Suche Nachmieter für Wohnung aber Vermieter erhöht Miete auf inakzeptablen Preis. Muss ich mir das gefallen lassen?

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9 Antworten

Ich kann Deine Klage schon verstehen, jedoch ist das Recht auf Seiten des Vermieters.

Natürlich kann er im Zweifel sogar gegen das Gesetz verstoßen und die Miete sogar über die zulässigen 10 % höher als bisher ansetzen. Wer wird ihn hinhängen? Du nicht, weil Du keinen Einblick in den Mietvertrag bekommen wirst und wenn, dann allenfalls der Mieter. Wenn dieser aber im Gegensatz zu Dir der Meinung ist, dass die Miete in Ordnung ist, wird er brav die Miete bezahlen.

Ist es ein schlauer Schwabe, wird er den Mietvertrag erst einmal so unterschreiben und dann aber dem Vermieter mitteilen, dass die Miete zu hoch angesetzt ist und deswegen die Miete von sich aus reduzieren. Dazu müßte er aber wiederum wissen, wieviel die Wohnung zuvor gekostet hat.

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Grundsätzlich mal hast du einen Vertrag mit einer Kündigungsfrist. Diese läuft bis Ende Januar. Wenn du deinen Teil des Vertrages erfüllst, kann dir weiter gar nichts passieren.

Du versuchst, früher aus dem Vertrag rauszukommen. Dafür will der Vermieter letztlich Geld sehen. Das ist zwar nicht nett, aber sein gutes Recht.

Die Mietzahlung verweigern darfst du nicht, denn du musst deinen Vertrag erfüllen.

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Kann ich also nun verweigern, die Miete zu zahlen, wenn die Miete komplett unrealistich sein wird?

Diese Frage ist nicht dein Ernst? Wie viel ein möglicher Nachmieter zu zahlen hat, hat dich nicht im geringsten zu kümmern. Dich hat nur dein eigener Mietvertrag zu interessieren, den du genau so wie jeder andere Mieter einzuhalten hast. Und dazu gehört nun auch mal dir Kündigungsfrist.

Du könntest noch so viele Mietinteressenten vorschlagen, die Hausverwaltung muss keinen einzigen davon akzeptieren. Denn noch gilt in Deutschland die Vertragsfreiheit. Und diese Nachmieter-Geschichte wäre nur dann relevant, wenn das ausdrücklich im Mietvertrag so vereinbart worden ist (und das ist nur in den allerwenigsten Verträgen der Fall) oder der Vermieter sich freundlicherweise darauf einlässt.

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Das Problem ist, die Hausverwaltung erhöht die Miete um 100€.

Eher der Vermieter. Und die dürfte er nach der Mietpreisbremse um max. 10% der ortsüblichen Vergleichsmiete (Bruttokaltmiete) erhöhen.

940 EUR also nur dann verlangen, wenn deine bisherige Miete 855 EUR hätte sein düfen. Noch einmal: Das gilt nur für die Kaltmiete, keine gleichzeitige Anpassung der BK.

Das Problem darin wiederum ist, das die Wohnung dadurch komplett überteuert ist.

Und? Der VM gar da keine Abschreckungstaktik nötig: Er darf jeden deine Nachmieter ablehnen und auf Einhaltung deiner Mietvertragspflichten bis Ende Januar bestehen. Und muss keinen Untermieter oder backpacker akzeptieren, der für einen Monat die ganze Wohnung übernehmen soll, nur um dir Geld zu sparen :-O.

Es ist nachvollziehbar, dass du im Januar keine zwei Mieten bezahlen willst, aber das mag und darf deinen beiden Vermietern schnurzegal sein.

Kann ich also nun verweigern, die Miete zu zahlen, wenn die Miete komplett unrealistich sein wird?

Ja, kannst du. Nur einen kostenpflichtigen Mahnbescheid, vollstreckbaren Titel nach Zahlungsklage des Mietrückstands, teure Gerichtsvollzieher-Besuche oder negativen schufa-Eintrag verhindert das nicht. Wozu dann aber?

G imager761

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Kommentar von Nyphur
06.11.2015, 07:02

Kaltmiete ist 690€, d.h. 10% davon sind ca. 70€, also 760€ plus 150 NK.

Nach meiner Rechnung sind das dann 910€.

Alle Beiträge machen Sinn und ich hab mir schon gedacht, dass die Miete nach meinem Auszug nicht mein Problem ist. Wenn die Hausverwaltung tatsächlich 940 für die Bude will, dann werde ich mit Freude beobachten, wie die die nie im Leben losbekommen. Nur mir stinkt halt, dass ich absolut keine Chance habe, einen Nachmieter zu finden, weil kein Mensch, der noch bei halbwegs vernünftigem Verstand ist, bereit ist, so einen Mietpreis für so eine Wohnung zu bezahlen. Wäre ich auch nicht gewesen und so top ist die Wohnung auch nicht und teilweise beschissen renoviert, so dass das auch nicht durch den tollen Zustand kompensiert werden könnte.

Um die andere Frage zu beantworten, ich habe regulär im Oktober meine Kündigung eingereicht und damit geht die Kündigungsfrist ab November los für 3 Monate. Also bis Ende Januar. Dummerweise konnte ich die neue Wohnung nur ab Januar anmieten und nicht erst ab Februar, sonst wärs mir tatsächlich wurscht gewesen, was die Hausverwaltung danach verlangt.

Naja...irgendwie komm ich da schon durch.

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Hast du überhaupt das Recht einen Nachmieter zu stellen?

bin mir ganz sicher, dass die Hausverwaltung die Miete nach spätestens einem Monat nach meiner Frist wieder auf 840 herabsenkt.

Das ist ja Unsinn. Wieso sollte er das tun? Nur damit du keinen Nachmieter findest? Das könnte er einfacher haben: Er lehnt jeden Nachmieter ab und besteht auf Einhaltung der Kündigungsfrist. Die Miete wegen deiner KüFri zu erhöhen ist zuviel Aufwand für etwas, was er einfacher haben kann.

Natürlich musst du dir diese Mieterhöhung gefallen lassen. Du musst sie ja nicht zahlen. Und ob du denkst, dass die Miete wieder gesenkt wird, ist ebenso wurscht. Der Vermieter muss sich mit seinen Mietpreisvorstellungen ganz sicher nicht nach seinem ausziehenden Mieter richten.

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Der Vermieter bestimmt, wer in seine Wohnung einzieht. Und bei einer Neuvermietung kann er die Miete neu festsetzen. Da hast du überhaupt kein Mitspracherecht.

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Wieso solltest Du "verweigern" können, die Miete zu zahlen...?? Das erschliesst sich mir absolut gar nicht.

Du hast die Wohnung gekündigt...dann wärst Du doch raus aus der Sache.

Oder kannst Du nur zum angegebenen Datum ausziehen wenn Du einen Nachmieter bringst? Wie lange wäre Deine Kündigungsfrist denn wenn Du keinen Nachmieter bringen würdest, ergo die Hausverwaltung müsste selbst einen finden??

Solange die Mieterhöhung in den gesetzlichen Vorgaben verläuft, ist die nämlich völlig rechtens. Ob die Hausverwaltung die Bude dann für den Mietpreis noch vermietet bekommt, ist nach Deinem Auszug ja nicht mehr Dein Problem. Es ist übrigens leider üblich, dass Vermieter/Hausverwaltungen die Miete für eine Wohnung bei Mieterwechsel, generell hochjagen...die Armen haben ja Angst nicht mehr genug "raffen" zu könnnen.

Aber in Deinem Falle sehe ich das Problem nicht....da Du nicht korrekt beschrieben hast, ob die Kündigung nur dann wirksam ist, wenn Du einen Nachmieter findest.

Du kannst natürlich, insofern Du selbst von der Mieterhöhung auch noch betroffen sein solltest, der Hausverwaltung einen schriftlichen Widerspruch zukommen lassen, aber das schützt Dich nicht davor, diese Miete letztlich auch zahlen zu müssen, bis zu Deinem Auszug.

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Ja, denn erhöht ja nicht deine Miete.

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Du hast die Kündigungsfrist einzuhalten. Kein Vermieter ist verpflichtet, Dich gegen Nachmieterstellung vorzeitig zu entlassen.

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Kommentar von Nyphur
05.11.2015, 21:02

Dachte ich mir schon. Macht auch Sinn, aber was, wenn die Miete dann unrealistisch wird, verglichen mit anderen Wohnungen in derselben Stadt?

Ich sehe das so, dass die Hausverwaltung mir keine Chance geben will, einen Nachmieter zu finden und dann die Miete sowieso wieder auf 840 (wie meine) oder nur wenig darüber anheben will.

Die werden, genausowenig wie ich auch, einen Mieter finden, der bereit ist, 940 für 100m² zu zahlen. Is ja nich so, dass ich am Alexanderplatz wohne, sondern wirklich im südlichen Ende. Also komplett überzogen.

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