Sudetenkrise, was war da genau?

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2 Antworten

Im Grenzgebiet von Böhmen und Mähren lebten Deutsche, die im zwar eine Minderheit in der Tschechoslowakei darstellten, aber in den Grenzregionen eine Mehrheit darstellten.

Nach der Machtergreifung Hitlers wuchs der EInfluss der SdP, die nationalistisch war und die nach und nach bürgerkriegsähnliche Zustände herbeiführte, schlimmer noch als die SA in der Weimarer Republik.

Zwar hatten die Deutschen in Böhmen und Mähren gegenüber den Tschechen gewisse Nachteile, die wurden und werden heute noch gerne aufgebauscht - tatsächlich hatte der Deutsche in der Tschechoslowakei 1938 mehr Rechte als im Reich, wo die Nazis herrschten.

Mit Appeasement meinte man, Hitler zufríeden zu stellen, trotzdem dass er mit Gewalt drohte und in mein Kampf seine Fernziele klar machte. Die Tschechoslowakei war so unverteidigbar geworden und wurde im März 1939 bestzt - die Ausrüstung ihrer Armee wie die tschechische Rüstungsindustrie waren dann eine wertvolle Beute.

So war das Appeasement ein Eigentor, genauso wie heute die Blindheit gegenüber den Gefahren der Islamisierung Europas.

Hier kannst Du mehr nachlesen, evtl. Folgefragen stellen: http://geschichte-forum.forums.ag/t55-das-munchner-abkommen-oder-diktat-ohne-uns-uber-uns-edvard-benes-sieg-hitlers-salamitaktik-fiasko-des-appeasements

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Seit dem "Anschluss" Österreichs im März 1938 grenzte fast die gesamte Tschechoslowakei an das Deutsche Reich. Für Adolf Hitlers Absichten der territorialen Expansion und der deutschen Vorherrschaft in Ostmitteleuropa war es von zentraler Bedeutung, die Tschechoslowakei unter deutsche Kontrolle zu bringen.

Die ständigen Nationalitätenkonflikte, die sich innerhalb der Tschechoslowakei aus der Benachteiligung der rund drei Millionen Sudetendeutschen seit der Staatsgründung am 28. Oktober 1918 ergaben, nutzte er für seine Pläne geschickt aus.

Im Münchner Abkommen wurde die Abtretung des Sudetengebiets an das Deutsche Reich festgelegt. Die deutsche Besetzung sollte vom 1. bis zum 10. Oktober stattfinden, die Grenzen waren noch nicht genau festgelegt. Im Gegenzug garantierten England (Appeasement- Politik) und Frankreich den Bestand des tschechoslowakischen Reststaats.

LG Julian

Quelle: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime/aussenpolitik/muenchner-abkommen-1938.html

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Kommentar von ComteCagliostro
09.06.2016, 23:43

Knapp und gut zusammengefasst, ich würde jedoch zusätzlich die Rolle Konrad Henleins hervorheben, Vorsitzender der Sudetendeutschen Partei, die sich vor dem Anschluss bereits eng an die NSDAP anschmiegte.

Seine Partei stellte eine 8-Punkte Plan auf, der so von den Tschechen nicht akzeptiert wurde. Die Tschechen reagierten mit der Mobilmachung. Henlein fluh in der Folge nach Deutschland und stellte dort mit Unterstützung der NSDAP ein sudetendeutsches Freikorps zusammen, welches dann u.a. Eger besetzte. Dadurch spitzte sich die Krise derart zu, das eine Lösung geschaffen werden musste, was dann im Münchner Abkommen gipfelte. Die Appeasement-Politik spielte eine Rolle, da man glaubte, wenn man den deutschen Forderungen nachgibt, damit einen europäischen Krieg verhindern zu können.

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