Studieren, Beruf und miese Sorgen?

2 Antworten

Ein paar Sachverhalte musst du meines Erachtens in deine Überlegungen noch mit einbeziehen:

Ein Lehramtsstudium besteht aus zwei Fächern, du müsstest neben Englisch also noch ein zweites Fach dazu nehmen. Außerdem dauert ein Lehramtsstudium bis zum ersten Staatsexamen mindestens zehn Semester. Bis zum zweiten Staatsexamen (das du brauchst, um wirklich unterrichten zu können) kommen nochmal anderthalb bis zwei Jahre obendrauf. Ob du nach fünf bis sieben Jahren Lust hast, nochmal ganz von vorn anzufangen, kann ich nicht einschätzen, aber die meisten wollen dann lieber erstmal Ruhe reinbringen und Geld verdienen.

Außerdem gibt es eine mögliche formale Hürde: Wenn man bereits ein Studium abgeschlossen hat und dann noch einmal ein neues aufnehmen möchte, muss man sich für ein Zweitstudium bewerben. Dafür sind die Zulassungsregeln bei zulassungsbeschränkten Studiengängen (KoWi und Journalismus sind meines Wissens praktisch an allen staatlichen Hochschulen zulassungsbeschränkt) meist schärfer als bei der Bewerbung für ein Erststudium. D.h. man muss unter Umständen begründen, warum das Zweitstudium trotz des Erststudiums aus beruflichen oder wissenschaftlichen Gründen notwendig ist. Die Aufnahme des Zweitstudiums ist also keine völlig sichere Sache.

Das Problem, mit Geisteswissenschaften auf eine eher ungewisse Zukunft zuzusteuern, besteht außerhalb des Lehramts eigentlich immer. Viele nehmen das in Kauf, um die Chance zu haben, etwas zu tun, das sie wirklich möchten - auch wenn sie im Berufsleben nicht in Bereichen landen, für die sie mal studiert haben.

Das sollen aber nur ein paar Denkanstöße meinerseits sein, die letztendliche Entscheidung will und kann ich dir nicht abnehmen.

Beste Grüße!

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Genau dies waren auch meine Überlegungen beim Lesen der Frage. Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass man den Lehrerberuf nciht nur aus Sicherheitsgründen oder als Ersatz ergreifen sollte. Über die Herausforderungen im Alltag sollte man sich informieren und dies auch wollen, ansonsten besteht man das Referendariat und den zunehmen von Erziehung geprägten Berifsalltag nicht. Und: auch Lehramt ist je nach fach zulassungsbeschränkt. Insofern besteht auch nicht auf das Erststudium eine Garantie.

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Deine Sorgen, nach einem Journalismus-Studium keinen sicheren Job zu finden, sind sehr berechtigt.

Das Berufsfeld Journalismus ist grundsätzlich sehr schwierig. Wenn überhaupt, dann läuft vieles nur über einzelne Aufträge und immer weniger als sicherer, fester Job, mit dem man sicher seinen Lebensunhalt verdienen kann.

Ein Journalismus-Studium ist nicht unbedingt der beste Weg zu erfolgreichem Journalismus. Das Journalismus-Studium ist nichts Halbes und nichts Ganzes.
Erfolgreicher Journalismus läuft eher über ein Fachstudium und dann Aufträge als "Fach-Journalist" zum eigenen Fachgebiet.
Also dass z.B. ein Meteorologe Artikel schreibt zum Thema Klimaveränderung, Unwetter-Katastrophen,...

Unschlüssig was Karriere, Job, Familienplanung etc. angeht?

Hi,

 

das hier ist ein recht kompliziertes Thema, denn ich möchte eigentlich meinem Traumberuf nachgehen und auf Lehramt studieren, bin aber bereits 23 Jahre alt. Habe zuvor eine Ausbildung gemacht und fast 2 Jahre gearbeitet.

 

Nun gibt es vieles was dafür spricht:

-         Ich bin total unglücklich in meinem Job

-         Lehrer war lange mein Traumberuf, aus finanzieller Sicht kam ein Studium aber nicht in Frage

-         Ich könnte ein paar meine jungen Jahre nochmal in einer Stadt verbringen, sehne mich mal nach Veränderung weil es auf dem Dorf langweilig ist

 

Dagegen sprechen aber auch einige Dinge… Ich müsste 5 Jahre studieren + 2 Jahre Referendariat machen, wäre also erst mit 30 fertig.

In der Zeit hätte ich so gut wie gar kein Geld und würde erst mit 30 anfangen was zu sparen.. ich möchte aber auch Kinder, vorher aber unbedingt auch nochmal ein wenig die Welt mit meiner Freundin erkunden (sie studiert noch 3 Jahre) + Referendariat.

 

Zu spät Kinder kriegen möchte ich aber auch nicht, auch wegen des Risikos für die Kinder (eine Verwandte hat erst neulich noch mit 39 ein Kind bekommen, welches mit einem schweren Herzfehler und Trisomie 21 geboren wurde), die ärzte sagten, dieses Risiko steigt mit zunehmendem Alter.. deshalb mache ich mir da schon einige Gedanken darüber.

 

 

Würde ich jetzt weiter arbeiten + nebenberuflich etwas anderes studieren (habe mal 3 semester WirtIng zwischendurch berufsbegleitend gemacht) könnte ich eine Menge Geld sparen und mit ihr nach ihrem Ref. Eine große Reise machen und man könnte schon an Kinder, Eigenheim, Hochzeit etc. denken.. Das verschiebt sich wenn ich jetzt noch studieren gehe natürlich um 5-7 Jahre nach hinten.

 

Was denkt ihr? Bin ich zu alt? Würdet ihr es an meiner Stelle machen? Sind meine Sorgen unbegründet?..

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Mein Traumberuf ist Journalistin. Ich habe mich auch über ihn informiert und so und irgendwie überwiegt das Negative das Positive... Kennt ihr euch mit dem Beruf aus, wenn ja schreibt mir doch, ob das ein Beruf mit Perspektiven ist! Und noch eine kleine Frage: muss man unbedingt Leuten die man interviewt unangenehme, respektlose Fragen stellen?? Ist eine von meinen grössten Sorgen ;)

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