Suche Professionelle Antwort, zum Thema Gewerbe/Einzelunternehmen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich rate dringend ein Gründerseminar ( z.B. bei der IHK) zu besuchen. Die Menge an Fehlinformationen, die in diesen wenigen Zeilen enthalten sind, zeigen auf, dass du dich im Steuerrecht absolut nicht auskennst. Es ist auch nicht Sinn dieser Seite hier eine Gründungsberatung durchzuführen, deshalb nur ein paar Anmerkungen.

- Umsatzsteuer fällt an, wenn du umsatzsteuerpflichtige Leistungen erbringst. Bis zu einem Umsatz von 17.500 € kann die Kleinunternehmerregelung angewendet werden.
- Einkommensteuer fällt ab dem 1. Euro Gewinn an. Da du hauptberuflich abhängig beschäftigt bist, ist die Abgabe einer Einkommensteuererklärung samt Gewinnermittlung verpflichtend.
- Die Frage der Krankenversicherung richtet sich danach, ob du im Sinne der KV als hauptberuflicher Arbeitnehmer oder als hauptberuflich Selbständig einzuordnen bist. Dies richtet sich u.a. nach dem zeitlichen Aufwand und dem Gewinn der selbständigen Tätigkeit. Hier solltest du direkt bei der Krankenkasse nachfragen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wurzlsepp668
28.02.2017, 18:50

einzig korrekte Antwort .....

1
Kommentar von Givemoneyeu
28.02.2017, 19:11

Danke für deine Anmerkungen. Werde mich richtig beraten lassen. Evtl auch kurse machen.

0
Kommentar von Steuerbaer
28.02.2017, 19:15

Das finde ich vernünftig. Uch wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei dem Vorhaben ;)

0

Das Gewerbe bringt mir im Monat ca 500-800€ (Variable).

Das ist dein Gewinn, den du ermittelt und gemittelt hast nach Abzug der Kosten?

Wundert mich etwas, denn bis kurz vor Jahresende hab ich keine genaue Ahnung davon wie hoch mein Gewinn tatsächlich ist.

Dein Umsatz ist nämlich weder für die Sozialversicherung noch bei der Einkommensteuer relevant.

Muss ich mich Extra Versichern, obwohl ich Gesz. versichert bin?

  • Arbeitslosenversicherung --> Nein, Gewerbe sind niemals versicherungspflichtig
  • Rentenversicherung --> Wenn du unter eine der Berufsgruppen aus § 2 SGB VI fällst, besteht u.U. Rentenversicherungspflicht
  • Kranken- und Pflegeversicherung --> Wenn der Hauptjob zeitlich und finanziell den Mittelpunkt eines Erwerbslebens bildet, bist du versicherungspflichtig beschäftigt und nur nebenberuflich selbständig. Dann sind darauf keine Beiträge zu entrichten (§ 226 SGB V)
  • Unfallversicherung. --> Manche Gewerbetreibende sind Kraft Gesetzes oder Kraft Satzung verpflichtet sind in der Berufsgenossenschaft gegen Unfälle abzusichern (§§ 1 ff SGB VII).
  • Ich rate dir für dein Gewerbe eine Betriebshaftpflicht abzuschließen, denn Schäden die ggf. Kunden oder anderen im Rahmen deiner Betriebsausübung entstehen sind nicht über die private Haftpflichtversicherung gedeckt.

Soweit ich informiert bin fallen nur 19% Umsatzsteuer bis 17.500€ an, mehr aber auch nicht. Danach kommen weitere Steuern zsm.

Ach du sch....

Du steuerst gerade auf eine Betriebsprüfung und mächtig Ärger mit dem Finanzamt zu.

Das passiert wenn man Umsatzsteuer und Einkommensteuer in einen Topf wirft. Gewerbesteuer erwähne ich gar nicht.

Was hast du denn in den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung geschrieben bezüglich Umsatz- und Gewinnschätzung?

Machst du von der Kleinunternehmerregelung gebrauch?

_______________________________________________________________

Tu dir selbst einen Gefallen und mach morgen einen Termin beim Steuerberater....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Givemoneyeu
28.02.2017, 21:30

Ja, das ist der Gewinn der Ca Erzielt wird.. Musste noch nichts weiter ausfüllen außer die beantragung. Werde mich mal weiter erkundigen und ein Steuerberater aufsuchen. Vielen dank.

1

Wenn du zwei verschiedene Einkunftsarten hast, musst du zwingend eine EStErklärung abgeben.

Selbstverständlich ist dann auch das Einkommen aus der selbständigen Tätigkeit steuerpflichtig.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wurzlsepp668
28.02.2017, 21:11

stimmt zwar, war aber nicht die Frage ...

1

Zuerst einmal müsste der steuerliche Status geklärt sein. Das heißt Kleinstunternehmer ohne Möglichkeit des Vorsteuerabzuges oder mit Vorsteuerabzug als nach oben (Umsatz) offenes Unternehmen. Je nachdem sind 19% der Einnahmen (MwSt)an das Finanzamt abzuführen. Sozialabgaben (Rente, Krankenkasse, Pflegeversicherung) sind vom Gesamteinkommen zu berechnen. Gleiches gilt für die Steuer. Es sind immer alle Einnahmen zu versteuern.  Hinzu kommen noch Unternehmenssteuern, im Wesentlichen die Gewerbesteuer.  Kammerbeiträge bitte nicht vergessen.  Das hört sich kompliziert an und ist es auch. Deshalb kann ich nur raten einen Steuerberater aufzusuchen der das alles in die Hand nimmt. Dessen Kosten sind wirklich sehr schnell amortisiert.  

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wurzlsepp668
28.02.2017, 18:50

Sozialabgaben sind vom Gesamteinkommen zu berechnen?

komisch, ich hab es schriftlich von meiner Krankenkasse, dass meine freiberufliche Tätigkeit KEINEN zusätzlichen Beitrag auslöst ......

2
Kommentar von kevin1905
28.02.2017, 21:00

Bitte §§ 14 - 16 SGB IV noch mal lesen und § 226 SGB V.

0

Hi Givemoneyeu,

Infos, Hinweise und Tipps findest du z.B. in klicktipps.de unter "Eigenes Gewerbe gründen"
bzw. in dem Link hier: www.klicktipps.de/gewerbe.php

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

betr. der versicherung: ich nehme an, du meinst die KV. Mach dich dort kundig, denn einmal gezahlte Beiträge werden -auch wenn sich heraus stellt, dass diese zu hoch waren- nicht zurück erstattet. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von kevin1905
28.02.2017, 20:58

Im Gründerjahr würde eine Erstattung/Nachzahlung vorgenommen.

Danach nicht mehr, das ist korrekt, dann sind die jeweiligen ESt-Bescheide Beitragsgrundlage bis zum jeweils nächsten.

Gilt hier aber nicht, da Versicherungspflicht in der GKV fortbesteht.

0

Was möchtest Du wissen?