Studienfachentscheidung - Politikwissenschaft und?

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2 Antworten

Hi,

Die Frage ist, wo willst du mit deinem Studium hin? Das musst du jetzt noch nicht abschließend klären. Viele Berufsfelder wirst du erst im Studium kennen lernen. Aber eine grobe Richtung im Sinn zu haben kann dir helfen diese Frage zu klären.

Wenn du bsw. vor hast den Einstieg in den höhren Außwärtigen Dienst zu schaffen sind Rechtskenntnisse sicherlich nicht falsch. Immerhin machen sie einen nicht unerheblichen Teil des Eignungstests aus. Du solltest aber auch bedenken, dass es Juristen mit Staatsexamen bereits zur Genüge gibt. Es wird daher als Rechtswissenschaftler "nur" mit B.A/ M.A schwer sein über diese Qualifikation irgendwo einen Fuß in die Tür zu bekommen. Wenn du bsw. eher in Bildungs- und Kulturinstitutionen oder auch der GIZ deine Zukunft siehst, dann ist Hispanistik evtl. eher geeignet dich fachlich abzuheben.

Bei der ganzen Sache solltest du aber nicht deine Interessen außer acht lassen. Denn wenn du dich brenndend für ein Fach interessierst, wirst du es auch schaffen dir damit Berufsfelder zu erschließen. Du solltest dir dabei bewusst sein, dass kein Studium (abgesehen von Lehramt, Jura und Medizin) einen für ein bestimmtes Berufsfeld "ausbildet". Es gilt immer sich als Akademiker ein eigenes Profil zu schaffen. Und dies gelingt einem meist nur, wenn man sich für die fachlichen Inhaltle auch wirklich interessiert.

ob das Studium nicht durch die Hispanistik etwas abgewertet werden könnte, da Jura im fachlichen Bereich einem Politikwissenschaftler weitaus mehr Kompetenzen vereleihen würde.

Erstmal möchte ich an dieser Stelle vehement der Annahme entgegen treten, dass irgendein wissenschaftliches Studium per se höher oder niedriger zu werten ist als ein anderes. Die Frage hier ist: mehr Kompetenzen für was?

Wie gesagt, es geht darum sich ein individuelles fachliches Profil zu schaffen. Wenn du bspw. vorhaben solltest an der Uni zu bleiben, dann wirst du dir, je nachdem welche Kombination du wählst, schlicht weg andere Fachbereiche vertiefend erschließen. So bist du als PoWi/ Rechswissenschaftler evtl. eher prädestiniert zu einer völkerrechtlichen Frage zu promivieren; mit der Kombination PoWi/ Hispanistik evtl. eher zu Reginalorganisationen in Lateinamerika schreiben. Mit einer Wertung hat dies nichts zu tun. Die Frage ist eben wo willst du hin! Versteif dich aber jetzt auch noch nicht zu sehr. Gerade an der Uni ist keine Laufbahn in Stein gemeißelt!

Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass es im Hochschulkontext nicht schlecht ist sich seine eigene fachliche Niesche zu suchen mit der man sich auch von anderen abheben kann. Für die Welt außerhalb des Elfenbeinturms gilt durchaus das gleiche. ;)

Letztendlich solltest du aber (wie oben schon gesagt) nach deinen Interessen gehen. Sieh dir nochmal die Prüfungs- und Modulordnunbgen der beiden Nebenfächer an und schau auch mal in die Vorlesungsverzeichnisse was denn konkret für Veranstaltungen für diese Module angeboten werden. Danach wirst du vermutlich eines der beiden Fächer favorisieren.

Viel Erfolg!

Lg Susan

Hi, also och würde trotzdem Geschichte wählen, das passt gut ;-)

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