Studiumabbruch nach 2 Tagen?

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6 Antworten

Ich würde Dir davon abraten, sofort wieder aufzuhören. Du solltest Dich von Deinen ersten Tagen nicht abschrecken lassen, auch wenn der "erste Eindruck" dann natürlich dahin ist.

Meine Antwort hat mehrere Gründe. Zuerst einmal wirst Du, egal was Du studierst, vermutlich früher oder später einen Dozenten haben, der unsympathisch oder einfach schlecht ist. Dass Du einen solchen Fall gleich zu Beginn hast, ist natürlich bitter. Das heißt jedoch nicht, dass Du Dich nicht an seinen Stil gewöhnen kannst. Ob Du das kannst, wird sich aber nur mit der Zeit zeigen. Du solltest auch bedenken, dass insbesondere Fächer wie Mathematik im Niveau zwischen Schule und Uni/Fachhochschule springen; am Anfang nichts zu verstehen ist also durchaus normal. Du kannst Dich vermutlich an das Niveau gewöhnen, wenn Du Dich eingearbeitet hast.

Was die Pädagogik angeht, nehme ich an, dass Du später Kurse darin haben wirst, zuvor aber etwas von den Dingen lernen musst, die Du unterrichten willst. Daher würde ich Dir raten, erst einmal bei der Sache zu bleiben, und zu sehen, ob die Sache wirklich so schlimm ist wie sie scheint. Ein einzelner Dozent sollte Dir nicht das vermiesen was Du wirklich gerne machen willst.

Mein letzter Punkt ist ein pragmatischer: Da Du geschrieben hast, keinen Ausbildungsplatz bekommen zu haben, stellt sich die Frage, was Du statt dessen machen willst, da auch alle Bewerbungsfristen für andere Universitäten abgelaufen sein dürften.. Solange Du keine sichere Alternative hast, kannst Du auch am Ball bleiben und sehen ob Du nicht doch Freude am Studium entwickeln kannst und Dich währenddessen nach einer Alternative umsehen.

Ich hoffe, das ist irgendwie hilfreich.

Ein letztes noch: Vermutlich sind Familie und Freunde bessere Ansprechpartner, weil sie Dich und Deine Situation besser einschätzen können als die Nutzer dieses Forums.

Danke für die Antwort. Das war ein kleines Problem weil mir jeder einen anderen Rat gegeben hat.

Zu der Ausbildung: Da nächstes Jahr der Doppeljahrgang ist, hatte ich gehofft bessere Chancen durch verschiedene Praktika zu erhalten.

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Nach 2 Tagen abzubrechen ist eine sehr schlechte Idee, weil du noch überhaupt keinen Einblick bekommen hast. Bei meiner Einführungsveranstaltung hieß es das man sich zeit lassen soll sich auf das Fach einzulassen d.h. mindestens mal ein Semester.

Ich weiß jetzt natürlich nicht genau wie es an deiner Uni aussieht, aber ich habe bei meinem Studium(nicht Mathe) verschiedene Module, die ich entsprechend auf meine Semester eigenverantwortlich verteilen kann, also z.B. 5 Grundkurse, aber niemand schreibt vor welchen ich wann mache. Das heißt so viel, wie das ich dir raten würde dich bei der Studienverwaltung zu informieren, ob du nicht noch deinen Grundkurs wechseln kannst. An deiner Uni wird es aber mit Sicherheit ein Tutorenprogramm oder vergleichbares geben. In dem Fall kannst du dich an ältere Studenten wenden, die schon die Grundkurse hinter sich haben und auch bereit sind es zu erklären(sonst wären sie keine Tutoren).

Erst mal: Du kannst, wenn du hier eine Frage stellst, nicht davon ausgehen, dass jeder die Abkürzungen kennt, die du verwendest, weil sie für dich völlig gebräuchlich sind. Zumindest einmal solltest du Lehramt für Haupt-, Real- und Gesamtschulen ausschreiben. (Was war das einfach, als es noch SEK I hieß.) ;-)

Dann finde ich es bedenklich, dass du bereits nach zwei Vorlesungen das Handtuch werfen willst. Ich kenne niemanden, der von Anfang an alles verstanden hätte. Du bist jetzt an der Universität, nicht mehr an der Schule. Du magst den Prof nicht? Es gibt bestimmt nicht nur den einen an eurer Uni. Du wirst ihn bestimmt künftig vermeiden können. Bedenke auch, diesem Prof sind vermutlich auch viele seiner Studenten nicht sympathisch. Unterrichten muss er sie trotzdem. Es geht beim Lernen nicht um Sympathie.

Ich habe hier schon öfter gelesen, dass Leute schrieben, dass das Studium Mathe auf Lehramt nicht so einfach ist. Vielleicht hättest du dich doch etwas eingehender damit befassen sollen VOR Studienantritt.

Noch eins, weil sich mir grad die Haare sträuben und du schließlich Lehrer werden willst: Es heißt: "zu tun". Das wir ebenso wenig wie gar nichts zusammen geschrieben. Und schon gar nicht groß.

Ich schreibe mit meinem Handy und da gibt es die Autokorrektur, ich glaube es sind sogar noch mehrere Rechtschreibfehler in dem Text aber wenn ich einen Text mit meinem Handy fehlerfrei schreiben will brauche ich ewig. Ansonsten bin ich der deutschen Sprache mächtig und Rechtschreibung ist für mich echt kein Problem. :)

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Und mit den Abkürzungen hast du natürlich recht, tut mir leid :)

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@Shenny1029

Oh, irgendwie beruhigt mich das. Ja, diese Autokorrektur ist wirklich furchtbar, die hat mir auch schon oft ein Schnippchen geschlagen. Das mit den Abkürzungen ist nur ein Hinweis fürs nächste Mal. War nicht böse gemeint. ;-)

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@Kristall08

Was ist eigentlich dein Zweitfach? Es ist bestimmt nicht so "schlimm" wie Mathe. ;-)

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Eigentlich ist es ja genau umgekehrt: Das, was du aus der Schule kennst, hat mit Mathe nichts zu tun, sondern jetzt fängt der Spaß erst an :P

Und ja, dieser Umbruch ist ganz normal. Das Thema, das an der Uni gefordert wird, hat mit dem Schultempo, wo man 4 Wochen mit irgendener Furzformel verbringt, nichts mehr zu tun. Da müssen aber alle durch.

Ich weiß leider nicht, was HRG bedeutet, aber bei uns an der Uni ist es bei Mathelehrämtern so, dass die ganz normale Mathematik-Vorlesungen besuchen (nur wohl insgesamt ein paar weniger). Pädagogische Vorlesungen kommen dann eben noch dazu.

Es gibt jetzt 2 Möglichkeiten: Du schmeißt dein Handtuch. Im Mathestudium kann es durchaus vorkommen, dass Leute, die in der Schule eigentlich gut waren, nichtmehr zurecht kommen. Ist halt nicht einfach. - Oder du beißt dich durch. Wie ich schon erwähnt habe: Aus einer Vorlesung rauszugehen und nichts verstanden zu haben ist nicht ungewöhnliches. Der Unterschied zur Schule ist nur, dass es jetzt in deiner Verantwortung liegt, dich darum zu kümmern, dass du was verstehst. Sicherlich gibt es irgendwelche Tutoren oder Mathesprechstunden, an die du dich wenden kannst. Freunde von mir haben im ersten Semester eine Mathevorlesung komplett nicht besucht, weil sie den Prof nicht mochten. Haben sich stattdessen zusammen getroffen und den Stoff selbst durchgenommen. Haben auch alle bestanden ... es ist nur Eigeninitiative gefragt (kann ich nicht oft genug wiederholen)

Übrigens finde ich es etwas verwunderlich, dass du dir angeblich so gut überlegt hast, was du studiere willst, und dich dann wunderst, dass es im Mathelehramt doch tatsächlich höhere Mathematik gibt ...

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@DoTheBounce

Ich hatte mich falsch ausgedrückt. Ich wollte nur verdeutlichen, dass die Mathematik da zurzeit so gehoben ist, dass ich einfach denke, dass das schon nichts mehr mit Mathematik zutun hat. Kann ich schlecht erklären aber du hast es falsch aufgefasst :)

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Der Prof ist auch nicht für dich zuständig. Du bist jetzt im Studium, nicht mehr in der Schule. Dir wird nicht alles hinterhergetragen und die Profs sind nicht deine persönlichen Nachhilfelehrer. Wenn man frisch vom Gym kommt ist das natürlich erst mal ne Umstellung.

In Mathe ist es eig normal, dass man am Anfang nichts versteht. Unimathe ist eben anders als Schulmathe. Setz dich mit deinen Kommilitonen zusammen und gründe ne Lerngruppe. Geh in die Bib und wälze Bücher. Informiere dich im Internet, such dir Übungsaufgaben. Lerne selbstständig. Das ist der Grund, warum du nur nicht den ganzen Tag Uni hast. Es wird von dir erwartet, dass du dich privat dransetzt und lernst. Die Vorlesung vermittelt dir nur die Grundlagen, alles Weitere musst du selber machen. Mit etwas Fleiss kannst du das sicher schaffen. Ich würde an deiner Stelle nicht gleich aufgeben, warte erst mal das Semester ab. Aber tu auch was, sonst wird das nix.

Ja das war mir schon klar aber ich hatte mir den Themeninhalt des Studiums ein wenig anders vorgestellt. (Infos habe ich aus der Studienberatung.)

Ich werde es vorübergehend auch nicht aufgeben. Das ist mir heute klar geworden.

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Relax dich. Gerade im ersten Semester gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man macht easy Eierschaukeln. Oder es geht gleich krass los und die sieben kräftig durch. Das gibt's in einigen Studiengängen, dass man nach dem ersten Semester froh sein kann, wenn seine beiden Tischnachbarn noch dabei sind. Ich kann dir nur eines empfehlen: so wie dir, geht es garantiert auch anderen! Sprich es bei deinen Kommilitonen offen an. Eine Lerngruppe ist das beste, was man bilden kann in so einer Situation!

Danke!! :)

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