Suche Buch über erfolgreichen Drogenentzug als Motivation und Ansporn

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7 Antworten

Dankeschön.....die Klinik findet die Idee mit dem Buch übrigens sehr gut!

Die Idee ist ja auch nicht schlecht: Ich hab mittlerweile so viele davon,,,, aber das kommt dann mit der Zeit.

Vorneweg: Ich möchte nicht gegen die Therapie schießen. Beileibe nicht... ich möchte nur noch ein, zwei kritische Denkanstöße mitgeben... mehr nicht.

Das mag jetzt anders klingen, aber Du wirst sehen, einiges wird in den nächsten Tagen auf einmal in die eine oder andere Sichtweise mit einfließen... und Deine Handlunsmöglichkeiten erweitern :-) [Davon bin ich überzeugt!]

Nur müssen wir mal eines sehen: Dein Patensohn ist nicht freiwilliig in der Klinik!

Naja mit 16 schon geschnallt...sagen wir mal so halb....er wurde mich richterlichen Beschluß zwangseingewiesen..

Egal wie... Zwang heißt zunächst einmal gegen seinen Willen. Ja, er mag jetzt einsichtig sein... aber er sitzt nicht in der Klinik, weil er mit seinen Kräften am Boden angekommen ist. Und das Erreichen des persönlichen Tiefpunktes.. als erste Einsicht ist schon der Einstieg in einen möglichen Therapieerfolg an sich

Und mit 16 Jahren und Einsicht... Therapieerfolge sind da schwer zu evaluieren. Die psychische Disposition ist in diesem Alter nur schwer zu erlangen. Versteh mich nicht falsch... ich rede nicht dagegen. Aberes gibt Erkenntnisse darüber, in welchem Alter man einerseits einsichtig und flexibel genug ist um sich selbst nocheinmal ins Verhältnis zu seinen Lebenseinstellungen zu setzen. das setzt natürlich eine gewisse Lebenserfahrung voraus.

.ist aber jetzt sehr dankbar dafür, weil er es alleine nicht auf die Kette bekommen hätte, er wußte, dass das Dreckszeug nicht gut ist.

Hoffen wir das Beste... aber zurück zu seiner Person:

  • Wenn wir uns also die obige Erkenntnis ein wenig zu Gemüte führen... dann wird er ringen und versuchen und tun...

Und er wird sich der Erwartungen bewußt, die auf ihm lasten.

Die seiner Eltern, die von Dir... wie gut gemeint dies auch immer ist.

Die Erwartungen der Schule, der Lehrstelle, die Erwartungen an sich selber... und auch die Erwartungen seiner Freunde (die echten und die falschen)... die der Nachbarn und seines Umfeldes... all dies wird an ihm hängen.

Ein Buch mag gut gemeint sein.. mag hilfreich und Motivation sein.

Aber diese Bücher erzählen von Typen, die es "bereits geschafft".

Andreas Niedrig (Vom Junkie zum Ironman) hat eine einzigartige Sportlerkarriere gestartet. Aber kann das die Motivation für ein "alltägliches leben" sein... alltagstauglich?

Thomas Randall (König Alkohol") erzählt von Menschen die es geschafft haben und anderen die zugrunde gingen bis zum Suizid. Real... manchmal zu real!

"Ich heiße Erika...", "Ich tanze so schnell ich kann" (Barbara Gordon... Valiumentzug) - "Schizophrenie und Alkohol - ein Familienschiksal",- "Stationen einer Wiedergeburt - Sucht als Chance",- es gibt da vieles.das alles gut sein kann. Motivierend, unterstützend.

Aber es kann auch alles anders sein.

darum: Rede mit ihm... und suche das Buch gemeinsam mit ihm aus!

Er war bereits 2,5 Wochen freiwillig in der Klinik, hat aber dann abgebrochen. Ich hab heute sehr lange mit der Klinik telefoniert, war sehr interessant und das Wichtigste, was ich im Moment geben kann, ist das Gefühl, dass ich für ihn da bin, ihn nicht fallenlasse, ihm zuhöre und ihn ganz sehr lieb habe...das werde ich auch tun. Normalerweise darf in dieser Phase nur die Familie zu Besuch kommen, aber die will er nicht sehen, sondern nur mich und die Klinik hat dem zugestimmt, was mich natürlich sehr freut. Ich danke Dir sehr für Deine Anregungen! Am Mittwoch gehe ich ihn besuchen, wenn es seine Therapeutin genehmigt. Er muß das mit ihr besprechen. Ich werde dann berichten.

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ich finde es erst mal sehr löblich, das du ihn unterstützen möchtest - aber ganz ehrlich durch ein buch wird er es leider nicht schaffen - ich hab vor 30 jahren mit dem quatsch angefangen und knapp 25 jahre hab ich gebraucht, um zu merken, dass es noch ein anderes leben gibt - vielleicht nicht besser - aber zumindest steh ich morgens auf und weiß, das ich mir jezz keine nadel in die venen zu jagen brauch.

das wichtigste ist der wille es zu schaffen und ihm muß bewußt sein, dass er das nicht für mama, papa, seine freundin macht sondern nur für sich - alles andere führt in eine sackgasse. da ich oft genug in entgiftungen war kann ich dir nur raten: lass es ihn mit literatur zu versorgen, denn er hat jezz ganz andere probleme als bücher zu lesen. schau lieber ob es in eurer umgebung ne selbsthilfegruppe gibt, denn das bringt alle mal mehr.

neben bei christiane f. bzw das buch haben mich erst recht neugierig gemacht und clean ist die auch nicht geworden - also nicht wirklich ein vorbild

na dann mal viel erfolg für den jungen mann - beneidenswert wenn er es mit 16 schon schnallt

Naja mit 16 schon geschnallt...sagen wir mal so halb....er wurde mich richterlichen Beschluß zwangseingewiesen...ist aber jetzt sehr dankbar dafür, weil er es alleine nicht auf die Kette bekommen hätte, er wußte, dass das Dreckszeug nicht gut ist.

Bei Christiane F. war ich mir auch nicht sicher, ob soetwas hilfreich ist.....eben weil sie es nicht geschafft hat....aber der Ironman, der gefälllt mir. Ich werde es aber sowieso nochmal mit der Klinik besprechen.

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Naja mit 16 schon geschnallt...sagen wir mal so halb....er wurde mich richterlichen Beschluß zwangseingewiesen...ist aber jetzt sehr dankbar dafür, weil er es alleine nicht auf die Kette bekommen hätte, er wußte, dass das Dreckszeug nicht gut ist.

Bei Christiane F. war ich mir auch nicht sicher, ob soetwas hilfreich ist.....eben weil sie es nicht geschafft hat....aber der Ironman, der gefälllt mir. Ich werde es aber sowieso nochmal mit der Klinik besprechen.

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Bücher... ist nicht das was er braucht, Dein Patensohn.

Mit Literatur, Tips jeder Art wird er gerade zugesch...- da sitzt er gerade in erster Reihe!

Aber o.k.- Buchempfehlungen sind ja gerade zuhauf hier drin... und die sind alle gut [Hab ich alle selber ;-.) ]

Du bringst was viel wichtigeres mit: Ehrliche Anteilnahme.. Zuwendung!

jetzt ist eines wichtig: Nicht vor lauter Hilfsbereitschaft und Nettigkeit und Fürsorge ein zu schützendes Nest aufbauen, in das Dein Patenkind flüchten kann.

Die wirkliche Arbeit geht nach der Therapie los: da braucht er Halt, Zuwendung... aber auch Grenzen. Menschen, die bereit sind sich mit ihm auseinanderzusetzen. In Liebe... aber auch in aller Härte, wenn es um Grenzen, Konsequenzen, Absprachen und reale Ziele geht, die erreichbar sein sollten als man im ersten Moment der Planungsphasen gerne denkt. Da greift man fast immer zu hoch.

Dazu solltest Du Dir Unterstützung- Hilfe holen: das muss man lernen!

  • Sprich Dich mit den Ärzten in der Klinik ab...

  • Besuche eine Selbsthilfegruppe: "Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe", "Blaues Kreuz", Guttempler", "Kreuzbund"... diese Gruppen leisten exquisite Angehörigenarbeit: Sie begleiten Dich darin, mit Deinem Patensohn zelführend und positiv gehen kann.... ohne dass Du Dich selbst verbrennst. Denn Sucht und süchtiges Verhalten erfolgt nach gewissen Prinzipien, die relativ einleuchtend zu vermitteln sind. Und aus den "Gegenreaktionen" der lieben Verwandten, Familie... die durch "gut meinen" vieles erst richtig verschlimmbessern können.

Da muss man sich drauf einlassen.- aber schwer ist das nicht. Kostet nur Zeit! Deine Zeit. :-)

Sincerly Norbert

Danke für Deinen sehr ausführlichen Post...aber keine Sorge, bei mir bekommt er kein schützendes Nest...ich gehöre zu den offenen, direkten, brutal ehrlichen und extrem strengen und konsequenten Menschen, wenn es um Kinder geht, so kennt er mich seit er auf dieser Erde ist und ich vermute, dass das der Grund, warum er mich (als Einzige) sehen möchte. Er bestimmt ja, wer ihn besuchen darf. Und "nur" weil er im Entzug ist, wird er jetzt nicht in Watte gehüllt. Ich bin mit der Klinik in Kontakt...dort findet jetzt erstmal 4 Wochen der Erstentzug statt, die Therapie beginnt erst danach.

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@norbert9014

Dankeschön.....die Klinik findet die Idee mit dem Buch übrigens sehr gut!

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Also ich kenne nur ein Buch wo von einer frau berichtet die auch füher mal als kind drogen genommen hat und ich glaube am ende ist auch wie sie es schafft wieder aufzuhören.. Ich weiß nicht ob es sowas ist wie du suchst, aber es heit "Wir kinder von bahnhof zoo"

Ah ja, stimmt....Christiane F. "Wir kinder vom Banhof Zoo"....ich kenne den Film. Danke für den Tip.

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Ein Entzug und ein zum Entzug motivierendes Buch sind keine Garantie dafür, dass Dein Patenkind künftig ein Leben wie ein Mönch führt, denn auch Mönche erliegen Verlockungen. Nur bekommt das allzu oft kaum Jemand mit...

Obwohl keine Substanzgleichheit zwischen Cannabis/Crystal Meth und Heroin besteht und insofern die Entzüge in körperlicher und mentaler Hinsicht absolut unterschiedlich ablaufen, empfehle ich mal Herrn Böckem. Neben http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_B%C3%B6ckem gibt es viele weitere Infos über ihn im Netz.

Er soll ja auch nicht leben wie ein Mönch, das weiß ich auch;-)....bin ja nun nicht vom Mond. Danke für den Buchtip!

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lauf um dein leben-vom junkie zum ironman ist n film, gibts aber glaub ich auch als buch

Vielen Dank! Dann schau ich mal nach dem Buch....weiß nicht, ob er da Filme schauen darf, aber kann ich ja in der Klinik nachfragen!

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Was nimmt er den ? Wenns Grass ist seit froh das er kifft anstatt alk zu trinken

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