Studiengänge rund ums Pferd?

7 Antworten

Persönlich bin ich der Meinung, wenn man sich mit Marketing und Management in Sachen Pferd beschäftigen möchte, dass einem klar sein muss, dass man damit die "Ware" Pferd verwaltet und vermarktet. Ich würde da nicht davon ausgehen, dass so eine berufliche Tätigkeit zwingend immer mit den eigenen Vorstellungen in Sachen Pferd einhergeht. Insofern würde ich mir persönlich so eine berufliche Tätigkeit gut überlegen.

Gilt in meinen Augen für viele Tätigkeiten rund ums Pferd bzw. um Tiere. Man hat zwar durchaus mit den (Lieblings)Tieren zu tun, sollte aber nie vergessen, dass in der Regel ein Mensch dahintersteht, der nicht immer zum Wohl seines Tieres entscheidet, sondern oft eigene andere Vorstellungen hat und dass man - wenn man Geld verdienen muss - mit solchen Kunden auch arbeiten muss und auf diese nicht einfach verzichten kann. Das gilt gleichermaßen für die Tätigkeit in Selbstständigkeit oder in einem Angestelltenverhältnis. In die Lage, nur nach seinen Vorstellungen arbeiten zu können und dementsprechend andersdenkende Menschen abweisen zu können, muss man erstmal kommen....

Die Uni Göttingen bietet einen Studiengang Pferdewirtschaft an. Da kannst du sowohl den Bachelor- als dann auch den Masterabschluss machen. Die Frage ist aber tatsächlich was man dann später mit so einem Abschluss anfängt - da sind die offenen Stellen sicherlich sehr überschaubar...

Es hat sicherlich Charme, etwas zu studieren, was einem großen Spaß macht. Es sollte jedoch oberste Pflicht sein, sich ganz intensiv mit den beruflichen Möglichkeiten, die dieses Studium bringt, auseinander zu setzen, denn damit musst Du denen Lebensunterhalt sichern.

Gerade diese Studiengänge im Bereich Management und Marketing sind nicht der Garant dafür, dass man in diesen Arbeitsfeldern einen guten Job macht, da es auch viele soft skills braucht.

Studiere lieber Tiermedizin und vestehe den von Dir genannten Studiengang als Zusatzstudium, das Du später zur Spezialisierung absolvierst.

Das Problem bei diesen Studiengängen ist am Ende, die dazu passende Stelle zu finden.

Vieles von dem, was die Equinen Studiengänge hervorbringen, wird allerorten ohne ein solches Studium problemlos angewendet. Und auf den Höfen und Gestüten normaler Größe stellt auch aus finanziellen Gründen auch so gut wie niemand einen Akademiker ein, für größtenteils praktische Arbeiten, die man einem Theoretiker dann auch weniger zutraut.Wenn es um die Verwaltung sehr großer Gestüte geht, sind sehr oft BWL-er gefragt, oder Juristen.

Die Beschreibung eines jeden Studiengangs liest sich immer unglaublich toll. Die FHs und Unis vermitteln Interessenten, dass mit egal welchem Studium eigentlich so gut wie alles möglich ist. Klar, sie wollen ja ihre Hörsääle füllen. Erst nach 2,3 Semestern wird den Studierenden deutlich, was an den Traumschlössern tatsächlich dran ist und sehr oft folgt dann grosse Ernüchterung.

Ich persönlich halte diese ganzen Pferde-bezogenen Studienfänge für Spielerei mit geringen Perspektiven. Mit einem soliden umfassenderen und weniger auf das Pferdethema spezialisierten Studium hat man definitiv mehr Aussichten und kann sich trotzdem im Pferdebereich um die raren Stellen bewerben. Wenn man da nicht genommen wird, hat man dann wenigstens noch andere Möglichkeiten.

das ist ein gute Empfehlung:

mach z.B. BWL oder Jura oder Tiermedizin

UND

dazu nebenher deinen Reitlehrer/Amateurreitlehrer, Wanderrittführer, Physiotherapeuten oder oder oder

WAS willst du am Ende machen? danach stelle dir eine passende Mischung zusammen, die aber auch für andre Berufsfelder sinnvoll sind

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Pferdemetzger!

Das ist heutzutage der einzige nützliche Beruf im Zusammenhang mit Pferden.  

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