Suchtkrank / Sperrfrist Arbeitslosengeld

11 Antworten

Er wird die Sperre auf jeden Fall bekommen. Die Ehefrau sollte sich ihrerseits beim Amt melden und sich beraten lassen. Für eventuelle Kinder kann sie Unterhaltsvorschuss beantragen.

WEnn der Arbeitgeber kündigt, sofort beim Arbeitsamt melden. Das urteilt nicht moralisch, also bekommt er vom ersten Tag an ALG 1. Die Ehefrau bekommt dann natürlich weniger Unterhalt, weil der Unterhalt ja an das Einkommen gebunden ist. Wenn ihr das Geld nicht reicht, kann sie ALG 2 beantragen oder sich, falls sie bisher nicht arbeitet, eine Arbeit suchen. Das wird ihr bei ALG2 sowieso passieren.

Wenn einer nicht will, kannst du ihn nicht verändern - und einen Suchti zu heilen, ist besonders schwer, weil wir meist uns über die Sucht empören, anstatt auf die Suche, die hinter der Sucht steht, einzugehen!

  1. Man muss wissen, das eine Suchterkrankung auch eine Schwerbehinderung ist. Dem Betroffenen würde ich empfehlen, sofort einen Antrag beim zuständigen Amt zu stellen. Dann wird es mit der Kündigung für den Arbeitgeber schon mal schwieriger, da er die Kündigung beim Integrationsamt beantragen muss. Der besondere Kündigungsschutz für Schwerbehinderte greift schon ab Antragstellung.
  2. Grundsätzlich ist dem Betroffenem ein Entzug mit anschließender Therapie zu empfehlen, da eine aktive Mitarbeit bei der Bekämpfung der Krankheit (Gesunderhaltung) erwartet wird.
  3. Ist der Arbeitgeber mit seiner Kündigung erfolgreich, ist mit einer Sperre zu rechnen, da der Arbeitsplatz vorsätzlich verloren wurde (SGB III).
  4. Den Unterhaltsberechtigten Personen bleibt dann wohl nur noch Hartz IV.

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