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20 Antworten

Hier eine besondere Empfehlung:

Dörte Schipper DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN Vorwort von Udo Lindenberg Bastei Lübbe Verlag ISBN 978-3-7857-2385-2 253 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag

"Ich definiere mich als Koch nicht mehr darüber, wie viel gegessen wird, sondern, ob ich die Menschen damit erreiche." Früher war er Küchenchef in einem Nobelrestaurant. Heute kocht er im "Leuchtfeuer", einem Hamburger Hospiz. Die meisten seiner Gäste haben Krebs im Endstadium. Ob Steak, Labskaus, Coq au Vin oder eine aufwändige Torte, Ruprecht, der Koch, erfüllt jeden kulinarischen Wunsch. Tagtäglich erlebt er aufs Neue, wie wichtig es den Bewohnern im Hospiz ist, noch einmal ihre Lieblingsgerichte genießen zu können. Kräuter, Gewürze, den individuellen Geschmack zu treffen, ist für den Koch nicht immer leicht. Oft geht es nur um Nuancen, und er braucht mehrere Anläufe. "Wenn ich es schaffe, ein Essen genau so zu kreieren, wie ein Sterbenskranker sich das vorgestellt hat, kann ich mich jedes Mal aufs Neue darüber freuen."

Seit der Gründung des Hospizes vor elf Jahren ist der Koch sein eigener Chef de Cuisine in einem Zuhause für Todkranke. Mitten in St. Pauli bietet das Hospiz Platz für elf Bewohner. Die meisten leben hier nicht länger als ein paar Wochen. In der Eingangshalle hängt in großen Buchstaben der Leitspruch des Hauses: "Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben." Diese Worte hat der Koch verinnerlicht. Das Leben der Kranken verlängern kann er nicht, es versüßen schon. Vor elf Jahren, als er den Job annahm, wurde er öfters gefragt, ob es nicht absurd sei, für Todkranke zu kochen. Er selbst hat sich diese Frage nie gestellt. Die Bedeutung, die Essen haben kann, ist ihm durch die Arbeit im Hospiz immer klarer geworden. Seine Erkenntnis klingt so einfach, fast banal: "Essen heißt, ich lebe noch!" Der Job ist einzigartig, seine Motivation auch. Viele Jahre hat er in der gehobenen Gastronomie gearbeitet. Als Spitzenkoch hätte er weiter Karriere machen können ... Doch seine Arbeit hat ihn nicht befriedigt, er vermisste den Kontakt zu den Menschen, die er bekochte. Im Hospiz zu arbeiten ist für ihn wie ein Sechser im Lotto – nicht finanziell, aber menschlich betrachtet.

Rolf Führing hat Bauchspeicheldrüsenkrebs. Nach wochenlanger Appetitlosigkeit im Krankenhaus, wird er schon am ersten Tag im Hospiz Ruprechts hungrigster Gast. Seitdem Horst Reckling im Hospiz ist, möchte er immer nur seinen Lieblingsquark. Erst seit neun Jahren ist er mit seiner geliebten Beate verheiratet. Die Beiden hätten sich so gerne noch etwas mehr Zeit miteinander gewünscht. "Es mag verrückt klingen", sagt Gudrun Fischer, "aber ich verbringe jetzt am Ende meines Lebens Ferien wie in einem Grandhotel. Mit fast allem, was Freude bereitet." Ausgerechnet ihr, die sie ihr Leben lang gut und gerne aß, drückt ein riesengroßer Tumor auf den Magen. Vor vier Monaten zog es Renate Sammer den Boden unter den Füßen weg: Lungenkrebs im Endstadium. Ihr Leben lang hatte sie sich alleine durchgeboxt, jetzt plötzlich ist sie von anderen abhängig. Den Koch schließt sie ins Herz. Sein Steckrübenmus ist ein Gedicht. Für eine kurze Zeit werden die Todkranken für den Hospizkoch vertraute Gesichter. Er erfährt einen kleinen und gleichzeitig letzten Ausschnitt ihres Lebens. Die Bewohner erzählen von sich, ihrer Vergangenheit, ihrem Umfeld, ihren Sorgen, Ängsten und Freuden. Über das Essen wird Ruprecht Schmidt ihr Vertrauter, ein außergewöhnlicher Sterbebegleiter. Mit dem Einzug ins Hospiz rückt für die sterbenskranken Menschen das Endgültige immer näher. Vorbei mit: "Das kann ich noch nächstes Jahr machen." Es gilt nur noch das Heute und Jetzt. So unterschiedlich, wie sie gelebt haben, gehen die Menschen auch mit der Gewissheit um, bald sterben zu müssen. Viele fühlen sich wie zu Hause und gut aufgehoben in der familiären Atmosphäre des Hospizes. Einige fühlen sich abgeschoben und lassen ihren Frust genau an den Menschen aus, die sie am meisten lieben. Für die einen ist der Tod ein Tabu, andere reden pausenlos über das Sterben – mit schwarzem Humor, Ironie, oder abgeklärt und nüchtern. Manche finden Trost in der Religion, manche im Sarkasmus. Begriffe wie Harmonie und Dankbarkeit werden plötzlich wichtig. Zwischenmenschliche "Baustellen", die schon seit Jahren gären, sollen unbedingt noch schnell bereinigt werden. Es können sich aber auch neue auftun. Verhalten, Wünsche und Gedanken der Menschen verändern sich, je näher der Tag rückt. Wer heute noch Scherze macht, kann morgen unendliche Angst haben, verbittert sein oder umgekehrt. Trotz der extremen Gefühlsschwankungen, zeigt sich bei den Bewohnern eines durchgehend: Auch wer unwiderruflich weiß, seine Tage sind gezählt, kann noch genießen, lachen und Momente des Glücks erleben.

Lebensbejahend, wie die Atmosphäre im Hospiz, ist auch das Buch. Es erzählt über einen außergewöhnlichen Koch und die Lebensgeschichten seiner Gäste.

Tja. Suche hübsche Farbe, suche leckeres Essen, suche Musik, die mir gefällt... Diese Fragen wären ahnlich leicht zu beantworten. Es ist schön, dass Du Deinen Horizont erweitern willst, aber das kann nur aus Dir selber kommen. Mein Tipp: Geh in eine Buchhandlung oder Stadtbücherei, schau Dich um, lass Dich dort auch beraten und schildere Deine Anliegen ETWAS ausführlicher. Sagen Dir Reclam Hefte etwas? das sind gute, anspruchsvolle Werke der Literatur aller Epochen, die "man" gelesen haben sollte, in erschwinglichen Ausgaben. Zu vielen Werken gibt es einen Interpretationsschlüssel, der Dir beim Verständnis des Werkes und nach und nach beim Erwerb einer literarischen Allgemeinbildung behilflich sein kann. Es gibt auch von Reclam eine vielbändige Literaturgeschichte, die ich bedingungslos empfehlen kann.

Bevor ich die Frage beantworte, wäre interessant, inwiefern Du schon "anspruchsvolle" Bücher gelesen hast, was Du Dir darunter vorstellst und was Deine Vorlieben sind, denn das Feld der "anspruchsvollen Literatur" scheint nahezu unendlich groß zu sein, zumindest aus der Ameisenperspektive des Einzelnen betrachtet. Willst Du eine besonders anspruchsvolle, poetische Sprache, einen kritischen Inhalt, beides, etc.?

Woran erkennt man anspruchsvolle Literatur? Jeder Mensch hat einen anderen Anspruch. Ich lese sehr gern Biografien, z.B. Jehan Sadat oder Barack Obama, aber auch Eric Clapton usw. Außerdem liebe ich historische Romane und Thriller. Mein Anspruch an ein Buch ist, Spaß am Lesen zu haben. Das Buch muss mich unterhalten, mir etwas mitteilen.... Ich liebe es, wenn ich mich völlig in ein Buch "vergrabe" und meine Umwelt dabei vergesse. Das ist mein Anspruch an ein Buch. Eines dieser Bücher war für mich: "Der Schatten des Windes" von Carlos Ruis Zafòn.

Ich vermag es nicht eine treffendere Beschreibung über Bücher anzufertigen als Dewee. Für mich bleibt bei einem Buch immer die Frage wichtig, inwiefern es meinen Horizont erweitert, mich unterhält und begeistert. In meiner Sichtweise ist der Autor am besten, wenn er es schafft all dies miteinader zu vereinen. (auch wenn ich gerne mal geistfreie Fantasy les ;) ) Wichtig ist für mich auch eine moderne Schreibweise...( Zum Beispiel kann ich wenn ich Shakespeare lese immer hervorragend einschlafen....) Um aber nun abschließend den Autor zu preisen, der alle meine Forderungen in meiner Sichtweise erfüllt. Es ist: Isaac Asimov, der den Foundation-Zyklus geschrieben hat den ich dir wärmstens empfehle. In seinen Büchern findest du alles was deinen Ansprüchen genügen wird, glaub mir und wenn nicht, dann eben nicht....

Solche Fragen tauchen hier öfter auf, lassen aber ein bisschen an dem Vorstellungsvermögen der entsprechenden Fragesteller zweifeln, denn es gibt so viele verschieden Bücher zu verschiedenen Themen, das man nicht einfach solche Empfehlungen ins Vage und Allgemeine aussprechen kann, zumeist.

Für Menschen die sich grundsätzlich weuterbilden möhten, empfehle ich spirituelle Literatur, wie die "Bibel", und klassische Texte von Autoren wie Schiller oder Goethe, etc.

Am besten ist es immer noch, in eine gute Buchhandlung/Antiquariat zu gehen und sich einfach mal dort inspirieren zu lassen und zu schauen, was einen persönlich ansprciht.

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  Goethe - Faust (wenn DAS kein Klassiker ist, weiß ich auch nicht)
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  Marx/Engels - Das Manifest der kommunistischen Partei (Marx ist und bleibt der meistgelesene und meistrezipierte Philosoph und dieses Werk bringt seine Ideologie kurz und knackig auf den Punkt)
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  Orwell - 1984 (Die "B-Seite" von Marx - ohne dieses Buch versteht man das 20. Jahrhundert nicht)
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  Nietzsche - Also sprach Zarathustra
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  Die Bibel (Für die abendländische Religion - Du wirst überrascht sein, wie viele "Alltagsweisheiten" Du darin wiederfindest)
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  Der Koran (Für das Verständnis der morgenländischen Religion)
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  Laotse - Tao Te King (Ich würde fast sagen: zum besseren Verständnis der Gesetzmäßigkeiten des Lebens an sich)
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  Die Edda (ich würde sagen, auch die muss man kennen)
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  Hesse - Siddhartha
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  Heine - Deutschland, ein Wintermärchen (jedenfalls, wenn Du Deutsche/r bist und/oder in Deutschland lebst)

Pflichtliteratur - was gehört dazu? mfg

deewee 13.01.2011, 09:05

zu lampin - Karl Marx "ökonomisch-philosophische Manuskripte". Hat man die gelesen, kann man sich die MEGA sparen. "Faust", der Tragödie erster Teil soll genügen. Danach kann es anstrengend werden. Orwell "Animal farm" weil Abläufe politischer Umbrüche dargestellt sind. Thomas Mann und Nietzsche nur, falls man hoffnungslos glücklich ist. Dazu die Dichtungen F. Hölderlins und G. Benns. Nachgetragen: John Stuart Mill "Über die Freiheit"

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Literaturius 14.01.2011, 10:22

Also, was ist denn das für ein Kriterium - die Auflagenstärke? Nach dem Motto: Scheiße schmeckt gut - Millionen Fliegen können sich nicht irren!?

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LiloB 14.01.2011, 14:09
@Literaturius

aber Literarius, auch Fliegen haben Existenzberechtigung!!

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Ray Bradbury, Fahrenheit 451

Ray Bradbury, Die Laurel und Hardy - Liebesgeschichte

Caleb Carr, Die Einkreisung

Wilkie Collins, Die Frau in Weiß (Vor ca 150 Jahren geschrieben und noch immer einer der besten Krimis/Thriller)

Alexandre Dumas, Der Graf von Monte Christo

Nicholas Hammond, Alexander der Große. Feldherr und Staatsmann. Schöne Biographie.

Christian Meier, Caesar. Umfangreiche Biographie des berühmtesten römischen Herrschers.

Ralf Ludwig, Kant für Anfänger. Die Kritik der reinen Vernunft. Wie der Titel schon sagt. Als erste Einführung gut geeignet.

Otfried Höffe, Immanuel Kant. Umfangreicher und auch etwas schwieriger als das Buch von R.Ludwig. Hier wird auch Kants Biographie kurz dargestellt, und es geht auch um andere Schriften von ihm. Die Kritik der reinen Vernunft nimmt aber den größten Raum ein.

Otfried Höffe, Kants Kritik der reinen Vernunft. Die Grundlegung der modernen Philosophie. Nochmal etwas schwieriger. Worum es geht, sagt ja der Titel.

In den beiden Büchern von Otfried Höffe werden auch Einwände gegen Kant diskutiert, und das Verhältnis seiner Philosophie zur modernen Physik und zur modernen Mathematik dargestellt, was in dem Buch von R.Ludwig gar nicht vorkommt.

Christine Zunke, Kritik der Hirnforschung. Neurophysiologie und Willensfreiheit. Worum es geht, sagt schon der Titel. Nicht ganz leicht zu lesen, da es die Doktorarbeit der Autorin ist. Vorkenntnisse in Philosophie sind für das Verständnis hilfreich,

Mina Ahadi. Ich habe abgeschworen. Religionskritik, vor allem am Islam. Stark autobiographisch.

Mina Ahadi war als junge Frau in der Opposition gegen das iranische Schahregime, später viele Jahre im Widerstand gegen den islamischen Gottesstaat. Sie fand schließlich politisches Asyl in Österreich und erhielt die österreischiche Staasbürgerschaft. Sie gründete den Zentralrat der Ex-Muslime, dessen Vorsitzende sie heute ist.

Thomas Maul Die Macht der Mullahs. Nochmal Islam-Kritik.

Matthias Küntzel, Djihad und Judenhass; Karl Selent, Ein Gläschen Wein auf den israelischen Golan. Beides kritische Darstellungen des Nahostkonflikts. Das Buch von Küntzel ist besser strukturiert, beide Bände ergänzen einander ganz gut.

Michael Heinrich, Kritik der politischen Ökonomie. Eine Einführung. Kurze, aber gehaltvolle Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie von Karl Marx.

Stephan Grigat/Simone Dinah Hartmann (Hg.) Der Iran - Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer. Das Thema sagt schon der Titel. Es handelt sich um Beiträge zum Symposium "Die islamische Republik Iran. Analyse einer Diktatur", das 2007 an der Universität Wien stattfand.

Kip S. Thorne, Gekrümmter Raum und verbogene Zeit. Sehr schönes Buch über Astrophysik und allgemeine Relativitätstheorie. Der Aufbau folgt der historischen Entwicklung dieser Theorien, man erfährt vieles über die Biographie der beteiligten Wissenschaftler und den gesellschaftspolitischen Hintergrund. Recht ungewöhnlich für ein Buch dieser Art.

Albert Einstein, Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie. Allgemeinverständliche Einführung in die Relativitätstheorie von ihrem Begründer selbst geschrieben.

Sigmund Freud: Zur Psychopathologie des Alltagslebens: Über Vergessen, Versprechen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum. Trotz des wissenschaflichen Titels ein allgemeinverständliches Buch und von Freud auch als solches geschrieben, sehr viele Beispiele, wenig Theorie.

Sigmund Freud: Über Träume und Traumdeutungen. Enthält einige Aufsätze von Freud, gut geeignet als Einführung in seine Traumtheorie

LiloB 14.01.2011, 14:13

Interessante Mischung. Vielleicht etwas schwierig als Einstieg - aber, warum nicht?

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notizhelge 14.01.2011, 16:04
@LiloB

Naja, es war keinerlei Interessensgebiet angegeben, nicht mal ob Roman oder Sachbuch; auch nicht was "anspruchsvoll" hier wohl heißen mag. Ich hab daher ein paar Romane, teils Krimis, an den Anfang gestellt, das schwierige dann hinten.

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Widme dich der klassischen Literatur, bspw. Thomas Mann, Goethe, Schiller, Hesse, Brecht oder Dostojewski.

Wenn du lieber Thriller oder Krimis magst, wären sicher Arthur Conan Doyle oder Edgar Allen Poe zu empfehlen.

In diesen Büchern steckt mehr als in denen, die heute größtenteils erscheinen. Die kann man ja zum Teil wirklich nur noch als Hohlprofile bezeichnen.

Literaturius 14.01.2011, 10:27

Sieh' an das cookiemonster! Arthur Conan Doyle ist echt klasse, aber doch nicht mit Edgar Allen Poe zu vergleichen, der ist doch ein wirklicher Künstler und eher bei Stevenson, Mark Twain und Joseph Conrad einzuordnen. Bei den anderen gebe ich Dir natürlich recht - deshalb Daumen hoch!

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VirtualSelf 15.01.2011, 09:02
@Literaturius

Mein Gott ... soviele Plattheit von einem, der so nehme ich an, in der Weltliteratur zu Hause zu sein glaubt.
Zunächst einmal wäre die Frage, ob nur Künstler Anspruchsvolles erschaffen können, zu klären.
Daran knüpft gleich die Frage an, was einen Künstler und Kunst objektiv auszeichnet bzw. welche der unzähligen Defintionen von Kunst allgemeingültig ist?
Und schließlich: warum sollte hier irgendeiner deiner Einschätzung folge? Weil du dich zur Autorität erklärst mit der Definitionsheit für den Begriff "Anspruch" und allem, was deiner Ansicht nach damit zusammenhängt?

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cookiemonster18 16.01.2011, 09:29
@VirtualSelf

Ziemlich traurig von dir, jemanden gleich so anzumachen, nur weil er ne andere Meinung vertritt. Ich gebe Literaturius vollkommen recht.

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VirtualSelf 16.01.2011, 10:43
@cookiemonster18

Fast alles läuft bei Posts von Lit., die ich in diesem Thread gelesen habe, darauf hinaus, dass er sich anmaßt, die Vorschläge anderer User zu bewerten, nach Maßstäben, die nur ihm bekannt sind, mit "Argumenten", die mit "hohle Phrasen" noch wohlwollend umschrieben werden können.
Wer sich zum Richter über Geschmack, Kunst, Qualität, andere Menschen aufschwingt, sollte es schon ertragen, wenn man seine unqualifizierte Meinung in Frage stellt.
Da nicht Lit. jammert, sondern du, gehe ich allerdings davon aus, dass er/sie es ertragen kann.

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Ok ich versuche mich auch mal :) Einige wurden ja bereits genannt: Goethe, Hesse, Dostojewski, Poe, Nietzsche, Marx, Orwell. Bei diesen genannten gehe ich soweit, dass ich jedes einzelne der Werke von ihnen empfehlen würde.

Ich stimme auch lampin mit den großen "religiösen" Werken zu, auch diese stecken auf jeden Fall voller interessanter und faszinierender Dinge - die sogar ohne religiös zu sein, sehr hilfreich sein können.

Nun werde ich mal noch ein paar Autoren zusätzlich vorschlagen:

Milan Kundera - alles

William Shakespeare - alles

Leo Tolstoi - Krieg und Frieden (wenigstens das sollte man gelesen haben ^^)

Paulo Coelho - alles

Haruki Murakami - alles

Michael Ende - alles (da sind einige sehr tiefsinnige Dinge in dieser "Kinderliteratur")

Rudolph Steiner - Philosophie der Freiheit

Henry Miller - alles (wenn es einfach nur schön sein soll ohne S** etc empfehle ich "Der Koloß von Maroussi")

Carlos Castaneda - alles

Erich Fromm - Die Kunst des Liebens, Haben oder Sein

Sooo fürs erste ist das mal genug... wenn mehr gewünscht ist, einfach schreiben ^^

Literaturius 14.01.2011, 10:20

Kunst & Sachbuch gehen bei Dir munter durcheinander - gleichwohl ein wirklich guter Beitrag - Daumen hoch! I.S. Rudolf Steiner allerdings kann ich Dir nicht folgen, er hätte seine architektonischen Ambitionen leben sollen und auf seinen religiösen Ansatz verzichten - den ich als Philosophie nicht erkennen kann.

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VirtualSelf 15.01.2011, 00:03
@Literaturius

er hätte seine architektonischen Ambitionen leben sollen und auf seinen religiösen Ansatz verzichten
Warum? Weil Du es nicht erkennen kannst?

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Psycholoe 16.01.2011, 17:15
@Literaturius

Durchaus geht das durcheinander :D Das war einfach eine Art Brainstorming. Bei Rudolph Steiner mögen sich die Geister scheiden - aber für mich zählt es zu den besten Werken dieser Richtung ^^

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Ich finde die bücher von Morton Rhue anspruchsvoll, berührend und auf jeden fall gut geschrieben.

Ansonsten so Klassiker z. B. von Jules verne, die haben mir auch sehr gut gefallen.

Literaturius 14.01.2011, 10:24

Wer bitte ist Morton Rhue? Muß man den als Literaturbeflissener kennen? Kann ja sein, daß mir da 'was entgangen ist ....?

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Die Güte eines Buches ist zu einem bedeutendem Teile durch den Leser bedingt. Dieser erfährt etwas, setzt -im günstigstem Falle- neu zusammen. Der Inhalt eines Buches ist ein Blick auf die Welt, aus einer Welt, der des Autors. Die Interpretation ist ein weiterer Blick auf die Welt, aus des Lesers Welt. Die Güte eines Buches bestimmen Sie zu einem bedeutendem Teile. Ihr Verständnis entscheidet darüber, wie anspruchsvoll ein Buch ist. Lesen Sie.

VirtualSelf 13.01.2011, 07:25

Klasse Antwort

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Literaturius 14.01.2011, 10:16

Hervorragende Antwort - Daumen hoch! Gleichwohl finde ich, daß man als literarischer Laie sich so auf Anhieb doch schwer tu'n kann Qualität von Mist zu unterscheiden. Die Bestsellerlisten sind ja voll von Schrott (Sparks, Follet, Schätzing etc.) - überhaupt Bestsellerlisten: Die halten ja nur die verkauften Auflagen fest, hervorragende Autoren, wie Ingeborg Drewitz, Manfred Hausmann, Manfred Bieler, John Updike usw.usf. erzielen weit höhere Auflagen als die (völlig überflüssige) Ildikó von Kürthy oder Isabel Allende. Aber eben nicht in einer Woche sondern kontinuierlich über die Jahre. Also, es lohnt sich schon, sich zu überlgen, was man in seinen Kopf läßt und was man getrost den BlödZeitungsLesern überlassen kann.

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LiloB 14.01.2011, 14:06
@Literaturius

axhade, daß Du als Kommentar antwortest. Du hast eine ganze Handvoll dicke Daumen - oder Sterne - dafür verdient. Wie ich Dir zustimme!!!!

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VirtualSelf 15.01.2011, 00:01
@Literaturius

Ahhh .. die Überheblichkeit des Bildungsbürgers.
Ab welchem Punkt ist man lieterarischer Profi? Was sind allgemeingültige Merkmale von Qualität und Mist?
Ich habe die sogenannte Hochliteratur vor über 20 Jahren bewusst hinter mir gelassen. Die Themen langweilten mich, neue Perspektiven wurden mir nicht eröffnet und nur schöne - "schön" nach meinem sprach-ästhetischen Empfinden -, elegante Formulierungen waren mir viel zu wenig.
Seit damals zieh ich mir eine Gamenovelisation nach der anderen rein, 90 % davon Auftragsarbeiten von Autoren, die zum Teil höchstens mal einen Kurs für kreatives Schreiben an einer amerikanischen Hinterwäldler-Uni belegt haben ... und was soll ich sagen: dieses Typen schaffen es, meine Phantasie anzuregen und mich in Hinblick auf meine eigene Kreativität zu insperieren; etwas, das ein Updike nie schaffte ... Also: warum sollte ich einen John Updike besser bewerten als einen ... Mel Odom bzw. oder einen Ian Watson?

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deewee 15.01.2011, 19:07
@VirtualSelf

zu VirtualSelf - Der Hinweis auf die angeregte Phantasie. Darum geht es. Nicht das einzige, das ein "gutes" Buch ausmacht, aber bedeutend. Was nützt der tiefstgehende Inhalt, wenn nicht zum be- oder weiterdenken anregend? Ein Buch lesen, heisst zwei Welten zusammenführen, die des Autors und des Lesers. Im günstigstem Falle ist es die Geburt einer neuen.

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Phoenixfire 16.01.2011, 14:50
@deewee

Sehr Philosophisch du solltest selbst Bücher schreiben...

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ICH FASSE ES NICHT ! Kannst du bitte deine Frage dergestalt präzisieren, dass du selbst definierst, was für dich "anspruchsvoll" ist !

UND: Welche Themenbereiche interessieren dich ??

In meiner "Bibliothek" stehen geschätzte zweitausend Bücher, von denen ich mindestens die Hälfte für äußerst anspruchsvoll halte:

  • Werke über Unterwasser-Archäologie

  • Werke über die sozialpolitischen Aspekte des Rock'n' Roll

  • -zig Biografien über Rockmusiker (speziell Beatles)

  • Werke über Ägyptologie (und ihre gravierendsten Irrtümer)

  • Werke über die Maya und Inka

  • sämtliche Bücher von Thor Heyerdahl

  • sämtliche Bücher von Erich von Däniken

  • "Klassiker" von Grimmelshausen, Gryphius, Opitz, Kant, Lessing,Goethe, Schiller, Kleist, Herder, Büchner, Storm, Raabe, Heinrich und Thomas Mann, Hesse...........

...und viiiiiiele andere mehr !

paulklaus

LiloB 14.01.2011, 14:11

bitte, bleib`gelassen. Es ist so erfreulich, festzustellen, daß ein junger Mensch nicht nur Rat sucht, sondern auch bereit ist, sich und sein" Köpfchen" anzustrengen, daß jede harsche Kritik ihn/sie nur verunsichern würde. Wer n i c h t fragt, bleibt dumm. Wie man fragt; unwichtig, solange man die Frage verstehen kann. Und das kann man zweifelsohne. Du auch, also, ein bißchen mehr Gelassenheit bitte!!

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Hier mal mein Leib- und Magen-Schriftsteller über den ich selbst schon ein Essay geschrieben habe: Hans Lipinsky-Gottersdorf


Das Dominium

Der Sprosser schlug am Pratwa-Bach

Der Witz der Preußen

Die Prosna - Preußen

Feindliche See. Geschichte vom Rande der Welt

Finsternis über den Wassern

Fremde Gräser

Korla und der liebe Gott


Ich habe alle diese Bücher hier - und gebraucht für 'n Appel unn' Ei gekauft bei www.booklooker.de & habe gerade geprüft, daß alle billig vorrätig sind. Ich kenne viele andere hervorragende Schriftsteller, würde aber KEINEN über ihn setzen.

Ich kenne keinen Buchhändler, der auf Anhieb etwas mit diesem Namen anfangen konnte. Das ist der Grund, weshalb ich kein Schriftsteller sein will. Wenn ER in Vergessenheit geraten kann ...

Sajonara 13.01.2011, 16:08

Kenne ich ebenso nicht, aber manche der von dir aufgezählten Titel klingen zumindest recht dubios, wie etwa "Der Witz der Preussen" und daraus und überhaupt die Schlussfolgerung zu ziehen, kein Schriftsteller sein/werden zu wollen, ist für mich in der Konsequenz aus deinen Worten und daraus abgeleitet mehr als mysteriös,..?

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Ulenvater2 13.01.2011, 16:41
@Sajonara

@Sajonara: Ich habe nicht um Ihre Meinung gefragt, lege auch keinen Wert auf Möchtegern-Kenner, die einfach keinen Feierabend kennen und sich andauernd als Fachleute aufspielen wollen. Ihre Aussage von 16:03 ist so hilfreich wie ein KROPF in Oberbayern ! Ich schreibe hier für Heranwachsende und für Leute mit eigenem Stil - nicht für mainstream-Anhänger.

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Literaturius 14.01.2011, 10:36
@Ulenvater2

Um Himmels Willen - was ist denn mit Euch los? Sonst bin doch immer ich es, der hier aus der Rolle fällt; wieso macht Ihr mir die streitig? Jedenfalls mach' ich mich über diesen mir bis dato auch unbekannten Autor 'mal schlau. Ich glaube übrigens nicht, daß er als konvertierte Vertriebener ausreichend beschrieben wäre. Denn: Lipinksky ist ein jüdischer Name - na ja, ich werd' ja seh'n ....

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Was sind anspruchsvolle Bücher?
Jedes Buch, jeder Autor hat einen Anspruch; und sei es nur, die Leser (gut) zu unterhalten.

mehr infos wären nicht schlecht, anspruchsvoll gibt es in allen formen, von gartenbau bis erotik =P

Tiere essen von Jonathan Foer

"Der Vorleser" von Bernhard Schlink

Amok Spiel von Sebastian Fitzek

Die Frage ist zu allgemein gestellt.

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