Studium als Selbstzweck?

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6 Antworten

Dein Problem kann ich nicht nachvollziehen. Normalerweise sucht man sein Studienfach ohnehin nach Interessenlage aus. Deine Interessen hast Du aber nicht dargelegt. Einfach nach Lust und Laune kann man doch alles studieren.

Soll das etwa heißen, dass man im Normalfall das Studium nicht nach den eigenen Interessen auswählt?

Wenn ja, habe ich offenbar die Entwicklung der letzten Jahrzehnte verschlafen. Als ich jung war, war es normal, das zu studieren, was einen interessiert. Und das konnte eigentlich jedes Fach sein …

ExpertDima 20.10.2012, 21:20

Also für mich wär das der Normalfall, ja. Aber es gibt anscheinend viele, die ihr Studium danach auswählen, ob man damit in 5 Jahren immer noch gute Jobs findet, ob die Perspektive danach gut oder schlecht ist und ob man in dem Beruf schnell aufsteigen kann.

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BubbleJoe 20.10.2012, 21:24
@ExpertDima

So Leute schaffen ihr Studium aber im Normalfall nicht oder machen später keine Karriere. Nur wenn einem der Beruf (was von Berufung kommt) Spaß macht, hängt man sich voll rein. Oder wolltest du einen Großteil deines Lebens mit etwas verbringen, dass du nicht ab kannst?

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LanaXX 21.10.2012, 01:14
@BubbleJoe

Sehe ich nicht ganz so. Natürlich sollte einen das Fach auch interessieren. Aber wenn einen zwar das Studium zwar interessiert, man aber keine Ahnung hat, was und ob man später etwas damit machen kann, wäre das für mich auch nicht gerade motivierend.

Umgekehrt kann man sich auch mal durch Inhalte des Studiums arbeiten, die einen nicht so interessieren, wenn man ein Ziel vor Augen hat und weiß, was man später beruflich erreichen will.

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Philosophie!

Kein anderes fach wird derartig zur selbstfindung genutzt, und nirgendwo sonst bist du selbstständiger als hier. Am ende hast du zwar keine Berufsaussichten, aber du wirst so viel an weisheit dazugewonnen haben, dass du zu Josef Ackermann "geh mir aus der sonne!" sagen werden kannst ;)

ExpertDima 23.10.2012, 23:38

ich bin auch deiner Meinung. Das Studium ist es ganz sicher wert...

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Ich an Deiner Stelle würde mich von einem Berufsberater beraten lassen, dafür ist das Thema viel zu wichtig.Erkundige Dich danach.

Philosophie? Aber der Nutzen in der Arbeitswelt ist stark eingeschränkt.

ExpertDima 20.10.2012, 21:21

Ja leider. Als Philosoph kann man nur an Büchern oder als Lehrer verdienen, oder?

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4tt4X 20.10.2012, 21:23
@ExpertDima

Nicht mal als Lehrer, da man um Lehrer zu werden schließlich irgend ein Fach studieren muss, das man seinen Schülern dann vermittelt :)

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ExpertDima 20.10.2012, 21:26
@4tt4X

Philosophie gibts mittlerweile auch als Schulfach, nur so zur Info :D

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4tt4X 20.10.2012, 21:31
@ExpertDima

Hab ich ehrlich gesagt noch nie was von gehört :) Aber mag sein, wenn du das sagst. Ich denke aber der geringste Teil der Absolventen wird einen dieser begehrten Jobs ergattern können, die man nach Abschluss des Studiums ausüben kann.

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grandpied 20.10.2012, 23:42
@4tt4X

Das Fach Philosophie heißt in der Schule Ethik.

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Mandava 21.10.2012, 17:12
@grandpied

Das Fach Philosophie heißt in der Schule Ethik.

Das kommt aufs Bundesland und die Schulform an. An vielen Schulen heißt das Fach schlicht "Philosophie".

Nicht mal als Lehrer, da man um Lehrer zu werden schließlich irgend ein Fach studieren muss, das man seinen Schülern dann vermittelt :)

Wer Lehrer für Philosophie werden will, muss muss Philosophie studieren. Mal abgesehen davon, dass es keine Arbeitslosenstatistiken zu Philosophie gibt und deine Behauptungen daher nur auf Hörensagen beruhen. Es gibt Statistiken zu Geisteswissenschaftlern im Allgemeinen, wo sich abzeichnet, dass deren Quote über die der Akademiker im Durchschnitt liegt, d.h. über 3%, aber immer noch weit unter dem der Nicht-Akademiker (~6%). Viele Philosophen gehen nach ihrem Studium in die freie Wirtschaft, hier in erster Linie in die Unternehmensberatung. Wer Philo studiert muss analytisch denken können, da die philosophische Logik Bestandteil jedes Studiums ist.

Wer sich über das Thema mal richtig informieren will, kann das hier tun: https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2010070633666/3/DissertationGuidoEberhard.pdf

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4tt4X 21.10.2012, 17:59
@Mandava

Bei uns an der Schule (Bayern) gab es zwar Ethik, aber das wurde nicht von studierten Philosophen gehalten, sondern von den stinknormalen Religionslehrern, insofern dürfte die Aussage nicht stimmen. Das Fach Philosophie wurde hier nicht angeboten, an anderen Schulen in meiner Stadt ebenfalls nicht. Wie es in anderen Bundesländern aussieht, weiß ich nicht.

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Was willst du denn jetzt von uns? Wenn du etwas studieren willst, was dich interessiert, dann mach das doch? Woher sollen wir wissen wo deine Interessen liegen?

ExpertDima 20.10.2012, 21:26

Glaubst Du, man kann zwei Fächer studieren: eins zur eigenen Entwicklung und eins für einen Beruf. Zwei Fächer, die grundlegend verschieden sind, wie zB Philosophie und Mathematik bzw Pädagogik und Physik bzw Psychologie und Astronomie? Wär das zu viel für so n Studium? Normalerweise nimmt ja immer zwei ähnliche Fächer wie Mathe und Physik bzw Philosophie und Literatur.

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Mandava 20.10.2012, 21:40
@ExpertDima

Ich versteh die Frage immer noch nicht. Du kannst doch jedes Fach studieren was du willst und danach damit einen Beruf ergreifen? Es gibt kein Fach mit dem man automatisch in die Arbeitslosigkeit studiert, auch nicht im Bereich der Geisteswissenschaften. Astronomie kann man gar nicht studieren, zumindest nicht an einer seriösen Hochschule. Und Mathe und Philo haben durchaus Schnittstellen, z.B im Bereich der Logik.

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Kristall08 21.10.2012, 12:53
@Mandava

Korrigiere Dich: Astronomie kann man sehr wohl studieren, sogar auf Lehramt. Ist aber wohl meistens nur ein Teilbereich von Physik. ;-)

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Mandava 21.10.2012, 16:53
@Kristall08

Ja stimmt, ich hatte Astronomie mit Astrologie verwechselt =)

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