Schreibe meine Abschlussarbeit über Suizid. Deshalb wollte ich euch mal darum bitten zu beschreiben wie ihr den Freitod seht, ist es eigennützig, egoistisch?

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6 Antworten

Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organisation) geht davon aus, dass jeder Suizidtote 5-7 Angehörige hinterlässt, d.h. jährlich sind in Deutschland etwa 60 – 80 000 Menschen direkt von dieser Todesart betroffen. Unberücksichtigt bleiben dabei Personen mit mehr Distanz zum Verstorbenen, wie z.B. Schulklassen, Arbeitskollegen, Vereinsfreunde, Nachbarn und andere Gruppen. Auch sie sind fassungslos, hilflos und trauern. Wir schätzen, dass bei einem Suizid etwa 20 weitere Personen aus dem nahen Umfeld tief berührt sind und persönliche Krisen durchleben. Bei der (geschätzten) Zahl von 60 – 80 000 Suizidbetroffenen jährlich ist zu berücksichtigen, dass sich diese Zahl nur auf EIN Jahr bezieht. Die Trauer nach der Selbsttötung eines nahe stehenden Menschen ist aber oft über viele Jahre hinweg ein lebensbestimmendes Thema. Es kann davon ausgegangen werden, dass mehrere hunderttausend Menschen in Deutschland die Trauer nach einem Suizid aktuell beschäftigt. Ein Suizid ist die endgültigste Form, eine Bindung abzubrechen und sich allen weiteren Verpflichtungen, Verantwortung und Bedürfnissen zu entziehen. Der Schock bei den Hinterbliebenen tritt sofort ein und dauert unterschiedlich lange, von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Seine schützende Funktion hilft, den Schrecken so lange zu verdrängen, bis äußerlich und innerlich Bedingungen geschaffen sind, die ein Bewusstwerden des Verlustes ermöglichen. Es geht nicht darum, dass die Hinterbliebenen einverstanden mit einem Suizid sind, wichtig ist, ob sie es ertragen können, dass ein vertrauter Mensch einverstanden mit dem eigenen Tod war und ihn dem Weiterleben vorgezogen hat. Eine der verwirrensten Aspekte an Schuld ist die Beobachtung, dass sich Menschen, die ein Verbrechen begangen haben, nur selten schuldig fühlen. Doch bei Menschen, die ein Unrecht erlitten haben, sind Schuldgefühle beinahe etwas Normales. Schuldgefühle bilden sich stark und lang anhaltend bei Menschen, die sich als ganz und gar ausgeliefert und ohnmächtig erlebt haben. Diese Menschen, die keinerlei Schuld auf sich geladen haben, sondern zum Opfer wurden, an dem Andere sich schuldig gemacht haben, zermartern sich das Hirn bei der Suche nach Gründen, warum ausgerechnet ihnen so etwas Schreckliches zugestoßen ist. Das Bewusstsein, völlig ausgeliefert zu sein und keinerlei Einfluss auf eine Situation zu haben, lässt uns den Verstand verlieren. Wer sich für den Tod entscheidet, sieht keine Chance mehr für eine Besserung des momentanen Unglücks!

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Ich denke, jeder Mensch sollte über sein Leben selbst entscheiden dürfen. Ebenso wann und auf welche Weise er stirbt. Natürlich ist es irgendwo eine egoistische Tat, aber ein Mensch, der den Suizid/Freitod wählt oder als einzige Option sieht, sollte doch auch erstmal an sich denken, denn schließlich ist es ja SEIN Leben, um das es da geht.
Wenn ich kein Sinn im Leben sehe oder sogar leben als Qual empfinde, wäre es nicht eher unfair, mich zu zwingen zu leben, wäre das nicht egoistisch?
Andererseits weiß ich natürlich nicht, wie ich in so einer Situation als Angehöriger/Freund des Opfers reagieren würde.
Für viele ist der Suizid vielleicht zu unbegreiflich, unverständlich, weil es in dem Fall eben keinen Schuldigen im üblichen Sinne gibt. Das Opfer ist ebenso Mörder. Man sucht irgendjemand, der schuldig ist und stempelt den Toten als egoistisch ab.
Vielleicht sind meine Gedankengänge jetzt auch schon viel zu verworren..:)
Viel Glück noch

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Ich mein ich kann es nicht ganz nachvollziehen wie man sich selbst das Leben nehmen kann , aber einer Seits tuen mir solch Menschen auch schon Leid .

Ich mein irgendwas muss einen ja dazu getriebene haben solch Entscheidung zu treffen , also muss ja auch irg eas gehörig schief gelaufen sein im Leben ^^

Was natürlich nicht unbedingt selbst an der Person gelegen haben muss .. was weiß ich aus was für Gründen .

Anderer Seits die Eltern oder Freunde die einen Lieben , trauernd und schmerzlich auf sowas zurück blickend , zurück zu lassen ist egoistisch .. auch wenn man seinem eigenen Leben ein Ende setz ( was jeder für sich entscheiden soll ) nimmt man seinen Mitmenschen sicher auch viel aus deren Leben 😅

Etwas wirr .. aber vllt kannste was damit anfangen 😂

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Kommentar von depressedcat
12.04.2016, 21:12

Danke, wenn auch ziemlich unentschlossen und "chaotisch" glaube ich das ich damit etwas anfangen kann...

Jedoch wollte ich Nachfragen wie ihr dazu steht wenn diese Person sich ihrem Umfeld des öfteren anvertraut hat und ihr niemand geglaubt hat oder es allen egal war..:?

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Wie schon erwähnt ist es der freitod.. Demfall wird dieser als freie entscheidung durch die eigene freiheit ermöglicht oder vlt durch das man zu eingeschränkt in genau dieser Freiheit war sich durch diese tat frei fühlen wollte.. Verstehst du was ich meine?^^

Ich finde man sollte nie suizid begehen wenn es andere Wege aus einem Problem gibt auch wenn es ausichtslos erscheint und es einem schwer fällt positiv oder zumindest konkret Gedanken zu fassen..
Jedoch würde ich nicht konkret suizid als einen egositischen akt bezeichnen...

Hoffe konnte dir helfen
Lg
Ps: achtet nicht auf die Rechtschreibung ;P

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Ich bin der Meinung das ein Suizid (natürlich nicht gut ist) jedoch sehr wohl vertretbar sein kann. Jedoch finde ich das man erst versuchen sollte mit dem Umfeld darüber zu sprechen etc...

Hoff ich konnte dir helfen, LG

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Ich finde Suizid ist das Schlimmste, was man machen kann. Wenn man schon den Mut hat, das Leben zu nehmen, kann man ja auch etwas riskieren. Man hat ja schlussendlich nichts mehr zu verlieren als das eigene Leben(,das man sowieso nicht will). Suizid ist ein Zeichen für Feigheit Egoismus usw. Heute stirbt man und nach einpaar Jahren/Monaten denkt niemand mehr an diese Person. Doch wenn man wenigstens probiert (auch wenn man 1000 mal probiert), hat man etwas erreicht. Zeit ist vergänglich. Fazit: Nur ein Problem steht im Mittelpunkt und das Restliche, das Schöne und die Zukunft ist einem scheißegal. 

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Kommentar von depressedcat
12.04.2016, 21:02

Hey,

wieso bist du der Meinung das Suizid Zeuge von Feigheit ist?

mh naja, danke

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