Sturmgewehr mit Kaliber 7,62 x 51 NATO!

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4 Antworten

Moin,

sowohl AK-47 als auch M16 haben jeweils 30 Patronen in den üblichen Magazinen, nicht 32. Allerdings gibt es da auch durchaus häufig eine Verwendung anderer Magazingrößen bei gängigen Schusswaffen, die parallel verwendet werden können.

Nun ist es nicht so, dass 30.Schuss-Magazine bei stärkeren Kalibern nicht realisierbar wären. Das AK-47 ist ein gutes Beispiel, allerdings mit Kaliber 7,62x39, nicht dem NATO-Kaliber!

Problem ist einfach die Anwendung. Diese Patronen sind schwerer, belasten also im Magazin die Feder stärker, welche sie ins Magazin drückt. Dadurch können leicht Waffenstörungen entstehen, da der Mechanismus sowohl anfälliger für Stöße etc. wird als auch womöglich schon durch Lagerung kaputt geht. Mit diesen Problemen kämpfte unter anderem die MP38/40 der Wehrmacht, die deswegen in der Regel mit weniger Patronen geladen wurde, um Störungsfälle zu vermeiden. Ein paar Schuss mehr in der Waffe kann seinen Vorteil haben - eine Waffe, die nicht schießt, ist aber ein Nachteil, den man sich nicht leisten kann. Gerade im militärischen Bereich verlässt man sich mit dem Leben darauf, außerdem kann man Waffen und Magazin in Konfliktszenarien nicht immer mit dem Samthandschuh anfassen.

Außerdem muss man auch einen Kompromiss zwischen Kapazität, Handlichkeit und Gewicht eingehen. Das Magazin macht die Waffe schwerer, sperriger, und verändert teils auch den Schwerpunkt. Wenn die Länge des Magazins z.B. das Schießen aus liegender Position verhindert, ist das mehr als nur ungünstig.

Alles in allem ist es also nicht so, das 30-Schuss-Magazine für 7,62-NATO-Munition nicht existent oder zu verwirklichen wären. Allerdings haben sich 20 Schuss als gängiger Standard etabliert, weil eben militärisch vorteilhafter. Beim 5,56 ging es ja eben um Verringerung von Größe und Gewicht der Munition, deswegen sind hier 30 Schuss möglich geworden, ohne den Schützen allzu sehr zu behindern.

Wobei wir zum letzten Punkt kommen: 7,62-NATO gegen 5,56-NATO, Dauerdebatte mit viel Unwissen, Emotionen und Beständigkeit. Fakt ist: 7,62 hat mehr Durchschlagskraft und Reichweite, weil eben schwerer und dadurch ballistisch bessere Eigenschaften. Nur eben auch schwerer, nach heutigem militärischen Standard überwiegen deshalb die Vorteile der 5,56: Man kann mehr Munition mitführen, außerdem ist der Rückstoß weniger stark, daher bessere Eignung für Dauerfeuer.

mfg Nauticus

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Kommentar von Nauticus
01.02.2015, 01:51

welche sie ins Magazin drückt.

Natürlich nicht ins Magazin, sondern aus dem Magazin ins Patronenlager der Waffe. Und wie gesagt, auf die Kaliberdiskussion möchte ich mich gar nicht einlassen. In manchen Bereichen hat 7,62 durchaus noch Berechtigung, aber es ist 5,56 eben nicht etwa universal überlegen, wie das manche anhand der reinen Leistungsdaten glauben mögen.

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Kommentar von WDHWDH
01.02.2015, 03:31

TM 43-0001-27 ARMY Ammunition data sheetssmall caliber ammunition FSC 1305 '(6/81) berichtigt deine Antwort-fachlich nicht mit ......................U.A. wird auf die mil.Verpackungseinheiten eingegangen (auch TM 1990) usw. Beispiel 32 Schuss = 4x8 Pistolenmunition , StG 57 4x6 , StG 58, G3, BAR (20 30.06) FAL C3 3x10(!), usw. Wesentlich ist die taktische Aufgabe zu dieser Zeit!und nicht die Stärke der Magazinfeder. Munition beim G3 4x20 im Magazin ,1x20 an der Waffe und 2 x20 in Schachteln im Gepäck. M16 zuerst 20 er Schachteln-aus Mangel an Magazinen! ,dann etwa 1980 30er Mag und und 30er Schachteln sowie 10er Ladestreifen in Bandoliers . Wesentlich für die Munitionsausstattung ist die EINSATZTAKTIK.die beim AK47 eine Andere als beim G3 ist. usw

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Kommentar von LonePhoenix19
01.02.2015, 17:45

Du hast recht, es wäre realisierbar. Das mit dem Gewicht und der belasteten Feder könnte schon stimmen, aber könnte man da nicht einfach eine stärkere Feder nehmen, oder zwei??

Das die Länge des Magazins beim Schießen aus liegender Position stören könnte stimmt, aber das Magazin der AK ist genauso lang, weil die beiden Kaliber gleich dick sind. Das Magazin der NATO-Munition wäre nur breiter, weil die Munition länger ist, was bei der Frage im Liegen irrelevant ist!!..............Außerdem könnte man das Magazin gebogen herstellen wie bei der AK!!

Das Gewicht wäre auch ein Problem wegen der längeren Munition, aber man könnte das Gewehr insgesamt leichter und kürzer machen. Hierbei denke ich vor allem an die "Bullup-Bauweise" und leichtere Materialien, also dass nicht alles aus Stahl ist, was es nicht unbedingt sein muss, wenn du verstehst was ich meine.

Dass sich der Schwerpunkt der Waffe verändern könnte, kann doch nicht so schlimm sein oder??..........ich meine ein Gewehr ist kein Schwert mit dem man präzise Hiebe ausführen muss!

Ich persönlcih finde die "5,56 x 45" Muition nicht so gut, und ich kenne mich schon ein bisschen aus, bin also nicht nur ein "Call of Duty"-Zocker der von da seine Meinung hat. Grund ist dass die Munition sehr wenig durchschlagskraft hat, und auf Distanzen von über 200m, auch viel Effektivität verliert im Gegensatz zur "7,62 x 51", die eine unglaubliche Durchschlagskraft und Reichweite hat.

Selbst die der Munition der AK also "7,62 x 39" ist um einiges Leistungsstärker als die "5,56 x 45"!!

Das ist der Grund warum ich den Kaliber "7,62 x 51-NATO" präferiere!!

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Also zumindest für das H&K G3 gibt es Trommelmagazine mit 50 als auch mit 100 Schuß. Diese passen ohne Umbaumaßnahmen an den originalen Magazinschacht. Der Hauptgrund weshalb diese Magazine nicht Standard sind ist einfach der, daß die Gewehre dann einfach zu schwer und daher nicht mehr so handlich sind. Der Soldat bzw Schütze ist im Kampf deshalb nicht mehr so agil und kann nicht mehr voll taktisch eingesetzt werden. Vor allem das 100 Schußmagazin hat voll geladen doch ein ziemlich hohes gewicht.

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Hallo,

zu Deiner Frage

Warum gibt es keine Sturmgewehre mit diesem Kaliber mit einer Magazinkapazität von 32 Patronen,

fällt mir nur ein: Vielleicht bieten die Hersteller so etwas nicht an? Und die Gründe dafür erfährst Du immer noch am ehesten bei den Herstellern statt hier bei den GF-Hobby-Killern. Wer kennt schon die Marketingstrategien oder einsatzbedingten Gründe dafür?

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Magazin ist dann einfach zu lang, problematisch wenn man in der Stellung liegt.

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Kommentar von LonePhoenix19
02.02.2015, 16:17

Magazin wäre genau so lang wie bei der AK 47, weil beide Kaliber gleich breit sind, einer ist lediglich etwas länger!!

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