Sündigt man, wenn man nicht auf die Bibel hört?

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12 Antworten

Hallo ArciticAnimull,

vielleicht ist vieles in der Bibel gar nicht so schwachsinnig, wie Du auf den ersten Blick glaubst. Die Bibel wird oft nicht richtig verstanden und so unterstellt man ihr allerhand, was sich bei genauerem Hinsehen doch als durchaus vernünftig und mit der Wahrheit in Übereinstimmung entpuppt.

Die Bibel ist zweifellos ein ganz besonderes Buch, das so gut belegt ist wie kaum ein anderes Buch des Altertums. Obwohl sie einen langen Überlebenskampf hinter sich hat (im Mittelalter war es z.B. unter Todesstrafe verboten, die Bibel zu lesen oder zu besitzen) ist sie heute das meist übersetzte und am weitesten verbreitete Buch. Die Bibel hat eine Auflage von 5 Milliarden erreicht und wurde bislang in über 2800 Sprachen übersetzt. Damit ist sie der Weltbestseller schlechthin, denn kein anderes je geschriebenes Buch hat auch nur annähernd eine solche Auflagenstärke erreicht. Spricht nicht allein das schon für ihre Glaubwürdigkeit?

Wie in einem Nachschlagewerk zu lesen ist, hat die Bibel auch einen enormen kulturellen Einfluss gehabt. Dort heißt es, sie habe "die westliche Kultur immens beeinflusst, nicht nur was Glaubenslehre und -ausübung betrifft, sondern auch was Kunst, Literatur, Gesetzgebung, Politik und zahllose weitere Gebiete angeht“ (The Oxford Encyclopedia of the Books of the Bible) . Wäre von einem Buch, das von Gott stammt, nicht zu erwarten, dass es eine solche enorme Verbreitung und einen solch gewaltigen Einfluss hat?

Was macht die Bibel denn noch zu etwas so Besonderem? Einer ihrer Schreiber, der Apostel Paulus, brachte es einmal auf den Punkt als er schrieb: "Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit,  damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk" (2. Timotheus 3:16,17). Was meinte der Apostel Paulus mit der Formulierung "von Gott inspiriert"? Die Bibel ist schließlich ein Werk, an dem insgesamt 40 menschliche Schreiber, die zu unterschiedlichen Zeiten lebten, beteiligt waren. Nun, Paulus gebrauchte hier das griechische Wort theópneustos, was soviel wie "gottgehaucht" bedeutet. Dieser griechische Ausdruck bringt zum Ausdruck, dass Gott der Urheber und Verfasser der Heiligen Schrift ist. Auch wenn Gott den Schreibern in den meisten Fällen nicht Wort für Wort diktierte und ihnen die Freiheit eigener Gedanken und eines eigenen Schreibstils einräumte, so ist das Ergebnis doch eindeutig göttlichen Einflusses zuzuschreiben. Dass dies keine leere Behauptung ist, zeigen einige Merkmale, die die göttliche Urheberschaft deutlich belegen.

Da ist zum Beispiel die Genauigkeit zu nennen, die die Bibel durchgehend auszeichnet, und die von einem Werk, das von Gott stammt, auch erwartet werden kann. Hier ein Beispiel: Für Leser der Bibel ist König David kein Unbekannter; sein Name kommt darin nämlich 1138mal vor. Bis vor etwa 20 Jahren gab es jedoch keinen außerbiblischen Beweis für die Existenz dieses Davids und manche mögen ihn für eine fiktive Gestalt gehalten haben. Doch im Jahre 1993 entdeckten Archäologen unter der Leitung von Professor Avraham Biran auf einem alten Schutthügel im nördlichen Teil Israels einen Basaltblock. Auf diesem Stein standen u.a. die Worte "Haus Davids" und "König von Israel". Diese Inschrift datiert aus dem 9. Jahrhundert v.Chr. und könnte ein Teil eines Siegesdenkmals der Aramäer gewesen sein. Über diesen Fund hieß es in der Zeitschrift Biblical Archaeology Review : "Zum ersten Mal wurde damit der Name David in einer außerbiblischen alten Inschrift gefunden".

Ein anderes Beispiel ist das der in der Bibel erwähnten Stadt Ninive. Viele Jahre zogen Bibelkritiker in Zweifel, dass diese Stadt je existiert hat. Doch im Jahre 1849 legte Sir Austen Henry Layard die Ruinen des Palastes des König Sanheribs frei. Später stellte sich dann heraus, dass dieser Palast zu der alten Stadt Ninive gehörte. Interessant ist auch ein Wandrelief dieses Palastes, auf dem die Inschrift zu lesen ist: "Sanherib, König der Welt, König von Assyrien, saß auf seinem Thron und musterte die Beute aus Lachis". Dies gibt den Bibelbericht der Einnahme der Stadt Lachisch durch König Sanherib wieder, wie er in 2. Könige 18:13,14 zu lesen ist. Über seine Entdeckung schrieb Layard: "Wer hätte es vor diesen Entdeckungen für wahrscheinlich oder möglich gehalten, unter dem Erd- und Schutthaufen an der Stelle Ninives die Geschichte des Krieges zwischen Hiskia [König von Juda] und Sanherib zu finden, die — niedergeschrieben zu ebenjener Zeit, da Sanherib ihn führte — den Bibelbericht sogar bis in alle Einzelheiten bestätigt?" (Sir Austen Henry Layard, Nineveh and Babylon, 1882, S.  51-2).

So gibt es noch viele weitere Belege, die die Wahrhaftigkeit und göttliche Urheberschaft der Bibel belegen. Wenn also die Bibel tatsächlich von Gott stammt, wäre es dann nicht vernünftig, sie besser kennenzulernen und auch danach zu leben?

LG Philipp

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Du sündigst nur, wenn du nicht die Gebote Gottes befolgst. Was Gebote sind und was nicht, ergibt sich aus dem Kontext (besser kann man das nicht beschreiben, da unterschiedliche Sichtweisen existieren).

Was du aber beachten mußt: Das Christentum basiert auf der Fehlbarkeit der Menschen, daher ist eine Sünde auch nicht automatisch ein "Ko-Kriterium". - Aber auch dazu gibt die Bibel nähere Auskünfte.

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Die eigentliche Sünde ist, zu denken man können ohne Gott leben. Zuerst einmal muss man verstehen dass man Gott nötig hat in seinem Leben. Dass Gott es mit dir gut meint.

Und ja, die Bibel ist verpflichtend für mich als Christ - aber man muss auch wissen warum die einzelnen Texte dort stehen, was der ursprüngliche Sinn dahinter ist. Das ist auch der Grund, warum vieles als "Schwachsinn" erscheint.

Seit ich regelmäßig in der Bibel lese, verstehe ich besser warum die Welt so ist wie sie ist. Ich lerne zu verstehen wie ich mein Leben gestalten soll, es verändert meinen Charakter zum Positiven. Ich lernen Gott besser kennen, verstehe seine Pläne für diese Welt, für jeden einzelnen Menschen.

Stell dir vor, deine Freundin / dein Freund würde dir ihr / sein Tagebuch zu lesen geben. Mit der Begründung "Lies es, damit du mich besser verstehst". So ungefähr ist es auch mit der Bibel!

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Wenn du streng gläubig bist musst du dich schon an alles halten, was da drin steht. Auch wenn vieles Auslegungssache ist. Wenn du hingegen nicht so streng gläubig bist, dann kannst du es locker sehen.

Die erste Frage, die du dir stellen solltest ist also, wie gläubig du bist!

Wenn du noch nicht erwachsen bist, wirst du wahrscheinlich keine Wahl gehabt haben. Denn Glaube ist oft Erziehung und wird von den Eltern übernommen.

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Kommentar von 666Phoenix
26.10.2016, 17:05

"streng gläubig" oder doch nicht so sehr???

Kamerad, im Endeffekt gilt: "ein bisschen schwanger" geht nicht!

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Gott verlangt nicht das wir die Bibel auswendig lernen, er möchte nur das wir seine Gebote halten und an IHN und JESUS glauben als das was er war, also sein Sohn, Erlöser....Das gibt uns das ewige Leben, sonst nicht. Klar ist die Bibel voll mit ersmal unverständlichen Texten aber mit der Zeit weiss man wie es gemeint ist, was bestimmte Worte bedeuten (Gleichnisse) Ich lese die schon lange und ich lerne immer mehr daraus. Ich find die Bibel sehr intressant, sie ist ja von Gott und nicht einfach ein Roman oder sonstwas :) Lese und du wirst Gott lieben :)

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Ich habe die Bibel schon mehrfach gelesen und habe keinen "Schwachsinn" darin gefunden...

Die Bibel sagt folgendes über sich und den Umgang mit ihr: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet" (2. Timotheus 3,16-17).

Wie vorbildlich mit der Bibel umzugehen ist, zeigten die Beröer: "Diese aber waren edler gesinnt als die in Thessalonich und nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf; und sie forschten täglich in der Schrift, ob es sich so verhalte" (Apostelgeschichte 17,11).

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Wenn Moslems mit Kopftuch und Koran in westlichen Ländern ihre Religion praktizieren dürfen, dann auch garantiert Christen, indem Fall natürlich ihre Religion "kündigen". :)

#Religionsfreiheit

PS: Du hast Recht, die Bibel ist ungefähr seit 300 Jahren veraltet :)

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Kommentar von ArcticAnimull
25.10.2016, 21:05

Aber ist das im Prinzip eine Sünde? Ich bin zwar selber nicht gläubig, würde mich aber interessieren.

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Kommentar von KaeteK
25.10.2016, 21:07

PS: Du hast Recht, die Bibel ist ungefähr seit 300 Jahren veraltet :)

Und das sagt wer?

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Kommentar von 666Phoenix
26.10.2016, 17:09

locuthus

Wenn Moslems mit Kopftuch und Koran in westlichen Ländern ihre Religion praktizieren dürfen, dann auch garantiert Christen, indem Fall natürlich ihre Religion "kündigen". :)

#Religionsfreiheit

Was soll das denn für eine "Weisheit" sein!

Muslimische Kopftücher müssen dazu herhalten, Sinn und Unsinn, Schwachheit oder Stärke des christlichen Glaubens "in westlichen Ländern" zu erklären! 

Das solltest Du mal näher darlegen! 

Aber bitte so, dass man das als Normaldenker auch versteht und nachvollziehen kann!

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Wenn du dir die 10 Gebote im Alten Testament und alle Lehren Jesu Christi im Neuen Testament gründlich durchliest und ernsthaft darüber betest und meditierst, wirst du feststellen, dass es hier um alles andere als "Schwachsinn" geht!

Ja, es ist Sünde, wenn wir als Christen gegen die Gebote verstoßen! Doch dank des Sühnopfers Jesu Christi erhalten wir durch Reue und Umkehr auch die Vergebung der Sünden!

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Hallo  ArcticAnimull,

woher  hast  du  die  sichere  Gewiißheit,  dass  "verdammt  viel  Schwechsinn"  drin  steht?  Hast  du  etwas  die  Bibel  durchgelesen?

Selbst  wenn  du  das  hast,  wie  kannst  du  ein  Urteil  abgeben?

Um  nun  deine  Frage  zu  beantworten:  Ja,  die  Bibel  ist  verpflichtend  für  einen  Christen.  Wenn  man  nicht  auf  das  Wort  Gottes  hört,  dann  wird  man  automatisch  sündigen.

Grüße

Alfred

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Kommentar von ArcticAnimull
26.10.2016, 12:55

Ich kann mein Urteil drüber abgeben, in dem ich einen Kommentar schreibe. Spaß bei Seite, die ganzen sexistischen bzw. diskriminierenden Sachen sind der Schwachsinn. Und nein, ich habe die Bibel nicht nicht komplett gelesen, nur einzelne Passagen. Trotzdem kann ich meine Meinung dazu abgeben.

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Wie oft hast du sie denn schon von vorne bis hinten durchgelesen, damit meine ich das NT und AT?

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Wenn Du Christ sein willst und der Bibel nicht folgst, bist Du kein Christ!

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Schwachsinn steht da nur drin für diejenigen, die es nicht verstehen. 

Man muss viele Dinge in die heutige Zeit umformulieren. Halte Dich an die 10 Gebote und wenn alle das tun, gibt es keine Kriege mehr, keine Verbrechen und keinen Hunger. 

Schwachsinn ist es also keineswegs.

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Kommentar von Locuthos
25.10.2016, 21:14

Klar, solche Grundsatz-Werte sind natürlich keineswegs Schwachsinn. Anders sieht's dann aber bei Dingen aus wie "Und der gelähmte Mann stand auf und ging" oder "Und Moses teilte das Meer".

Klar. Natürlich. So sieht's aus. Ganz bestimmt. -.-

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