Stuentische Versicherung zahlen ohne Einkommen, ist das rechtmäßig?

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4 Antworten

die Familienversicherung über den Stiefvater ist nur möglich, wenn der Stiefvater den überwiegenden Unterhalt für dich erfüllt. er also für dein Dach überm Kopf, deine Lebensmittel und alles mögliche andere usw. sorgt. da du selbst etwas verdienst, ist der überwiegende Unterhalt durch den Stiefvater nicht gegeben. und damit auch keine Familienversicherung über ihn möglich.

leider ist es tatsächlich so, dass der Gesetzgeber vorgegeben hat, dass jeder Beiträge zahlen muss, egal ob er Null Einkommen hat oder viel. der Gesetzgeber hat dafür eine Mindestbemessungsgrenze festgelegt. das ist keine Willkür der Krankenkassen, sondern Gesetzgebung.

bei Studenten hat der Gesetzgeber bereits die geringere Einkommenssituation berücksichtigt. die Beiträge zur Krankenversicherung der Studenten sind viel niedriger als für die, die keine Studenten sind und keinerlei Einkommen haben. diese Leute müssen pro Monat den Mindestbeitrag von ca. 170 Euro berappen. Selbständige mit geringen Einkommen sogar noch mehr.

an deiner Situation kannst du leider nichts ändern. dass die Krankenkasse eine Ratenzahlung mit dir eingegangen ist, solltest du als Lichtblick betrachten. denn die Kassen sind nicht dazu verpflichtet oder angehalten auf eine Ratenzahlung einzugehen. Ratenzahlungen sind Kulanz. Krankenkassen müssten eigentlich sofort vollstrecken.

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Leider nein, da wirst du keine Möglichkeiten haben.

Eine kostenfreie Familienversicherung über einen "Stief-Elternteil geht nur dann, wenn dieser den überwiegenden Unterhalt für sich leistet. Das Gesamteinkommen der Familie wird addiert (Netto), dann durch die im Haushalt lebenden Personen geteilt, die Hälfte davon ist der Betrag, der betrachtet wird für die Unterhaltsberechtigung.

Da gibt es keine Kulanz, der Mitarbeiter der HEK darf das Gesetz auch nicht beugen. Der will dich nur ködern.

Wie hoch ist das Einkommen des Stiefvaters, das deiner Mutter, evtl. noch im Haushalt lebende andere Kinder und deins. Dann rechne ich es dir aus. Gern PN

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Kommentar von Ggjemaili
07.09.2016, 13:52

Danke dir für die Hilfe, ich war heute noch einmal bei der KK und der Mitarbeiter hat sich noch einmal alle meine Gehaltsabrechnungen angesehen und meinte das müsste über meinen Stiefvater gehen. 

Auswendig weiß ich gerade nicht was er verdient, aber es ist äußerst wenig das wird auch das Problem sein. 

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Das ist auch etwas was ich total unverschämt finde und was sich wirklich ändern sollte. Leider haben wir in Deutschland die gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Ich bin der Meinung die Politik täte mal gut daran, in ihren nächsten Wahlprogrammen vorzuschlagen, dass man nur verpflichtet ist Krankenkassenbeiträge zu zahlen, wenn man ein Einkommen hat und auch nur wenn man mind. das 1.5 fache des Existenzminimum hat. Gerade junge Menschen die in den jungen Jahren und in Ihrer Orientierungsphase stecken ohne regelmäßiges Einkommen, wird da der Weg erschwert.

Ich z.b. habe 2 Jahre lang nebenher gejobbt bis ich das passende Studium gefunden habe, und ich musste gezwungenermaßen mich freiwillig versichern, und all das ganze Geld was ich mir dafür gespart habe ging quasi für die AOK-Beiträge drauf, die ich nachzahlen musste (in 2 Jahren insgesamt 6 Monate die sich angesammelt hatten, wo ich mich frewillig versichern musste, weil ich keinen Job oder Ausbildungs/Studiumsplatz hatte). Ich finde das so unverschämt, dass ich am liebsten 80% von dem Geld zurückfordern würde und das ist immer noch großzügig....es sind bestimmt um die 2000 Euro die sich angesammelt haben, und dann nachdem ich brav die Beiträge nachgezahlt habe, will die AOK nichtmal meine simple Ohrpassstück-Versorgung (bin schwerbehindert; hörgeschädigt) für mickrige 80 Euro übernehmen. Noch kann ich dank des Studiums ein Jahr jetzt Familienversichert sein. Aber sobald ich 25 bin kündige ich bei der AOK bzw. werde sie wechseln. Das Krankenversicherungsgesetz muss neu reformiert werden und ist absolute Blutsaugerei.

Zu Deinem Fall: Glaub mir, du kannst da in Deinem Fall nix machen. Also damit meine ich den Teil, dass du gar nichts mehr nachzahlen musst oder so. Sozialamt oder die ARGE sind da wohl der letzte Ausweg. Aber das ist wie, wenn man einen Alkoholiker kurieren möchte und ihn dann mit Drogen als Kuriermittel behandelt. Man macht das Leben für die armen Bürger nur noch schlimmer.Mein Tipp: Kommuniziere mit Jeder Behörde/Amt das in irgendeinerweise bei deinem Fall weiterhelfen kann. Klingt wenig hilfreich, aber das ist das einzige was ich dir jetzt empfehlen kann.Good luck.

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Kommentar von Ggjemaili
06.09.2016, 23:15

Diejenigen die etwas für die Zukunft tun wollen, werden regelrecht dafür bestraft habe ich das Gefühl, ich würde gerne meine Beiträge zahlen, darum geht es nicht, aber ich habe schlichtweg nicht das Geld dafür und kann mir nicht vorstellen, dass ich selbst ohne meinen Minijob zahlen müsste. Das klingt wie ein Scherz in meinen Ohren.

Und wechseln habe ich auch vor, habe von der HEK erfahren, dass man mich über einen Stiefvater sofort versichern könne und es eigentlich eine Kulanzsache der Mitarbeiter ist...

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Ja natürlich ist das rechtmäßig. Wenn du wirklich am Existenzminimum lebst, solltest du überlegen dein Studium abzubrechen und sozialversicherungpflichtig arbeiten zu gehen. Könntest ja auch den Unterhalt von deinem leiblichen Vater einklagen

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Kommentar von lanlan0000
06.09.2016, 22:53

oder wie sieht es mit bafög aus?

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Kommentar von Ggjemaili
06.09.2016, 23:04

Natürlich könnte ich mein Studium abbrechen, das von jemandem zu verlangen, der später liebend gerne Steuern zahlen würde und was aus seinem Leben machen würde, ist aber eine Frechheit. Und auf Unterhalt haben wir jahrelang ohne Erfolg geklagt. Danke dennoch

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