Studium mit Depression abschließen/Erfahrung?

9 Antworten

Hallo multikulturell,

neben der Hilfe durch Ärzte oder Therapeuten kannst Du auch selbst eine Menge gegen Deine Depression tun. Nachfolgend möchte ich Dir einige Strategien aufzeigen, die im Kampf gegen Depressionen nützlich sind.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder ein fähiger Berater sein. Wenn Du es lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat. Ein Problem zu verleugnen und es nicht zu bearbeiten, macht alles nur noch schlimmer. Dein Gesprächspartner könnte Dir auch dabei helfen, verkehrte Denkmuster zu korrigieren. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen auch Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden. Hier sind einige Beispiele für solche verzerrten Denkmuster:

- Du siehst Dich in Schwarzweißkategorien. Du fühlst Dich als Versager, wenn Du nicht alles perfekt hinbekommst.

- Aus einem einzigen negativen Erlebnis wird ein endloses Misserfolgsmuster gemacht. Beispiel: Du machst einen Fehler und sagst dann: Bei mir läuft immer alles schief.

- Positives wird heruntergespielt. Machst Du einmal eine positive Erfahrung, magst Du diese herabwürdigen und zu Dir sagen: Das habe ich gar nicht verdient.

- Ohne einen wirklichen Grund zu haben, wird gefolgert, dass jemand einen nicht leiden kann. Man ist auch völlig davon überzeugt, das alles immer nur schlecht ausgeht.

Es geht also darum, solche falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand schweres Unrecht oder sonst wie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen". Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grübele nicht immer wieder darüber nach. Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Wenn Du in Deinem Kampf gegen die Depressionen erfolgreich sein möchtest, benötigst Du unbedingt eine ausgeglichene Einschätzung Deines eigenen Wertes. Das bedeutet, dass man sich der eigenen Grenzen bewusst ist und von sich keinen Perfektionismus abverlangt. Es ist jedoch auch nicht ratsam, ins andere Extrem zu verfallen und Deinen eigenen Wert herunterzuspielen. Messe auch Deinen Wert nie an der Anerkennung oder Ablehnung durch andere. Lass Dir durch die Bewertungen von anderen nie Dein Selbstwertgefühl rauben.

Ich möchte Dich bei dem Thema Depressionen noch auf einen anderen, wichtigen Aspekt aufmerksam machen. Obwohl die Bibel kein medizinischer Ratgeber ist enthält sie dennoch einige sehr ermunternde Aussagen und eine kostbare Hoffnung. Immer wieder zeigt die Bibel, dass Gott besonders Niedergedrückte sehr am Herzen liegen.

In den Psalmen heißt es:" Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen" (Psalm 72:13,14). Ist es nicht schön zu wissen, dass Gott an Deinem Leid nicht einfach vorbei sieht? Er verspricht uns, zu helfen, sofern wir an ihn glauben und bereit sind, seinen Willen zu tun. Viele, die unter Depressionen litten, haben gemerkt, dass ihnen ein enges Verhältnis zu Gott sehr geholfen hat, nicht mehr so bedrückt und hoffnungslos zu sein.

Darüber hinaus ist es, wie bereits erwähnt, auch sehr wichtig, das Gespräch zu jemandem zu suchen, der Dir einfühlsam zuhören kann und der auch reif genug ist, Dir zu helfen. Vielleicht gibt es ja in Deinem Freundes- oder Bekanntenkreis jemanden, zu dem Du Vertrauen hast und an den Du Dich wenden könntest. Ja, schöpfe alle Hilfen aus, die Dir zur Verfügung stehen! Dann, so hoffe ich, wird es Dir gelingen, Deine Depressionen zu überwinden. Alles Gute und viel Kraft dabei!

LG Philipp

Also eine Pauschale Antwort ist nicht möglich ohne die genauen Ursachen, Symptome, und schwere der Erkrankung bescheid zu wissen.

Sicher ist, das einige Menschen mit Depressionen massive Einschränkungen erleiden wenn es um Ihre möglichen Handlungen geht.

Grundsätzlich ist aber auch zu sagen, dass Depressionen so behandeltet werden, indem fehlerhafte/disfunktionale Verhaltensweisen durchbrochen und umgelernt werden. Will man Angst, Scham (übrigens ausschliesslich angelernt) und Selbstzweifel hinter sich lassen birngt es nicht diese weiter zu fördern und vor Angst gar nix mehr zu tun.

Den Umfang und die zeit die man investiert kann man mit dem Therapeuten auf ein gesundes Maß bringen und früher oder später ist bei jeder Therapie das Ziel wieder "befreit" arbeiten zu gehen ohne daran kaputt zu gehen.

Man darf von sich selbst auch nicht zu viel abverlangen oft sorgen menschen mit Depressionen selbst dafür das sie gnadenlos überfordert sind. Weil sie sich z.B. 120 % auflasten aber nur 80% leisten können. Selbstführsorge heisst das Zauberwort, kleine machbare Belastungen, step by step. Kleine Erfolge helfen um wieder selbstvertrauen auf zu bauen.

Wenn es möglich ist sollte man ruhig weiter machen (auch Meinung des Therapeuten dazu einholen) aber eben nicht auf hauruck und nicht auf biegen und brechen. Prioräten setzen ausser Prüfung und Therapie nichts weiter aufhalsen bis Prüfung geschafft ist z.B..

Ich habe trotz schwerer Depression mein Studium beendet und mir danach einfach ein halbes Jahr Ruhe und nur Zeit für mich gegönnt plus Therapie und es war mir total egal das da ne Lücke im Lebenslauf ist und was andere dazu sagen , es ist ja mein leben und meine Gesundheit und ich habe mir das genommen was ich gebraucht habe.



Ich denke, das ist ohne Probleme möglich wenn man die richtigen Medikamente bekommt und auch Therapieangebote wahrnimmt! Ohne wird es verdammt schwer da man durch die Depression auch an Schlaf- und Konzentrationsstörungen leidet. 

Wichtig ist auch das wirkliche Interesse am Thema des Studiums sonst wird man es früher oder später abbrechen. 

Du darfst dir nicht von einer Krankheit den Mut nehmen lassen. Die positiven Aspekte des Studiums notieren und immer wieder vor Augen halten! 

Machbar ist es! 

Wie versichere ich mich nach Studium ohne mich arbeitslos zu melden?

Hallo Ihr Lieben,

ich bin momentan noch Studentin, war viele jahre über die private Versicherung meiner Eltern mitversichert (beide Beamte) und bin jetzt (da über 28) in der privaten Krankenversicherung für Studenten der Debeka. Ich werde im Januar mit dem Studium fertig sein, wollte danach (ab April) aber noch etwas reisen bzw. dann ab Sommer eventuell im Ausland arbeiten. Kann mir jemand sagen, wie ich mich bis zu dem Zeitpunkt des Reiseantritts (denn ab da kann ich ja eine Auslandskrankenversicherung abschließen) krankenversichern kann? Ich bin dann ja quasie ohne Status, also nicht arbeitslos gemeldet, kein Student etc. Ich müsste mich dann ja selber versichern (was finanziell ein paar Monate kein Problem wäre), aber wo? Und was ist der beste Tarif?

Liebe Grüße und schonmal Danke für Eure Antworten!

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Vet-med mit einem nicht so tollen Abi-Schnitt?

Hallo! Ich würde gerne Veterinärmedizin studieren, habe jedoch keinen 1-Komma-Schnitt und war in den Fächern Chemie und Physik nicht gerade ein Überflieger (habe bereits 2012 Abi gemacht) Leider habe ich auch kein latein belegt, sodass ich im 1. Semester das nachholen müsste. Hat jemand von Euch trotz eines nicht so guten Abiturs das studiert, bzw. macht dies momentan oder kennt jemanden? Welche Erfahrungen musstet ihr machen? Kann man das Studium erfolgreich abschließen mit dem nötigen Ehrgeiz und einem Maß an Motivation?

Freue mich über jegliche Antworten!

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Terror durch Kindesvater- Welche Optionen?

Ich muss ein wenig ausholen. Meine Schwester hat mit ihrem Ex einen 3-jährigen Sohn. Er hatte sie damals so weit, dass sie ihrer Familie - auch mir- den Rücken gekehrt hat. Wir waren immer nur gut genug, wenn sie in irgendeiner Form Unterstützung wollte.Wegen ihm gab sie ihre leitende Tätigkeit im Einzelhandel auf( "seine Frau" habe nicht zu arbeiten), sodass sie praktisch vollkommen von ihm abhängig wurde.

Er ist beruflich sehr erfolglich, hat ein eigenes Unternehmen und ausgesprochen viel Geld und hat es geschafft, sie durch Manipulation, materielle Dinge, Luxus hier und Luxus da gefügig zu machen.

Alle Warnungen unsererseits wurden stets ignoriert. Schon bald schickanierte er sie vor Freunden, wurde handgreiflich und benutzte sie immer wieder als Fußabtreter, betrog sie.

Auch jetzt , 10 Monate nachdem er sie rausgeschmissen hat, ohne finanzielle Mittel (Unterhalt für seinen Sohn wollte er nicht zahlen, musste alles über Anwälte geklärt werden), ohne eigenen Hausstand, terrorisiert er sie noch. Es sind regelrechte Psychospielchen. Sie darf niemanden kennenlernen, schon gar keinen Mann und niemand darf sich seinem Sohn nähern. Noch immer hat er sie vollkommen unter Kontrolle. Die ganzen Einzelheiten aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.

Nur so viel: Sie leidet unter massiven Depressionen, kann weder arbeiten, noch an ihrem Studium, welches sie vor einem halben Jahr aufnahm, anknüpfen. Erst vor 2 Wochen offenbarte sie mir wie schlimm es eigentlich ist.

Den Haushalt schafft sie auch nicht mehr. Ich habe von früh bis spät ihre Wohnung aufgeräumt, geputzt, Wäscheberge zusammengelegt, doch damit allein ist ihr nicht geholfen.

Ich habe sie ermutigt zum Arzt zu gehen. Er riet ihr zu einer stationären Therapie und verschrieb ihr ein Antidepressivum. Dies wirkt natürlich erst nach mehrwöchiger Einnahme.

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Sie bat also ihren Ex gestern ihren Sohn für diese Zeit bei sich aufzunehmen.

Seine Antwort lautete "Wenn dann nehm ich ihn für immer". Das war von vorn herein sein Ziel und das möchte sie keineswegs.

Gibt es die Möglichkeit den kleinen für die Dauer des stationären Aufenthalts in eine Bereitschaftspflegefamilie zu geben ohne dass sie im Anschluss fürchten muss, ihr Kind nicht mehr wiederzukriegen? Das ist ihre größte Angst.

Fakt ist: Ohne adäquate Behandlung schafft sie es nicht mehr. An wen können wir uns wenden? Jugendamt?

Und hat der Kindsvater, der ihr das alles ironischerweise angetan hat, eine Chance ihr wegen der Depression/Behandlung das Kind zu entziehen?

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""Hallo,

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Wie möglichst schnell Nebenjob finden?

Zurzeit habe ich einen Minijob, sehr flexibel aber nicht genug Stunden, deshalb brauche ich dringend einen zweiten (10-20 Stunden pro Woche).

Ich bin Studentin im Urlaubssemester, daher kann ich nicht als HiWi an der Uni arbeiten. Im Service-Bereich ist es für mich schwer, eine Stelle zu finden. Ich bin freundlich, aber introvertiert und habe bis jetzt Absagen bekommen, weil ich zu zurückhaltend wirke oder keine Erfahrung habe. Man merkt es auch, dass ich an einer Depression leide. Ich habe mich auch z.B. bei Aldi und Netto als Aushilfe beworben, aber es kam gar keine Antwort.

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