studieren, 2 weltkrieg, hitler?

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7 Antworten

Während eines Geschichtsstudiums (in diesem Fall Neuere und Neueste Geschichte) kann man zwar im Lauf der Zeit Schwerpunkte wählen, aber das heißt nicht, daß man sich ausschließlich mit einem Thema beschäftigen kann. Ganz im Gegenteil. Ehrlicherweise muss man auch dazu sagen: Je früher du dich auf EIN Gebiet beschränkst, desto weniger Chancen hast du, wenn es irgendwann um Bewerbungen geht.

Du hast zwei Möglichkeiten:

Du studierst tatsächlich Geschichte, nimmst alle Epochen mit, wirst Historiker, bist irgendwann auf diesen Zeitraum spezialisiert, ebenso wie ein Rattenschwanz an Leuten außer dir und kloppst dich mit ihnen um die wenigen Stellen, die exakt auf dieses Gebiet ausgerichtet sind.

oder

Du machst mit deinem Leben etwas ganz anderes und betreibst Geschichte als Hobby. Zum fraglichen Themengebiet gibt es unzählige Publikationen, ob nun populärwissenschaftlich oder rein für Fachpublikum geschrieben.

Meinererachtens gibt es keinen Beruf der speziel in diese Richtung forscht du kannst höchstens wie die andern erwähnt haben Historiker oder du wenn du dich aktiv daran beteiligen willst Archäologe werden und dich später auf dieses Gebiet spezialisieren.

Moin,

für jemanden mit so einer guten Informationlage und schön differenzierten Wünschen sehe ich das Studium grundsätzlich als Wunschdenken, ob wegen Kompetenz oder der langjährigen Zeit bis ins passende Alter sei mal dahingestellt...

Was dir vorschwebt, könnte man höchstens als Historiker verwirklichen. Der wird aber auch nicht nur über "Hitler und WK2" unterrichtet. Außerdem sind für die Historiker Arbeitsplätze so rar, da bewerben sich auf 6-Monats-Stellen über ein vollkommen uninteressantes Thema bereits dutzende bis hunderte Kandidaten.

mfg Nauticus

Wenn du die von dir genannten Themen so interessant findest, wäre meine Empfehlung, dich einfach mal mit der SEHR ausführlichen Literatur dazu zu beschäftigen UND DANN dich zu fragen, WAS GENAU du zu dem Themenkreis noch erforschen möchtest.

Die Themen sind wirklich außerordentlich umfangreich "beackert" worden -und werden dies heute noch-, so daß es selbst für etablierte Historiker knapp wird...

Ansonsten ist diese Zeit Gegenstand des Fachgebietes der sog.

Neueren und neuesten Geschichte

im Studiengang Geschichte.

Teilweise kommt auch noch die sog. "Zeitgeschichte" ins Spiel (insbesondere wenn Auswirkungen auf die Nachkriegszeit beleuchtet werden).

Außerdem kann man auch Richtung Militärgeschichte denken.

Gruß beamer60

... selbst mal neuere und neueste Geschichte studiert habend.

Wie nennt man den beruf?

Gar nicht, denn studieren gilt im deutschen Sprach-und Sozialraum nicht als Beruf.

Das Studium der "Neuesten Geschichte" ermöglicht verschiedene Berufszugänge: Angesichts deiner Fähigkeit im schriftlichen Ausdruck bietet sich natürlich der Journalismus an, ersatzweise Taxifahrerin oder Serviererin...

Wenn du das studieren willst, solltest du di Zeit nutzen und die noch Lebenden aus der Zeit befragen. Ich habe die Zeit erlebt und bin wohl einer der Ältesten hier.

Historiker, die die Zeit nicht erlebt haben, berichten aus unterschiedlicher Sichtweise und je nach Quellen, auf die sie sich stützen.

Maxieu 22.07.2013, 22:53

Historiker, die die Zeit nicht erlebt haben, berichten aus unterschiedlicher Sichtweise...

Das gilt natürlich auch für sog. "Zeitzeugen". Selbst wenn "11" dein Geburtsjahr sein sollte und du diese Zeit also als Erwachsener erlebt hättest, wäre deine Sicht auch nur eine von vielen.

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wolfgang11 23.07.2013, 14:24
@Maxieu

Natürlich sehe ich die Sicht aus meinen Erfahrungen. Ich bin nicht Jahrgang 1911, sondern 1924. Wurde 1931 noch zu Zeiten der Weimarer Republik eingeschult. Erlebte die NS Zeit als Kind und Jugendlicher und habe mich für die Ideen begeistern lassen. Bezahlt habe ich mit 5 meiner besten Jahre als Soldat und Kriegsgefangener.

Heute sehe ich die damalige Zeit aus einer anderen Sicht. Betonen möchte ich aber, dass ich kein Neonazi bin. Heute stelle ich mir die Frage, wie das alles dazu gekommen ist. Besonders frage ich mich, wie hierzulande die Vergangenheit aufgearbeitet wird und warum dem Deutschen Volk eine Schuld zugewiesen wird, die aus einer einseitigen Betrachtung besteht.

Nur einige Beispiele.

Die fanatische Rassenidiotie stand im Buch "Mein Kampf". AH, bzw. die NSDAP wurde zwar in freien Wahlen gewählt? Aber warum haben die Deutschen Politiker ihm durch das Ermächtigungsgesetzt den Weg zur Diktatur frei gemacht?

Warum haben die Alliierten AH nicht ausgebremst, als er den Versailler Vertrag brach und aufzurüsten begann? Warum kamen Politiker aus der ganzen Welt 1936 zur Olympiade und hoben den Arm, als der "Führer" ins Stadion einzog? Wie sollte da das Deutsche Volk da feststellen, dass die NS Politik falsch war und ins Verderben führte?

Ein anderes Beispiel.

Ich war Soldat bei der Wehrmacht. Da gibt es Berichte über die Verbrechen der Wehrmacht. Was da einige angestellt haben erweckt in der Darstellung den Eindruck, als wäre die Wehrmacht eine Mörderbande gewesen. Ich habe die Wehrmacht als eine äußerst disziplinierte Truppe erlebt, die nichts anderes gemacht hat, als die Soldaten der Alliierten. Sie sind für ihr Land in den Krieg gezogen. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Soldaten in diesen Ländern stolz ihre Orden tragen und was ist mit Deutschen Veteranen? Ich habe nichts über Vergewaltigungen von deutschen Wehrmachtsangehörigen in den besetzten Ländern gehört. Die unzähligen Vergewaltigungen Deutscher Frauen wird weitgehend tot geschwiegen. Die Vergewaltiger tragen wahrscheinlich heute stolz ihre Orden und Ehrenzeichen.

Es gäbe noch viel Frage die ich mir heute stelle. Ich möchte noch mal betonen. Ich bin kein Neonazi.

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Studiere Geschichte, da kommt das Thema mit unter vor. Später kannst sei Experte oder Lehrer werden.

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