Studium an Fachhochschule?

3 Antworten

Die Studiengänge sind heutzutage alle von einer unabhängigen Expertenkommission akkreditiert. Uni und (Fach) Hochschul Bachelorstudiengänge weisen dabei die gleiche Punktzahl auf (ECTS Punkte) und somit absolut gleichwertig und haben meist auch eine identische Abschlussbezeichnung. Die unterschiedlichen Zugangsbedingungen sind wohl eher traditionell gewachsen und eher historisch bedingt.

Auch mit der angeblichen Praxisnähe ist es vielerorts vorbei. Die ehemalige Fachhochschule Köln heisst jetzt TH Köln (Technische Hochschule Köln) und Du wirst dort nichts mehr über Praxisbezug finden. Selbst der englische Ausdruck "applied" wird nicht mehr verwendet; ganz im Gegenteil, es ist von Geisteswissenschaften und interdisziplinärem Anspruch (quasi die Universitäts-Idee) die Rede.

Die alten, traditionellen Nachteile bleiben dennoch: dort sind keinerlei Studiengänge mit Staatsexamen möglich, wie Lehramt, Jura, Medizin auch promovieren kann man dort nach wie vor auch nicht.

In Hessen kannst Du auch alle Bachelor-Studiengänge an Unis mit FHR studieren, aber z.B. auch kein Lehramt. An der Uni Siegen (NRW) gibt es Vorkurse für für eine Sonderprüfung zur Zulassung mit FHR für Bachelorstudiengänge.

Am besten studierst Du meiner Meinung nach an einer kleineren Hochschule in der Provinz. Das hat einige Vorteile: niedrige Mieten, nicht so viele Leute in den Hörsälen und meist hohe Lebensqualität in einer überschaubaren Kleinstadt. Beispiele: Uni Marburg in Hessen oder Hochschule Rhein-Waal in Kleve oder auch Hochschule Ruhr-West in Mühlheim.

Im manchen Bundesländern kannst du mit deinem Abschluss auch an eine Uni, nur möglicherweise bist du da bei der Wahl des Faches eingeschränkt. Normalerweise gelten Hochschulen als etwas verschulter und Praxisorientierter, du musst herausfinden was besser zu dir passt :)

Hey,

erstmal danke für deine Antwort.

Naja hier in NRW ist das glaub ich nicht so einfach..

Was genau meinst du mit "verschulter"?

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Fester Stundenplan, weniger Wahlmöglichkeiten. Ein Pflichtpraktikum wird auch oft gefordert und meist herrscht Anwesenheitspflicht in Seminaren und Vorlesungen.

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das Studium an Fachhochschulen unterscheidet sich in dem Punkt das du da mehr praktische Sachen machst, in der Uni hingegen läuft das alles sehr trocken ab. sogesehen sind Fachhochschulen also besser, sie erdrücken dich nicht, nur so viel Auswahl gibt es da nicht ;)

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