Stute wird ziemlich schnell "heiß"

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich glaube die meisten der antworten da unten helfen dir nicht wirklich, obwohl ich teilweise auch deren meinung teile. Aber das du dir überhaupt solche Sorgen machst zeigt doch,dass du auch was wissen willst. Ich würde an deiner Stelle bevor du mit der Dressur anfängst sie richtig entspannt vorbereiten, wenn sie da so hetzt dann rede mit ihr und ich glaube es ist da am wichtigsten wie ruhig du selbst bist. :)

Ein Pferd, das sich noch einen gewissen Selbsterhaltungstrieb erhalten hat - schön!!!!

Die meisten resignieren ja von der Ausbinderverschnürung, die man der Reitlehre heute vorzuziehen schein. Sie jedoch mag sich nicht damit abfinden, dauernd eins ins Maul zu bekommen, wechselweise vom Reiter und vom Ausbinder. Finde ich gut!

Aber wenn Du das da, wo Du reiten lernst, nicht gelöst bekommst, bzw. es überhaupt auftritt, dann wechsle den Betrieb und geh wohin, wo man reiten lehrt! Abartig, was man so alles versäumt zu unterrichten. Dann aber die Schüler auf Turnier schicken. Geht's noch?

ponyfliege 19.06.2012, 15:01

anm. @baroque: hab noch nie eine so ungehaltene antwort von dir gelesen... aber recht hast du!!!

ich schliesse mich an: am besten irgendwo hin, wo man reiten lernt.

wobei ja leider immer noch die meisten davon ausgehen, dass, wo "nur" freizeitmässig geritten wird, weder reiter noch pferde was können müssen...

übrigens wird "mit harter hand dagegenhalten" von den richtern mit saftigen punktabzügen belohnt...

vorn weichbleiben, von hinten herantreiben. leider kann das pferd sich mit stosszügel nicht aufrichten...

0
Baroque 19.06.2012, 20:55
@ponyfliege

Ach weißt, ponyfliege. Am Anfang denkt man "oh, ein Stall, wo es wohl nicht gut läuft in der Lehre", aber wenn man tagtäglich solche Probleme liest, fragt man sich, wieviele Lehrer es gibt, die ihre Schüler in solche Situationen bringen und ob es nur noch Reitlehrer gibt, die vom Reiten eigentlich gar nichts verstehen und irgendwann fällt einem dann ein, wie es den armen Pferden damit gehen muss, wenn es schon den Schülern damit offensichtlich nicht gut geht und dass die Schüler noch die Möglichkeit haben zu wechseln in bessere Betriebe, sofern sie wissen, dass es sich lohnt, nach besserem zu suchen, aber was sollen die Pferde machen?

... und dann kann einem schonmal die Hutschnur hoch gehen.

Ich mein es ja nie böse mit den Fragestellern. Woher sollten die wissen, was normal ist und was nicht, wenn sie nur diesen Zustand kennen. Aber ich möchte dennoch sehr deutlich drauf hinweisen, dass es auch anders geht und anders für die Pferde deutlich besser wäre, weil sie damit gesund blieben, was sie auch meist zu schätzen wissen. Zumindest hatten ich und die vielen, vielen anderen ähnlich ausgebildeten noch nie solche Schwierigkeiten mit einem Pferd, wie es bei anderen an der Tagesordnung zu sein scheint.

0
Fireflies95 26.06.2012, 16:42
@Baroque

Das heißt ihr wollt mir sagen ihr seit schon seit ihr auf dem pferd sitzen könnt sie auch durchs Genick geritten?! Tut dem pferd glaub ich genauso wenig gut wenn es den Kopf so hoch trägt das der Rücken total durchgedrückt ist und es dann noch zusätzlich etwa ein gewicht von 55kg hat. Ich weis ja nicht wie das bei euch ist aber mir würde das ziemlich weh tun und außerdem kommt es bei den ausbindern immer darauf an wie eng sie sind. Unsre sind meist doch ziemlich locker und die Ausbinder kommen auch erst dann rein wenn das Pferd abgeritten ist und nich sobald man aufsitzt!

0
Baroque 26.06.2012, 17:12
@Fireflies95

Äh, hier liegt wohl ein deutliches Missverständnis mit den Begriffen vor. Ich selbst mag den Begriff "durch's Genick reiten" gar überhaupt nicht, weil es irgendwie immer den Eindruck erweckt, man müsse auf diesen Punkt, das Genick einwirken, was grotesk wäre.

Natürlich macht es einen Unterschied, wie eng ein Ausbinder verschnallt ist, aber wenn er irgendwie wirken soll, kommt das Pferd irgendwann dran an, bekommt eins ins Maul (der gibt ja nicht nach) und wird ausweichen, seinen Kopf nach hinten ziehen. Genau das hat Schäden in der Halswirbelsäule zur Folge. Ist einfach so, sieht man, wenn man vergleicht, welche Pferde welche getragen haben und welche noch nie und sich ansieht, wo diese Schäden auftreten. Natürlich kommt es schneller zum Schaden, wenn die Dinger enger sind, weil das Pferd noch viel weiter hinter zieht als wenn sie weiter sind und der Schaden wird dann auch gravierender. Aufwärmen des Pferdes hilft da leider nicht, weil es ein rein mechanischer Effekt auf die Wirbelsäule ist und den kein warmer Muskel verhindern kann. Bei diesem Kopf nach hinten ziehen wird übrigens der Rücken weggezogen, was ähnlich ist als wenn das Pferd den Kopf nach oben nimmt, nur bleibt es ein bisschen manövrierfähiger. Das heißt, wer mit Ausbindern reiten lernt, lernt erstmal gar nicht, wie sich ein gut gerittenes Pferd anfühlen sollte. Wer hingegen ohne, aber mit einem guten Reitlehrer gelernt hat und erstmals welche drin hat, wird sich weigern, ein so "eckig" laufendes Pferd zu reiten, weil dem klar ist, diese Bewegung kann nicht gesund sein.

Bei einem korrekt gerittenen Pferd muss man nie drauf achten, wie die Nase des Pferdes steht bzw. was das Genick macht, man achtet stattdessen auf den Wücken. Wenn dieser das richtige macht, kann das Genick nicht anders als mitzumachen. Man muss mit seinen Zügelhilfen acht geben, dass sich das Pferd nicht verwirft und das war's dann. Verwerfen ist das, was man von oben eindeutig als Zeichen falscher Zügelhilfen sehen kann.

Und genau das ist, was ich gelernt habe. Erst musste ich mit dem Pferd vom Boden aus umgehen, an der Longe erkunden, weshalb mit dem Kappzaum longieren gesünder ist als mit dem Halfter (Ansatzpunkt oben verhindert Verwerfen, Ansatzpunkt unten begünstigt es) und dass ein Verwerfen sich im ganzen Pferd niederschlägt und die Bewegungen eines in sich verworfenen Pferdes nicht gesund sind und warum. Erst, als wir dieses konnten, wurden wir Schüler rauf gesetzt: Erste Einheit. Oben sitzen, wohlfühlen, umsehen, wo komm ich hin und womit, wo liegen meine Beine, wenn ich sie locker liegen lasse, was passiert, wenn ich versuche, mit einem Bein eine besondere Stelle zu erreichen. Das Pferd stand in dieser Einheit. Beim zweiten Mal wurde das Pferd geführt und man probierte, ob man mit den Erklärungen des Reitlehrers das Pferd anreiten und anhalten konnte. Und weil diese Pferde immer nur exakt nach Vorgabe des Reitlehrers geritten wurden, hatten die immer den Rücken aufgewölbt, suchten von sich aus die Dehnungshaltung als Traghaltung, weil ihre Muskulatur dafür entwickelt war und von niemandem "weggeritten" wurde. Und wer Schritt - Halt - Schritt - Halt konnte ohne dass das Pferd auch nur einen einzigen ungesunden Schritt machte, lernte Lenken mit Gewicht und Schenkeln und dabei Verwerfen verhindern mit den Zügeln. Und das brachte auch schon die ersten einfachen Renvers-Verschiebungen mit sich. Wer geschmeidig im Schritt saß, guten Einfluss mit seinem Sitz und seinen Schenkeln auf das Pferd hatte und mit den Zügeln es nicht behinderte, der durfte antraben und so weiter und so fort. Die Pferde gingen in korrekter Dehnungshaltung mit frei schwingendem Rücken und offener, getragener Ganasche, bis man an die versammelnden Lektionen ging, wo auch drauf geachtet wurde, dass die Oberlinie lang bleibt und sonst ging es eben wieder einen Schritt zurück. Zu einem korrekt versammelten Pferd gehört übrigens eine offenere Ganasche wie man es heute oft sieht, also stört auch hier der Begriff "durch's Genick reiten". Ich sehe genau die, die diesen Begriff verwenden, die Ganasche enger stellen als die Anatomie des Pferdes es her gibt. Wenn man sich diese Pferde unter dem Sattel, auch in Versammlung ansieht, so stellt man fest, dass vor lauter Feststellbremse vorne einrasten weder die Oberlinie gedehnt ist noch die Hinterhand mitläuft. Das kann nicht gesund sein.

0

Ich würde auf jeden Fall schonmal die Hufschlagfiguren viel größer, weiter ausreiten, damit du genug Abstand gewinnst und die Pferdelänge zum Vordermann auf jeden Fall eingehalten wird. Bei meinem Pferd hat es immer geholfen, wenn ich es vorher longiert habe. Dadurch wurde es nachher beim Reiten viel ruhiger. Ich wünsche dir viel Glück!

P.S.; Mit meiner derzeitigen Reitbeteiligung reite ich auch mit Ausbindern auf Turnieren, weil sie eine falsche Ausbildung hatte und vor einem Monat noch nicht mal in der Halle galoppiert ist. Es gibt extra Turniere, bei denen man mit Ausbindern reiten darf und nicht jeder Reiter kann sein Pferd ohne Ausbinder unter Kontrolle halten, also finde ich diese Antworten wie "omg du reitest mit Ausbindern Turniere" total sinnlos.

Baroque 19.06.2012, 21:00

Ausbinder vertuschen einfach wunderbar, was man nicht kann ...

... und verschlechtern gleich noch schön langfristig die Bewegungen. Das heißt, man versaut sich die Möglichkeit, das in angemessener Zeit und gesund für's Pferd korrigieren zu können. Aber gut. Pferdegesundheit ist ja heute nicht mal mehr für die Reitlehrer ein beachtenswertes Thema.

0

Wenn sie wirklich mal zu schnell wird, dann geh in eine Volte oder reite sonst ganz viele kleinere Wendungen. Wenn du kannst, kannst du auch Traversalen oder so mit einbauen, da wird dein Pferd automatisch langsamer, weil es die Füße sortieren muss. Nicht mehr treiben ist falsch, du musst immer dran bleiben, damit du die Kontrolle behälst und nicht nur passiv oben drauf sitzt. Du braucht nicht umbedingt das Bein oder so großartig benutzen, der Sitz kann das gut regeln. Versuch sie somit an deine Hand zu bekommen, dann geht sie über den Rücken und lässt Kopf/Hals fallen. Hast du schon mal mit Paraden versucht? Das ist eigentlich das einfachste und sogut wie jedes korrekt gerittene Pferd reagiert darauf. Einfach die äußere Hand eindrehen. Aber normalerweise sollte dir dein RL dabei auch helfen können. Versuch sie von anfang an ordentlich abzureiten und power sie, wenn nötig, ein wenig aus.

ponyfliege 19.06.2012, 15:03

abgejagtes pferd in einer dressurprüfung halte ich für keine gute idee...

und: frage genau gelesen? ist ein schulpferd... der eine zupft und zerrt, der nächste hoppelt einfach oben drauf rum und der dritte hält sich am zügel fest...

und enge wendungen und traversalen werden im E nicht geritten.

0
FriedaRockt 19.06.2012, 17:45
@ponyfliege

Warum ist das keine gute Idee? Was spricht dagegen, wenn der vorher mal kurz läuft? Ob der nun ein A Springen geht oder kurz Ablongiert wird... Ich meinte das alles als Typ für zuhause. Klar, wird das in einer E Dressur nicht verlangt, trotzdem kann man es doch auf dem Abreiteplatz durchaus mal machen. Man fängt ja nicht erst auf dem Turnier an, mit dem Pferd zu arbeiten. Tut mir leid, aber dann ist der Schulbetrieb wohl kein guter, wenn die Pferde dort nicht mal ordentlich geritten werden oder dermaßen versaut werden. Hinzu kommt, dass der Reitunterricht wohl eher qualitativ niedrig ist, wenn die Reitschüler nicht mal lernen, ihr Pferd zu regulieren.

0

Also ich glaube ehrlichgesagt auch nicht, dass dir das etwas bringt. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du das Pferd nur in Reitstunden reitest oder als Reitbeteiligung hast. Dann sollte dir eigentlich der Reitlehrer helfen können. Grundsätzlich kannst du nur das vorne "wegnehmen", was du hinten nachtreibst. Du solltest also trotzdem weiter treiben, das ist schon wichtig. Und wenn du das Pferd ohne Hilfszügel nicht gelockert bekommst, solltest du darauf keine E-Dressur gehen. Entweder ist das Pferd wirklich überdurchschnittlich schwierig zu reiten oder du bist halt noch nicht so weit. Das wäre ja auch nicht schlimm. Sieh' dich doch einfach mal bei ein paar Ställen in deiner Nähe um und nimm ein paar Probereitstunden. Vielleicht gefällt es dir dort ja sogar besser.

Du willst Tuniere reiten und brauchst noch Hilfszügel.....

OMg

das pferd muss mal ordentlich dressurmäßig geritten werden!

ponyfliege 19.06.2012, 15:04

ist im E durchaus erlaubt...

geht mehr um den sitz und die einfachen sachen wie hilfen für die richtung usw...

ein schulpferd...

0
Baroque 19.06.2012, 20:58
@ponyfliege

Ja schon, aber ein ordentlicher Sitz ist mit Ausbindern ja auch nicht möglich. Die Stöße kommen ja im Rücken an. Wer das krampfhaft zu "übersitzen" versucht, dem geht's auf die Bandscheiben. Ist in jungen Jahren zwar leichter wegzustecken als im Alter, aber trotzdem nicht gesund. Und für's Pferd auch nicht.

0

Was möchtest Du wissen?