Suche Organisation gegen Menschenrechtsverletzungen in der Psychiatrie

4 Antworten

Welche Art von Menschenrechtsverletzungen meinst Du denn? Meines wissens nach helfen Psychiater Menschen durchaus. Habe schon ein paar Menschen, die in der Psychiatrie waren/sind kennengelernt. Die empfanden den Gang zum Psychiater durchaus als hilfreich, weil sie unter ihrer "Störung", oder wie immer Du das nennen willst, gelitten haben. Oder ihre Umgebung, und nach einiger Zeit waren sie einsichtig und waren dann froh, dass mn Ihnen geholfen hatte, (z.B unkontrolliert Geld ausgegeben in einer manischen Phase o.ä.).

Welche Art von Menschenrechtsverletzungen meinst Du denn?

Habe schon ein paar Menschen kennengelernt, die in psychiatrischer Behandlung waren/sind. Die empfanden den Gang zum Psychiater/zur Psychiaterin durchaus als hilfreich, weil sie unter ihrer Eigenheit, oder wie immer Du das nennen willst, gelitten haben. Da war der Kontakt zur Psychiatrie entlastend.

Oder ihre Umgebung hat gelitten (weil sie in einer manischen Phase z.B. unkontrolliert Geld ausgegeben haben). Nach einiger Zeit wurden sie einsichtig und waren dann froh, dass man ihnen geholfen hatte. Manche Menschen leiden unter ihren Zwängen. Warum soll man ihnen nicht helfen? Oder wer soll die ganzen suchtkranken Menschen heilen? Einfach ihrem Schicksal überlassen? Wer entwickelt Methoden, diesen Menschen zu helfen?

Waren es nicht Psychiater wie Eric Berne und Siegmund Freud, die den Menschen hinter seiner Krankheit sahen, und so die gesamte Psychiatrie im letzten Jahrhundert aus ihrer dunklen Ecke geführt haben? Natürlich gibt es Behandlungsfehler, und oft sind schmerzvolle Phasen in einer Therapie nicht vermeidbar (z.B. die Entzugsschmerzen beim Heroinentzug, wo das Gehirn erst wieder lernen muss Endorphine gegen die Schmerzen zu produzieren). Auch psychische Veränderungsprozesse können schmerzvoll sein.

Also noch einmal die Frage: Was meinst Du, wenn Du von Menschenrechtsverletzungen schreibst?

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Ich bin nicht prinzipiell gegen Psychiatrie. Es gibt Umstände, in denen sie notwendig ist; wenn beispielweise jemand andere gefährdet, rechtfertigt dies, seine Freiheitsrechte zu beschneiden.

Ich will auch, dass Menschen Hilfe bekommen, die diese wollen und brauchen; und Hilfe kann da heißen, eingeschlossen werden. Für einen Drogenabhängigen kann es zentral sein, aus seinem altem Umfeld herauszukommen und die Möglichkeit des Drogenkonsums nicht zu haben.

Ich stimme auch zu, dass eine Therapie die dem Patienten gut tut und die er will dennoch viele unangenehme Aspekte haben wird, da sie zum Beispiel Konfrontation mit Verdrängtem bedeutet. Gegen all diese Dinge erhebe ich keinen Einwand.

Problematisch finde ich Freiheitsentzug (Zwangseinweisung, Fixieren) und Zwangsmedikation mit erheblichen Nebenwirkungen, wenn der Patient keine Gefahr für andere darstellt und dies nicht seinem Willen entspricht. Das er entmündigt wird, weil er andere Entscheidungen trifft oder Dinge anders sieht, die nur ihn betreffen, kann ich nicht akzeptieren.

Menschen aus meinem näherem Umfeld haben vereinzelt gute Erfahrungen in der Psychiatrie gemacht. Überwiegend kamen sie aber in schlimmerem Zustand hinaus als hinein.

Vor allem hatten sie wenig bis keine Möglichkeiten, gegen das Beschneiden ihrer Rechte vorzugehen. Das geht in die Richtung des oben Gesagten: Als Patient bist Du kaum fähig, Fehlverhalten anzuzeigen, und gleichzeitig den Ärzten komplett ausgeliefert. Nun ist es so, dass die meisten Psychiater die ich kenne Menschen helfen wollen. Schon den Anspruch, überhaupt für andere Menschen zu wissen was das Beste für sie ist, finde ich problematisch. Und auch wenn es Psychiater gibt, die Menschen unglaublich helfen, sie überhaupt wieder lebensfähig machen, und ich diese Menschen respektiere und schätze, ändert es nicht daran, dass die Lage, von diesem Wohlwollen vollkommen abhängig zu sein eine bedrohliche ist, in der es in der Vergangenheit auch schon zu vielen furchtbaren Situationen gekommen ist.

Fazit: Psychiatrie ist nicht per se schlecht - es gibt aber ein starkes Missbrauchspotential dadurch, dass die Ärzte soviel Macht über die Patienten haben, und diese sich dagegen sowenig zur Wehr setzen können, dass es hier notwendig ist, besonders zu gucken.

Ich habe zu diesem Thema bereits auf gute-frage.net geschrieben, würde euch also sonst noch darauf verweisen.

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Sonst würde ich noch gerne auf die Doku "Alltag in der Psychatrie" von arte verweisen. Findet sich auf youtube:http://www.youtube.com/watch?v=xd5b-ZP2QyQ

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Berufsbezeichnung (Bank)

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Klinik (Psychiatrie) gegen ärztlichen Rat verlassen?

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Über hilfreiche Antworten würde ich mich freuen.

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Für alle hilfreichen Antworten bin ich dankbar
Allen noch einen schönen Abend

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Hallo! Meine Mutter wurde auf Anweisung der Amtsärztin von der Polizei in Handschellen aus Ihrer Eigentumswohnung abgeführt. Die Polzei brachte meine Mutter in eine Psychatrische Klinik. Dort wurde Sie in eine geschlossen Klinik also Akutstation eingewiesen. Die Amtsärztin sagte, dass auf Grund des Zustandes unserer Wohnung meine Mutter eine Gefährdung für sich und für andere ist. Wir wollten die Wohnung spätestens im Frühjahr verkaufen und daher ist momentan alles abgebaut und in Kartons verpackt. Wir haben seit ca. 4 Jahren große Probleme in der Wohnung, Wassereintritt von außen, Schimmelbefall, tropfende Leitungen in der Hauswand. Die Hausgemeinschaft will von all dem nichts wissen. Meine Mutter wurde an diesem Tag um 9Uhr morgens von der Polizei in Handschellen abgeführt. Niemand wurde kontaktiert. Meine Mutter hätte einen Tag später auf Wintersaison fahren sollen. Der Chef hat uns kontaktiert und gefragt, wo meine Mutter bleibt. Da sind bereits vier Tage vergangen. Wir haben uns auf die Suche gemacht. Die Polzei hat uns dann Auskunft gegeben. Wir konnten Sie nicht rausbekommen. Ich wurde erst am Abend infortmiert, ich bin momentan im Ausland und hab sofort ein Ticket gebucht. Im Krankenhaus war die Stationsärztin nicht anwesend. Eine weitere Ärztin mit der ich geredet habe, hat gesagt, dass Sie normalerweise sehr entscheidungsfreudig ist, aber da es nicht Ihre Station ist kann Sie meine Mutter nicht entlassen. Am nächsten Tag hatte ich einen Termin bei der Stationsärztin, ich kam ins Besprechungszimmer und Sie sagte meine Mutter wird nun entlassen. Das war alles! Ich musste nichts sagen. Keine Erklärung. Es war fürchterlich meine Mutter den einen Tag zusehen, sie weinte und fragte warum Sie hier ist, sie hat niemanden was angetan. 5 Ärzte haben Sie ans Bett gefesselt und Ihr Spritzen gegeben, gegen Ihren Willen!!! Meine Mutter hatte keine psychische Probleme bzw war nie wegen irgendwas ähnlichem in Behandlung. Sie ist dann auch gleich in die Arbeit und Ihr geht es gut. Ich kann das aber nicht mehr vergessen. Es ist eine Frechheit. Ich verstehe nicht wie man das einen Menschen antun kann. Die Polizistin sagte zu mir, meine Mutter war laut und hat um sich geschlagen (jeder würde so reagieren, wenn man in der Wohnung abgeführt und eingewiesen wird) daher die Handschellen. Sie sagte auch als sie dann in der Klinik war, war Sie leider schon in den Händen der Ärzte. Es tat ihr so leid, weil sie fand auch dass sie nicht in eine geschlossen Anstalt hingehört. aber die ärzte haben so entschieden. Wohin kann ich mich wenden für weitere Auskunft. Die Polizei sagte, dass das KH gesagt hat, sie informieren die Angehörigen. Die Ärztin dort sagte, dass man von mir keine Nummer hatte und die Nummer meiner Tante falsch war. Meine Mutter hatte kein Handy, keine Wäsche nichts mit. Es ist ein Horror. Ich muss mir die ganze Zeit vorstellen, wie man Ihr das angetan hat. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Kann ich dagegen einen Einspruch machen? Was kann ich tun?

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