Studium abgeschlossen trotz knappen Finanzen?

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4 Antworten

Hi,

ich habe während des Studiums (Bachelor und Master BWL) gerade so gelebt. Statt auf Partys bin ich zum Nebenjob, da ich im Master kein Bafög mehr bekommen habe. Ich hatte also nach dem Studium 13.000€ Schulden (10.000€ Bafög und 3.000€ KfW), hatte Ersparnisse nur durch den KfW-Kredit. Mein Konto hat geweint, getrauert und ist verzweifelt ;)

Erste Stelle (Trainee) hatte ich bereits 7 Monate vor Studienabschluss für 1,5 Jahre. Und jetzt bin ich fest in einem anderen Job, verdiene gut, lerne viel, arbeite selbstständig und habe Spaß. Die 3000€ KfW sind bereits zurückgezahlt (juckt einem bei einem guten Gehalt nicht wirklich) und Bafög fange ich bald an zurückzuzahlen. 105€ monatlich tun wirklich gar nicht weh.

Es wird besser... wirklich! Die Einschränkungen die ich gemacht habe waren es wert. Da ich statt Partys meinem Werkstudentenjob nachgegangen bin, habe ich auch schnell einen Job gefunden und würde es immer wieder genau so tun. Ich hatte neben dem Studium noch 20 Stunden/Woche gearbeitet und das hat mir auch extrem geholfen den Einstieg zu schaffen.

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Kommentar von FranzKopp
17.05.2017, 20:46

Danke! Die Antwort hat mich sehr beruhigt

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Karriere? Na ja. Interessante Arbeit? JA!!!

Ja, es war gerade zum Ende echt hart. Gelegenheitsjobs neben der Diplomarbeit (ja, das gab es da noch), Leben fast das ganze Studium deutlich unter Hartz IV.

Hat es sich gelohnt?`Finanziell vermutlich nicht, aber von der Arbeitszufriedenheit her auf jeden Fall!

Ich denke, du hast dir die Frage ja selbst beantwortet, weil es dich interessiert und es dir unglaublich gefällt. Das ist (für mich) das Entscheidende.

Ich mag da altmodisch sein, aber ich habe auch mein Bildungsbedürfnis befriedigen können und habe die Auseinandersetzung mit Wissenschaft und das Betreiben derselben SEHR genossen.

Finanziell hart, aber die schönste, spannendste und ereignisreichste Zeit meines Lebens, die man mit Geld eigentlich gar nicht bezahlen kann!

Halt durch, lass dein Konto weinen, das tut dem gar nicht so viel weh, das klagt nur lautstark, einfach mal weghören.

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Zähne zusammenbeißen. Was sind denn die Alternativen? Hinschmeißen und einen Job für Ungelernte annehmen?

Wer nicht mit spendablen Eltern gesegnet ist, hat es im Studium nunmal  nicht leicht. Ich habe mich mit Bafög, Kindergeld, Halbwaisenrente und Jobs durchgeschlagen, während die Elternfinanzierten um mich herum maximal gejobbt haben, um die Urlaubskasse aufzubessern.

Mein Geld ging für Späße wie das Literatur und das Auslandssemester drauf. Das alles habe ich wohlgemerkt für eine wenig erfolgversprechende Geisteswissenschaft gemacht. In der ich seit über 13 Jahren erfolgreich freiberuflich arbeite, ohne einen einzigen Tag Arbeitslosigkeit. Da wirst du doch wohl die Zähne für VWL zusammenbeißen können .

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Dein Konto weint? Du bekommst sicherlich sozial Hilfe und Bafög. Wenn das immernoch nicht reicht dann bekommst du Wohngeld, und wenn das immernoch nicht reicht dann hast du  deine Ausgaben einfach nicht im Griff.

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Kommentar von Fortuna1234
17.05.2017, 20:46

Sozialhilfe bekommt man nicht als Student. Bafög auch nicht immer, wenn die Eltern zu viel verdienen und die wenigsten wollen die Eltern verklagen auf Unterhalt. Wohngeld gibt es auch nicht, außer man hat die Regelstudienzeit überschritten etc.

Ich schätze mal, dass du nicht studiert hast oder alles von Mama und Papa finanziert bekommen hast...

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Kommentar von theIfrit
17.05.2017, 20:50

Ich studiere sehr wohl, arbeite nebenbei und ja, ich habe auch Eltern, die mich unterstützen. Sorry wenn ich kein armer Schlucker bin. Wenn man kein Geld hat dann geht man arbeiten, so ist das nun mal. Und im Studium hat man dafür mehr als genug Zeit (nein ich studiere weder Lehramt noch Philosophie)

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Kommentar von theIfrit
17.05.2017, 20:59

Naja wenn die Eltern zu viel verdienen und dir damit das Bafög verringern/ nicht ermöglichen, sind sie in der Pflicht, unterhalt zu zahlen. Wir sind in einem Staat, der Sozialhilfe fördert. Irgendwie kommt man immer an ausreichend Geld, zumindest in der "ausbildung", also Schule, Studium und co. Wenn's nicht die Eltern sind, dann der Staat. Und wenn das aus irgend einem Grund nicht der Fall ist mein Gott dann kann man halt nicht studieren. Was soll denn die Frage? Das Konto weint? Kein Ding ich überweise dir ab heut 1000 Euro im Monat, das Konto darf nicht weinen...

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Kommentar von theIfrit
18.05.2017, 10:45

Hahaha das ist ja wohl ein Witz. Ich wohne seit meinem 18. Lebensjahr alleine, im AUSLAND. (Bin nicht deutscher). Ich habe eine exklusive Schule besucht (internationale europäische Schule Brüssel 1) und dort mein Europäisches Baccalaureat geschrieben. Spreche drei Sprachen perfekt (abgesehen von Rechtschreibung vll), bin dreisprachig aufgewachsen. Habe schon in ganz Europa gelebt und sorry aber mit meinem Studiengang bin ich sehr wohl gefragt. Zwei meine ehemaligen Kumpel haben 2016 Bachelor geschrieben (nicht Master!) und arbeiten jetzt für 4500€ netto monatlich. Bevor du solche Bemerkungen machst solltest du lieber mal verstehen, dass es nichts mit einander zu tun hat. Ob die Eltern Geld haben oder nicht heißt nicht, dass man einen Job findet oder nicht. Und nur weil sein Konto "weint" bedeutet das nicht, dass er auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist. Mein Gott. Raff mal das Leben. Und sowas soll studiert haben? Grundschullehramt oder was...

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