Suche guten E-book reader

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Zur 1. Frage: Bei den gängigen Online-Buch-Shops stehen dir deine dort gekauften ebooks in der Cloud immer wieder zum Download zur Verfügung. Bei nicht kopiergeschützten ebooks, die du von Freunden bekommst, solltest du eine Sicherheitskopie auf dem PC oder so speichern. So geht kein ebook verloren :-) Und falls du irgendwann mal einen anderen Ebook-Reader kaufst, dann solltest du sicherstellen, dass der neue auch die Formate deiner vorhandenen ebooks lesen kann.

Zur 2. Frage: Lies die Test's und Vergleiche von Ebook-Readern und entscheide selbst, welcher am Besten zu dir passt. Der erste Schritt der Entscheidung ist: Kindle oder Nicht-Kindle (Mein Tipp: Kein Kindle wegen Amazon-Bindung und um die Onleihe der Stadtbibliotheken nutzen zu können) Wenn du dann bei der Entscheidung für ein bestimmtes Modell, eins mit E-Ink, Touchscreen und Beleuchtung nimmst, dass gut getestet wurde (http://www.lesen.net/ebook-reader-vergleich/), dann kannst du nicht viel falsch machen.

Mein Tipp: Pocketbook Touch Lux

Es gibt auch Reader, die keine Bindung an irgendeinen Shop haben. Ich kann zum Beispiel den Pocketbook Touch Lux 2 empfehlen. Es hat keine Shop-Bindung, unterstützt sehr viele Formate und ist auch von Hardware und Bildschirm recht gut. Hier ein Test: http://allesebook.de/testbericht/test-pocketbook-touch-lux-2-43230/

Zu Frage 1: Alle namhaften Anbieter stellen die gekauften Bücher über das Internet zur Verfügung, wenn der E-Book-Reader den Geist aufgibt. Ist also kein Problem. Amazon macht das allerdings nicht schlecht, finde ich, weil die Bücher auch auf allen Tablets zur Verfügung stehen. So kann die ganze Familie mitlesen, wenn gewünscht.

Zu Frage 2: Ich habe mich für den Kindle Paperwhite entschieden und bin begeistert. Der erfüllt alle Deine Kriterien, hat also ein tolles Display, eine Hintergrundbeleuchtung und kann per Touch bedient werden. Interessant. wäre es, ggfls. den (im November 2014 erscheinenden) Kindle Voyager abzuwarten, der noch besser sein soll, als der Paperwhite.

Zu den aktuellen Geräten habe ich einen kompakten Test hier gefunden: http://www.experto.de/b2b/computer/test-die-besten-e-book-reader.html

Dass man mit dem Paperwhite an Amazon gebunden ist, hält sich als hartnäckiges Gerücht. Natürlich kannst du Bücher auch in anderen Shops kaufen und solange sie keinen Kopierschutz haben, kannst du sie legal mit dem Programm Calibre ins Amazon-Format umwandeln. Bücher kosten doch aber überall gleich, also ist es doch egal, in welchem Shop du ein E-Book kaufst.

Wenn man jetzt vom Paperwhite redet, ist ein Amazon-Konto von Nöten. Wenn der Reader kaputt geht, sind die Bücher natürlich nicht weg, sondern in deinem Amazon-Konto gespeichert.

Ich habe einen Paperwhite und bin damit mehr als zufrieden. Zu anderen Readern kann ich nichts sagen. Mich nervts bloß, wenn dieses Halbwissen verbreitet wird, dass man irgendwie gebunden sei. Vor allem da das Umwandeln und übertragen viel mehr Arbeit macht, als es direkt bei Amazon runterzuladen. Und außerdem hat Amazon auch viele lesenswerte Gratis-Bücher.

PhotonX 03.09.2014, 22:05
Vor allem da das Umwandeln und übertragen viel mehr Arbeit macht, als es direkt bei Amazon runterzuladen.

Darum geht es den Leuten wohl, bei Readern ohne Bindung kann man alle verbreiteten Formate wie epub oder fb2 auch ohne Umwandlung benutzen.

0
Vampyras 03.09.2014, 22:25
@PhotonX

Das kann sein, aber ich verstehe es nicht, warum man in überhaupt in zig verschiedenen Shops kaufen können muss. Die Bücher sind doch in jedem Shop gleich. Und wenn man vorher schon ebooks hat, wandelt man sie eben um.

0
PhotonX 03.09.2014, 22:34
@Vampyras

Da kann ich mir mehrere Gründe vorstellen:

  1. Datenschutz/Privatsphäre, man will nicht, dass ein Anbieter den kompletten Überblick über die eigenen Lesegewohnheiten hat.
  2. "Hoheitsrechte" über die eigenen Bücher, es gab doch mal einen Vorfall, wo Amazon einfach mal ein Buch aus allen Readern seiner Kunden gelöscht hatte.
  3. Amazon bietet afaik nur DRM-geschützte Bücher an und es gibt viele Gründe gegen DRM zu sein, sowohl ideelle als auch praktische.
  4. Manchmal bekommt man auch mal Ebooks geschenkt bzw. kann sie kostenlos irgendwo runterladen, hier kommt man ums Umwandeln nicht herum. Ich sehe die Unterstützung vieler Formate zumindest auf jeden Fall als Pluspunkt und damit können Amazon-Reader nicht glänzen, auch wenn sie recht anständige Hardware&Displays haben.
0
Cmeme 04.09.2014, 00:21
@PhotonX
  1. Paranoid much? Ich denke mal über 90% werden sich irgendwann auf einen Shop konzentrieren, sei es einerseits weil es einfach einfacher ist, alles am gleichen Ort zu haben, weil einem gewisse Shop-Strukturen nicht zusagen, oderoderoder... Und wenn du schon von Datenschutz und Privatsphäre sprichst: Warum soll ich sowohl meine Adresse als auch meine Bankkontodaten zig Anbietern anvertrauen?

  2. Egal, wo du die eBooks kaufst, du hast genau die gleichen "Hochheitsrechte" - oder eben nicht. Soweit ich weiss, gab es ein einziges Buch, das von Amazon gelöscht werden musste, weil sich herausstellte, dass der Verteiler gar nicht die Rechte am Buch besass.

  3. Tut mir Leid, aber da kann ich nur sagen: Bullshit! Amazon bietet bei Weitem nicht nur DRM-geschützte Bücher an! Ausserdem ist es jedem Verleger/Autor selbst überlassen, ob er DRM wünscht oder nicht. DRM ist nicht besser in der epub-Welt, da muss man sich zusätzlich aber noch mit ADE herumschlagen! Ich stimme dir jedoch zu, dass es viele Gründe gibt gegen DRM zu sein. Daher bietet sich auch immer an, vor allem bei einem Anbieter wie beam-ebooks zu kaufen, da man dort prinzipiell keine eBooks mit hartem DRM verkauft.

  4. Welche vielen Formate? Der bekannteste ePub-Reader Tolino kann nur PDF, TXT und ePub lesen, ebenso der Sony. Einige der Kobo-Geräte können zusätzlich noch HTML. Der einzige, der da relativ offen ist, ist Pocketbook (zusätzlich FB2 (logischerweise), doc(x), prc, mobi). Der Kindle kann AZW3, TXT, PDF, Mobi, PRC, doc(x) und bietet auch noch einen hauseigenen Service an zum Umwandeln von nicht DRM-geschützten epubs. Wenn Bücher irgendwo zum freien Download angeboten werden (Stichwort gutenberg.org), dann gibt es meistens mehrere Formate, mindestens eines davon passt auf jeden Reader!

0
Rubezahl2000 04.09.2014, 23:36

Hallo Vampyras, das ist weder Gerücht noch Halbwissen! Im Gegenteil! Gerade bei den Kindle-Fanatikern merkt man deutlich, dass sie nicht über den Tellerrand schauen und gar nicht wahrhaben wollen, dass es außerhalb ihrer Amazon-Kindle-Welt deutlich attraktivere Alternativen gibt.

Das Amazon-Kindle-Ebook-Konzept ist nun mal vom Prinzip her ein geschlossenes System: Kindle-Reader können das handelsübliche EPUB-Format nicht lesen und die Kindle Ebooks können nur von Kindle-Readern gelesen werden. An dieser Tatsache gibt’s nichts zu rütteln.

Daß man Ebook-Dateien konvertieren kann (teils legal, teils illegal), und somit das Amazon-Kindle-System aushebeln kann, ist wirklich hilfreich. Aber aus welchem Grund sollte man sich dann überhaupt auf dieses abgeschottete System Amazon-Kindle einlassen, wenn man schon von vornherein plant, das bei Bedarf auszuhebeln? Warum sich dann nicht gleich für ein offenes System entscheiden? Das Angebot an verfügbaren Ebooks ist ohnehin in beiden Systemen gleich.

Bis vor gut 1 Jahr, als die Kindle-Reader noch deutlich besser waren als die Konkurrenz, da gab es einen guten Grund, sich für einen Kindle zu entscheiden. Aber inzwischen hat die Konkurrenz nachgezogen; Tolino, Pocketbook, Kobo, & Co … schneiden in Test’s genau so gut ab wie Kindle. Und sie bieten ein offenes System; die passenden Ebooks können in jedem beliebigen Shop (außer Amazon) gekauft werden. Und mit ihnen kann man die Onleihe der Stadtbibliotheken nutzen (www.onleihe.net), das allein ist schon ein ausreichender Grund, keinen Kindle zu nehmen.

Dass man die Amazon-Politik, Autoren und Verlage zu erpressen, nicht unterstützen sollte, ist vielleicht auch zu bedenken.

Welchen Grund könnte es nun für einen Ebook-Neueinsteiger geben, sich für einen Kindle zu entscheiden? Mir fällt keiner ein.

1

Was möchtest Du wissen?