ich dir auch abraten, da die nur die Symptome behandeln, aber gar nicht an die Ursachen rangehen.

Auch die Depression selbst ist ja nur ein Symptom, nicht die Krankheit oder Ursache selber.

Hinter Depressionen kann ein Entwicklungstrauma liegen. Das heißt z.B. dass die Beziehung zu deinen Eltern nicht so war, dass sie dich gleichwürdig behandelt haben oder du ihnen rückhaltlos hättest vertrauen können. Wenn du dich nicht als du selbst von deinen Eltern wahrgenommen gefühlt hast, und wenn sie dich nicht bedingungslos angenommen haben.

Emotionaler Missbrauch oder Emotionale Vernachlässigung sind auch Themen, wenn Eltern überfordert sind, weil sie sich nicht genug in dich einfühlen konnten oder zu wenig Interesse an deiner Person hatten.

Alles Gute für deine Therapie, sprich am besten alles, was dich beschäftigt, dort an, auch mit den Mitpatienten kann man viel offener reden als wo anders.

GoNewLife 18.06.2017, 17:45

Das Problem ist: die Therapie dauert 8 Wochen und man hat nur ein mal pro Woche ein Gespräch mit einer Psychologin. Der Rest ist Ergotherapie, akupunktur, Sport, Körper Wahrnehmung usw

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anonymos987654 18.06.2017, 18:10
@GoNewLife

Acht Wochen ist wirklich kurz. Diese acht Wochen sind meist nur ein Anfang. Und die Arbeit mit dem Körper ist auch wichtig, selbst wenn man das nicht so schnell merkt.

Im Anschluss an die acht Wochen wird dir sicher eine ambulante Therapie empfohlen werden. Da kann man pro Woche ein- bis zweimal Gesprächstermine haben.

Auf jeden Fall lass dir Zeit, erfahrungsgemäß braucht die Heilung ebenso lange wie schon dein Leiden dauert. Es wird immer kleine Fortschritte und Besserungen geben. Aber wenn du dranbleibst, schaffst du das.

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GoNewLife 18.06.2017, 18:36

Danke!

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Anti-Depressiva ist ein zweischneidiges Schwert und an sich bin ich im Grossen und Ganzen auch dagegen,da sämtliche Medikamente nur an den Symptomen rumdoktoren, aber nicht an  den Ursachen.

Allerdings gibt es Situationen,in denen Betroffene erstmal Anti-Depressiva brauchen,um überhaupt therapiefähig zu werden.

Dein Therapeut sollte dies abschätzen für Dich. Allerdings ist es dazu wirklich wichtig,dass Du ihm Deine Gedanken und Gefühle auch mitteilst-nur so kann er die richtige Entscheidung treffen und sie dir dann auch sagen- und keine Angst, ohne Deine maßgebliche Mitarbeit und Einwilligung kann er dann auch nichts tun.

Alles Gute Dir!

Erzähle es deinem Therapeuten ! Etwas anderes kann ich dir nicht raten. Eim guter Therapeut sucht mit dir die Ursachen deiner Depression und kann dir Wege raus zeigen aber du solltest dich ihm/ihr dazu öffnen. Ein Therapeut kann nur helfen wenn man sich helfen lässt.

Das mit  den Antidepressiva ist Blödsinn .... okay bis auf dass du ein paar Pfunde mehr bekommen kannst! Aber na und, die bekommst du später auch wieder runter.... bzw was nützt es dir wenn deine Depressionen schlimmer werden und du dabei hops gehst. Da dürfte dass dein kleinstes Problem sein!

GoNewLife 18.06.2017, 13:47

Ich bin aber am abnehmen da ich stark übergewichtig bin sowieso

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Scheiß doch auf die blöden NebenWirkungen wenn es dir durch Medikamente erheblich besser gehen kann.

Depressionen erzeugen auch schon von ganz allein ein Verlust der Libido.

Red ernsthaft mit deinem Therapeuten.

Gegen diese Phantasie ist aber nix auszusetzen.  Die hab ich auch oft. Aber das treibt mich noch lange nicht in den suizid.... ich denke jeder mensch beschäftigt sich irgendwann mit dem Thema was wäre wenn ich jetzt so einfach gehe.

Solche Gedankengänge haben verschiedene Ursachen. 

Entweder man hat eine negative Grundeinstellung zu sich selbst, die nur du gelöst bekommen musst, Hilfe gibt es von professionellen Therapeuten

Oder du eine einflussreiche Kindheit gehabt haben musst, die sich unbewusst nun auf dich auswirkt.

Beiseitigen lässt sich dies, wenn man die Ausgangssituation gefunden hat und man dagegen angeht.

Meist helfen psychometrische Tests oder gar projektive Testverfahren

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