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5 Antworten

Morgens

Hallo alle zusammen,

der Morgen hat schon schlecht begonnen, dem Unglück des Vortags knapp entronnen, war meine erste Handlung, dass ich den Wecker ausschalte, bis ich merke, dass ich die Hand in die Kerze halte, die ich am Abend zuvor aufgestellt, weil bei uns manchmal der Strom ausfällt.

Mein Pyjama hat schon leicht gebrannt und im Schlafzimmer roch es nach verbrannter Hand. Ich bin vor Schreck aus dem Bett gefallen, um mit dem ganzen Gewicht auf den Nachttopf zu knallen. Der Nachttopf rinnt aus, denn er war nicht ganz leer, doch wenigstens brennt mein Pyjama nicht mehr, in der Hand jedoch spür ich größere Schmerzen, und so trete ich mit dem Fuß voller Wut gegen die Kerzen.

Die Kerze hab ich verfehlt, den Nachttisch nicht, der hält den Tritt aus, mein Zeh aber bricht. Voller Schmerzen wollt" ich in das Badezimmer rasen, mit gebrochenem Zeh und der Hand voller Blasen, doch weil ich im Dunkeln den Ausgang nicht fand, bin ich mit voller Wucht in den Kasten gerannt, der leider aus deutscher Eiche besteht, weshalb meine Brille in die Brüche geht. Halb blind, verletzt und schreckensbleich bin ich als ich das Bad erreich. Dort habe ich, von Schmerzen und Blindheit berauscht, die Brandblasensalbe mit dem Klebstoff vertauscht. Das hat mich anstatt, dass es Schmerzen lindert, statt dessen am Öffnen der Hände gehindert.

Ich will mich schnell waschen, doch merk" ich, dass das nicht geht, denn sie haben mir heut" morgen das Wasser abgedreht. Jetzt läutet"s auch noch an der Eingangstür, das wird der Postbote sein, vielleicht hilft er mir. Doch während ich im Freudentaumel durch das Treppenhaus lauf, pass" ich leider nicht ganz auf den Fußboden auf, denn die Nachbarin hat heute die Fliesen gebohnert, worauf mein Kopf, denn ich stolpere, auf den Boden donnert.

Abstützen konnte ich mich dummerweise nicht, da es mir mit verklebten Händen an Beweglichkeit gebricht. Beim Aufstehen hab" ich das Gleichgewicht verlor"n und kippe mit Schwung Richtung Treppe nach vorn. Dort lande ich der Schwerkraft gemäß, auf der obersten Stufe mit meinem Gesäß. Doch erst ganz unten endet mein Fall, wo ich mit der Schulter gegen die Eingangstuer knall". Dort bleib ich liegen, bleich vor Schreck, der Postbote ist inzwischen sowieso weg.

Nach zwei Stunden hat mich noch niemand geseh"n, und so versuche ich vorsichtig aufzusteh"n. Doch während ich mich langsam zur Seite rollen lasse, geht die Eingangstür auf und bricht mir die Nase. Die Hausmeisterin war"s, sieht mich am Boden liegen um gleich darauf einen Schreikrampf zu kriegen. Sie denkt ich bin besoffen und holt die Polizei. Die eilen sofort mit Blaulicht herbei und schleppen mich auf"s Kommissariat. Nach drei Stunden Verhör gesteh ich die Tat.

Und so geht es weiter in"s Krankenhaus, dort pumpt man mir dreimal den Magen aus. Das war zuviel für meine Nerven, ich wollt" mich aus dem Fenster werfen. Doch leider liegt"s im Erdgeschoss, so war der Schaden nicht sehr groß.

Jetzt sitz" ich in der Nervenheilanstalt und wissen Sie was ich davon halt"? Ich find" es herrlich, einfach prima, draußen war es viel, viel schlimmer. Hier gibt es keine Kanten, keine Ecken, kein Feuer, sich in Brand zu stecken, die Wände sind gepolstert, fast weich zu nennen, so kann man nicht dagegenrennen, kein Kasten der die Brille bricht, alles ist rund, so verletzt man sich nicht, und nach all den schlimmen Jahren, schreib" ich endlich meine Memoiren.

Ali an Suleika

Suleika, meine liebe Frau, ich nix mehr arbeiten am Bau, auch viel Kollega schon entlassen. Polier sagt: Nix mehr Geld in Kassen! Doch Du nix denken das sei schlimm, ich trotzdem froh und munter bin, denn Allah hat mich nicht verdammt, war gestern schon beim Arbeitsamt. Weil ich noch ein Jahr Aufenthalt, komm ich nach Hause nicht so bald! Muss meiden noch Moschee und Tempel, zeig Arbeitsamt Papier. - macht Stempel. Das ganze Arbeit, nix mehr bücken und kann noch immer Geld Dir schicken. Hier scheint mir alles wie verhext, - brauch nur noch schlafen. - Konto wächst! Und ganz bestimmt bis nächsten Winter, zahlt Arbeitsamt noch Geld für Kinder! Ich bin jetzt schon drei Jahre fort, - vielleicht hast Du noch Kinder dort, wo ich nix weis, is mir egal, Du musst nur melden mir die Zahl und schleunigst schicken mir nach hier, vom Amt beglaubigtes Papier, Du sollst mal seh’n, wie dann geht munter, Einkommen rauf und Steuer runter! Heut Zahnarzt sagen, ganz gewiss, bis Montag hab ich neu Gebiss. Vielleicht, wenn es ist Allah’s Wille, bis Mittwoch, neue Brille. Das alles macht mir viel gut Spaß, weil alles zahlt die Krankenkass. Wenn Ostern Oma kommt, will seh’n dass sie auch kriegt so schöne Zähn’, damit nix warten muss bei Essen, bis Opa fertig hat gegessen, weil es doch immer besser is’ hat jeder eigenes Gebiss! Wir sind hier kleine Kolonie, und spielen Karten oft bis früh, ja hier ist schönstes Land der Welt, nix Arbeit und viel Stempelgeld! Ich wohne in Altbau, noch ganz nett, mit Wasser und Plumpsklosett, ich fühl mich wohl so wie daheim, ist Zimmerchen auch bisschen klein, und Hausbesitzer lässt mich walten, kann sogar Kaninchen halten. Erst heute morgen, eines krank, hab rausgeholt aus Kleiderschrank, hab ganzen Tag es bewacht und dann am Abend notgeschlacht’,- hab gleich verkauft, es wieder weiter, an einen Freund auch Gastarbeiter, Suleika: meine liebe Frau, befolge alles ganz genau! Hast Du auch Zelt geflickt, von Geld was ich hab Dir geschickt? Halt Einsamkeit noch ein Jahr aus, dann bring ich Geld und baue Haus! Vermiete Zelt dann mit viel List, an Österreicher, - der Tourist, sein ganz verrückt nach weite Welt, will wohnen in Nomadenzelt, will wandern viel in Wüstensand, weiß nicht wie schön sein eig’nes Land! Und nun ich machen Brief jetzt Schluss, muss senden dir ganz viele Gruß. Bleib nur gesund, grüß alle Lieben, sag Ihnen, Ali hat geschrieben, aus wirklich schönsten Land der Welt, wo man für Faulheit kriegt viel Geld, denn wenn Vertrag hier ist zu Ende, komm ich in Heimat, - noch mit Rente. Vorbei ist Armut, wir sein Reich.

Der tugendhafte Hund

Ein Pudel, der mit gutem Fug Den schönen Namen Brutus trug, War vielberühmt im ganzen Land Ob seiner Tugend und seinem Verstand.

Er war ein Muster der Sittlichkeit, Der Langmut und Bescheidenheit. Man hörte ihn loben, man hörte ihn preisen Als einen vierfüßigen Nathan den Weisen.

Er war ein wahres Hundejuwel! So ehrlich und treu! eine schöne Seel'!

Auch schenkte sein Herr in allen Stücken Ihm volles Vertrauen, er konnte ihn schicken Sogar zum Fleischer. Der edle Hund Trug dann einen Hängekorb im Mund, Worin der Metzger das schöngehackte Rindfleisch, Schaffleisch, auch Schweinefleisch packte. -

Wie lieblich und lockend das Fett gerochen, Der Brutus berührte keinen Knochen, Und ruhig und sicher, mit stoischer Würde, Trug er nach Hause die kostbare Bürde.

Doch unter den Hunden wird gefunden Auch eine Menge von Lumpenhunden - Wie unter uns, - gemeine Köter, Tagdiebe, Neidharde, Schwerenöter, Die ohne Sinn für sittliche Freuden Im Sinnenrausch ihr Leben vergeuden!

Verschworen hatten sich solche Racker Gegen den Brutus, der treu und wacker, Mit seinem Korb im Maule, nicht Gewichen von dem Pfad der Pflicht. -

Und eines Tages, als er kam Vom Fleischer und seinen Rückweg nahm Nach Hause, da ward er plötzlich von allen Verschwornen Bestien überfallen;

Da ward ihm der Korb mit dem Fleisch entrissen, Da fielen zu Boden die leckersten Bissen, Und fraßbegierig über die Beute Warf sich die ganze hungrige Meute. -

Brutus sah anfangs dem Schauspiel zu, Mit philosophischer Seelenruh'; Doch als er sah, dass solchermaßen Sämtliche Hunde schmausten und fraßen, Da nahm auch er an der Mahlzeit teil Und speiste selbst eine Schöpsenkeul'.

Moral

Auch du, mein Brutus, auch du, du frisst? So ruft wehmütig der Moralist. Ja, böses Beispiel kann verführen; Und, ach! gleich allen Säugetieren, Nicht ganz und gar vollkommen ist Der tugendhafte Hund - er frisst!

(Heinrich Heine)

Das Ding

Es gibt ein Ding, das jeder kennt, und ist er noch so abstinent, wird er´s von Zeit zu Zeit benützen, um sich vorm Vorwurf "faul" zu schützen.

Der Umgang mit dem Ding ist nett, man braucht´s nicht unbedingt im Bett, es geht im Stehen und auch im Sitzen, und mancher tut dabei auch schwitzen.

Ich hab so´n Ding heut mitgebracht, ein schönes Päckchen draus gemacht, und mancher hier, was gilt die Wette, wär froh, wenn er so ein Ding hätte.

Das Ding ist hart und doch geschmeidig, und ist man dieses Ding mal leidig, packt man es einfach wieder ein, bis zum nächsten Stelldichein.

Das Ding muss manchmal sehr viel leisten, in einer Öffnung nützt´s am meisten, da muss das Ding dann ganz weit rein, dann klappt die Sach, so soll es sein.

Die Zentimeter sind auch wichtig, so 15 wär in etwa richtig. Man hat auch welche schon gesehen, mit 20, 30 und auch 10.

Die Regel ist, das weiß ein jeder, so etwa 15 Zentimeter: 5 für drinnen und 5 für draußen, und 5 für hin und her zu sausen.

Doch nicht zu hastig, seid nicht dumm, sonst wird das Ding am Ende krumm. Denn wo man Gutes tuen kann, da geht man nicht zu hastig ran.

Das Schönste was das Ding halt kann, es passt sich jeder Öffnung an.

Es gibt auch Leut, ihr werdet stutzen, die das Ding nicht mehr benutzen.

Obwohl ein jeder drüber spricht, es tut nicht weh und staubt auch nicht.

Dinger gibt´s, es ist nicht gelogen, die sind ein ganz klein Stück gebogen. Doch wenn man die geschickt dann dreht, wird die Wirkung noch erhöht.

Bei großen Dingern braucht man Kraft, bis man es durch die Öffnung schafft. Dagegen bei den all zu Kleinen, ist es leider oft zu Weinen.

Freunde ich bin kein Revolutzer, ich zeig jetzt meinen........ Flaschenputzer (auspacken), Das Ding ist kaum noch im Verkehr, drum kennen viele es nicht mehr.

Ihr Männer, wer bis jetzt gestutzt, hat wohl noch nie ne Flasch geputzt.

Was ich soeben vorgebracht, war nicht als Ferkelei gedacht.

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