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3 Antworten

Es geht um Lichtraub durch einen direkten Anbau von Reihenhäusern an
mein Reihenhaus (bisher Reihenendhaus). Die Nachbarn bauen direkt, ohne Abstand, an, jedoch mit einem kompletten Meter Vorsprung unmittelbar vormeinem Wohnzimmer.

Du kannst gerne gegen die Baugenehmigung klagen. Du solltest aber wissern, dass das Klagerisiko hoch und die Prozessaussichten vermutlich nicht optimal sind; das aber soll dir bitte dein Anwalt (und vorher m.E. ein örtlicher Architekt) auseinandersetzen. Eine RSV gibt es im Bauwesen in D nicht.

Warum habe ich als Hauseigentümer weniger Recht auf Licht als ein Mieter?

Die Frage ist berechtigt, aber letztlich mit dem schlichten Wörtchen "weil" zu beantworten. Eigentümer haben in D keine politische Lobby, weil sie zahlenmäßig zu wenige sind, und man mit Mietrechtsverschärfungen viel mehr Bürger aka Betroffene erreicht (was sich dann wieder in politischen Mandaten auszahlt). Das ist schlicht die Realität.

Mieter können nach mehreren Gerichtsurteilen Mietminderung wegen Verschattung geltend machen.

Korrekt. Und in deinem Fall würde das bedeuten, wäre die Wohnung von dir vermietet, bliebest du auch noch auf derr Mietminderung sitzen - denn im Gegensatz zum Mieter hat der Gesetzgeber den Vermieter mit der Inanspruchnahme eines Verursachers fast völlig außer Acht gelassen. Das fällt diesbezüglich unter wirtschaftliches Risiko.

Der von mir befragte Rechtsanwalt sagte, Rechte,die Mietern zustehen, würden für Haus- oder Wohnungseigentümer nicht gelten!

Die Antwort ist sachlich und fachlich korrekt. Du hättest hier der Bebauung nur durch Sicherung eines Vorkaufsrechtes respektive Eigenerwerb vorbeugen können. Die Klage kannst du dir vermutlich sparen, sofern die Baugenehmigung nicht grob rechtsfehlerhaft erfolgt ist.

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Gegen wen möchtest du denn klagen?

Willst du die Sonne verklagen, dass sie bitteschön anders scheinen soll? :-)

Weißt du, in Siedlungen ist es halt schon mal so, dass man vielleicht einige Jahre lang am Ende einer Hausreihe wohnt und schicke freie Aussicht und so hat. Wenn dann weiter bebaut wird, ist es oft Essig damit. Ist unschön, ist Pech. Ist aber halt so, kann man nix machen.

Anwälte da einzuschalten, bringt gar nichts, das verursacht nur Kosten und die ganze Sache würde dich im Laufe der Zeit bloß fertig machen. Akzeptiere lieber die neue Situation und freunde dich damit an. Vielleicht ziehen in die neuen Häuser ja nette Lete ein, mit denen du dich anfreunden kannst. Oder so.

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Davor schützt sich ein Reihenendhausbesitzer, indem er Grundstück am Ende des Hause kauft, sonst kann er sich nicht beschweren, jetzt wird Deine Hütte abgewertet und Du kannst nichts dagegen tun, auch ein toller Anwalt nicht

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Kommentar von Loreley30
15.04.2016, 16:27

Wenn GoldBambus ein Reihenendhaus hätte, hätte er auch ca. 3m Abstand zur Grenze. Ich denke, sein Haus ist das letzte oder erste in einer Reihe, die nicht zu Ende gebaut wurde.

Vor dem Kauf seines Hauses oder Grundstücks zum Selbstbebauen hat er sich informiert (sollte er zumindest). Wenn die Grenzwand Süden ist, dann ist sein Wohnzimmer nach Osten? Auch das hat er vor dem Kauf gewusst bzw wissen können.

Ich stimme Ettchen zu, er hat eine Weile lang Glück gehabt.

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