Studium alleine durchziehen?

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Moin.

Ich stecke momentan in der Klausurenphase des ersten Semesters eines Informatikstudiums. Ich habe aber bereits vorher im Rahmen eines Schülerstudiums zwei Veranstaltungen an meiner jetzigen Hochschule besucht. Ich habe beide Klausuren mit einer eins vorm Komma bestanden.

Auch ich lerne nicht in Gruppen. Ich habe Kommilitonen, denen ich helfe, weil mir der Stoff oft ziemlich leicht fällt. Aber für die Klausuren lerne ich alleine. Und ich komme damit ziemlich gut klar.

Ich denke, es kommt auch ein bisschen darauf an, wie leicht dir das Thema fällt. Und vor allem, wie du am besten lernen kannst. Mir würde beim Lernen mit anderen Personen die Konzentration fehlen, das ist etwas, was ich wirklich für mich selbst erledigen muss.

Gruß

Das geht mir ähnlich. Ich habe keine Motivationsprobleme und lerne alleine deutlich intensiver, weil der smalltalk wegfällt und es so ruhiger ist.

Danke für die Antwort - so lange es keine Probleme gibt, werde ich so weitermachen.

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Also ich habe das Studium immer mit Kommilitonen bestritten. Das schonmal vorweg ;)

Mit Kommilitonen zu lernen hat viele Vorteile. Zum einen: Motivation. Eine Komponente die sehr sehr wichtig ist. Unglaublich schwer ist ein Studium ja nicht (ich studiere Automatisierungstechnik, also ein Zwitter aus E-Technik und technischer Informatik), aber die Motivation hoch zu halten fällt vielen schwer.

Wenn du das alleine gut kannst ist das allerdings kein Argument.

Zum anderen: Kompetenzergänzung. Jeder Mensch hat seine eigenen Kompetenzen und gemeinsam kann man sich wunderbar ergänzen. In meiner Lerngruppe haben wir uns wunderbar ergänzt. Der eine hatte ein großes Wissen, der andere alle Unterlagen und einer das logische Denken um das Wissen umsetzen zu können (Das war meist ich, was auch ganz gut war, weil ich gut erklären kann. Wenn ichs dann verstanden hab^^)

Ich sehe aus dieser sozialen Komponente keine Nachteile, nur Vorteile. Deswegen rate ich auch jedem dazu. Aber es ist nicht zwingend notwendig.

Trotzdem. Von ca 70 Studienbeginnern haben es ca 12 durchgezogen und die waren alle aus einer Gruppe (Also 3 Einzelgruppen, aber wir haben uns untereinander schon am Anfang zusammen ausgetauscht). Es hat in unserem Jahrgang keiner geschafft der nicht zu unserer Gruppe gehörte.

Ich studiere im 1. Semester Medieninformatik (2. Semester beginnt ja bald, hihi), und am Anfang des ersten Semesters ging es mir genau so wie dir. Wäre auch bereit dazu gewesen, das komplett alleine durchzuziehen.

Nach ungefähr anderthalb oder zwei Monaten begann ich dann auch noch weitere Leute aus meinem Studiengang kennenzulernen und mehr Zeit mit ihnen zu verbringen und so. Das kam aber von ganz alleine...

Ich denke, prinzipiell ist es okay und vielleicht auch gut für dich und deine Noten (je nachdem, was dein Lerntyp halt ist), wenn du dein Studium alleine durchziehst. Du solltest aber darauf achten, dass du trotzdem aufgeschlossen gegenüber anderen Studenten bleibst und Kontakte etc. nicht abblockst - gar nicht mal wegen dem Studium, sondern auch einfach für deine seelische Gesundheit.

Und ich glaube auch nicht, dass das Studium so kontaktlos bleiben wird - irgendwie lernt man an der Uni glaube ich immer jemanden kennen ;)

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