Stundenkonto bei Zeitarbeit

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3 Antworten

Moin,

lies dir dazu mal bitte durch:

§ 11 Abs 4 AÜG i.V.m § 615 BGB.

Die Leihbude kann auch in ihren Neppervertrag schreiben. "Morgen gibt schönes Wetter", oder sowas.

Gaanz wichtig ist aber, dass du immer NACHWEISBAR deine Arbeitskraft anbietest.

"Gaanz wichtig ist aber, dass du immer NACHWEISBAR deine Arbeitskraft anbietest."

Das heißt für mich? Soll ich immer anrufen!?

Mir ist schon klar das ich keine Zettel mit urlaub usw. unterschreibe.

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@golem19021992

Hi,

Im Streitfall reicht anrufen leider nicht. - jedenfalls nicht vor Gericht.

Hab ich selbst erlebt. da heißt es dann "Ein Einzelverbindungsnachweis beweist nur, dass zwischen zwei Telefonen eine Verbindung bestand, nicht aber den Inhalt des Telefonates."

Also schickste zusätzlich ne E-Mail mit Lesebestätigung + ne SMS.

Da schreibste einfach rein. "Lieber herr Disponent, hast du n Auftrag, bzw n Einsatz für mich. - Mit der Bitte um Ihre Rückmeldung."

Das kannste dir NUR dann sparen, wenn dich der Arbeitgeber nachweisbar, also schriftlich, auf Abruf nach Hause schickt.

Der müsste also schreiben:" Lieber Leiharbeiter, bitte stehen Sie telefonisch zur Verfügung, damit ich Ihnen die nächste Arbeits- bzw. Einsatzanweisung zukommen lassen kann."

Also Vorsicht bei den Leihbuden.

Wenn die Geld sparen können und Zahlungen umgehen können, werden die das versuchen.

Arbeitsrechtlich ist jeder Arbeitnehmer verpflichtet, seine Arbeitskraft anzubieten. - eigentlich sogar "körperlich", d.h. selber antanzen.

Weil es in der natur der Leiharbeit liegt, dass die Arbeitsleistung i.d.R. nicht im Büro der ZAF verrichtet wird, genügt es den Gerichten zumeist, dass die Arbeitskraft nur angeboten wird. - DAS muss aber nachweisbar sein.

Wenn es später zum Streit kommt, haben die Mitarbeiter der ZAF immer ne ausgeprägte Amnesie.

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@Meinereiner67

Was würde passieren wenn mir die Firma keine Antwort per Email bzw. SMS gibt? Also wenn die sich weigern würde zu antworten.

Die werden mir sicherlich nicht schriftlich geben das ich zu hause bleiben soll.

MFG

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@golem19021992

Hi,

wenn du auf mehrfache Weise ne Nachricht versendest, dann wäre das was du vortragen würdest wieder schlüssig.

Bei ner E-Mail und bei ner SMS kann man den Inhalt nachvollziehen.

Dass jemand Beides nicht gekriegt haben will dürfte kaum lebensnah sen.

Alternativ kann man auch z.B. mit E-Post n Fax versenden.

Sowas gibts auch von GMX o. Web.de.

Das bedient man, wie n normalen E-Mail Account, nur dass man da halt zusätzlich auswählen kann, dass das als Fax versendet wird.

Da kriegste, wie bei nem richtigen Fax auch ne Sende- bzw. Empfangsbestätigung.

Den Empfang muss die ZAF nicht bestätigen, sondern das macht das FAX.

Bei der E-Mail mit Lesebestätigung ist das aber auch so. Wenn der Empfänger die Mail öffnet kommt die Bestätigungsmail. Die Leihbude muss nicht selber schreiben:"Ich habe deine Mail gelesen."

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@Meinereiner67

So eine Lesebestätigung kann man aber auch abweisen, dass ist Dir hoffentlich klar, oder?

Und warum soll er sich jeden Tag melden? Stimmt doch gar nicht. Er hat doch einen gültigen Arbeitsvertrag.

Das sich "ständige melden" soll für was gut sein? Eine Kündigung, wenn sie denn ausgesprochen werden sollte, wird sie nicht verhindern können.

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@Katzentante1973

So eine Lesebestätigung kann man aber auch abweisen

Ja, das ist richtig, die kann man abweisen, bzw. als Empfänger nicht bestätigen.

Deshalb war mein Rat auch dahingehend, dass man mehrere Möglichkeiten nutzt.

Er hat doch einen gültigen Arbeitsvertrag.

Nur der Arbeitsvertrag entbindet den Arbeitnehmer nicht von der Pflicht, seine Arbeitskraft anzubieten.

Das sich "ständige melden" soll für was gut sein? Eine Kündigung, wenn sie denn ausgesprochen werden sollte, wird sie nicht verhindern können.

Das ständige melden gilt dem Anbieten der Arbeitskraft. Das ist Grundvoraussetzung dafür, dass überhaupt ein Lohnanspruch besteht.

Rechtlich streng genommen muss der Arbeitnehmner seine Arbeitskraft "körperlich" anbieten, also persönlich auf der matte stehen.

Also selbst dahin und fragen: "Chef, hier bin ich, was soll ich heute machen"?

Wie schon geschrieben sehen es die Gerichte mittlerweole bei der Zeitarbeit so, dass der Malocher nur anfragen muss, welche Arbeit er denn verrichten soll, Weil der Sitz der ZAF i.d.R. ja nicht der Arbeitsort des Leiharbeiters ist.

Dieses Anfragen, bzw. das Anbieten der Arbeitskraft muss aber nachweislöich erfolgen.

Viele Leute glauben, dass die VBewerbung oder die Untezeichnung des Arbeitsvertragen mit dem Anbieten der Arbeitskraft gleich kommt. - wie im Vertragsrecht, wo die Leistung vor Vertragsschluss angeboten wird.

Es geht hier aber explizit um das zur Verfügung stellen der Leistung.

DAS wird verlangt und DAS soll und muss nachweisbar erfolgen.

Ne Kündigung wird das wohl nicht verhindern. - darum gehts aber auch nicht.

Es geht darum, dass die ZAF die Möglichkeit haben muss die leistung abzurufen.

Man mag davon halten, was man will. - Es wird vom Arbeitnehmer verlangt, dass er dem Arbeitgeber zur Verfügung steht.

Und das geht logischerweise nur dann wenn der malocher von sich aus sagt "Chef hier bin ich."

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Hallo, ich arbeite selber bei einer Nepper und Schlepper Leihbude und habe derzeit auch keinen Einsatz.

Also, Dein Arbeitgeber darf auf gar keinen Fall auf Deine Stunden zugreifen und diese dafür verbraten wenn Du mal keinen Einsatz hast.

Weiter brauchst Du auch nicht jeden Tag da zu melden. Du hast einen Arbeitsvertrag und Punkt. Die einzelnen Diponenten wissen, wer wo im Einsatz ist und wer nicht. Glaube mir, jeder Angestellte, der nicht in einem Einsatz ist, kostet die richtig Geld.

Ich habe aber immer mein Handy bei mir. Damit mich die "netten Damen und Herren" auch immer erreichen können :-)

Immer schön locker bleiben, okay!?

Nein, die dürfen Dir nicht so ohne weiteres Deine Plus-Stunden abziehen! Wenn Du Dich kurzfristig für einen Einsatz zur Verfügung hälst (also Arbeitsbereitschaft signalisierst), müssen Dir diese Tage / Zeiten bezahlt werden.

Auch wenn im arbeitsvertrag steht das die stunden für arbeitsfrei abgezogen werden dürfen?

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