Studienabbruch..wie geht es Weiter?

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2 Antworten

Ok, Arbeiten darf man immer und wenn man auch mal ein paar Steuern bezahlen muß, dann macht man nach dem Jahresende eine Einkommenssteuererklärung und bekommt möglicherweise Steuern zurück (bei nur Teilbeschäftigung im Jahr sehr wahrscheinlich).

Ich weiß Bescheid im Thema des Kindergeldes und ein wenig im Bereich Steuern/Sozialversicherung. Nur Studenten ist ja im Bereich der Krankenversicherung etwas anders (studentischen Krankenversicherung).

Ein Vollzeitjob begründet normalerweise auch Beiträge zur Sozialversicherung. Bis du bisher familienversichert gewesen, ist das egal, mit dem Vollzeitjob hast du eine eigene Krankenversicherung. Wenn die Altersgrenze dann noch passt, bist du im nachfolgenden Studium wieder familienversichert. Kein Problem.

Im Kindergeld gibt es keine Einkommensgrenze (mehr). Kindergeld wird für Kinder in Ausbildung bis Ende des 25.Lj. gezahlt. Solange du also Student bzw. immatrikuliert bist gibt es Kindergeld. Es gibt aber auch Kindergeld in bis zu 4-monatigen Übergangsfristen zw. Ausbildungsabschnitten bzw. in Wartezeiten auf Beginn einer Ausbildung ( Verträge, verbindl. Anmeldung) , arbeitslose Kinder (Ende 21.Lj.), ausbildungssuchende Kinder (Ende 25.Lj.).

Auf jeden Fall muß die Familienkasse informiert werden wenn du dich exmatrikulierst.

Nimmst du wieder ein Studium auf kann/wird wieder Kindergeld gezahlt.

Hast du bereits eine Ausbildung abgeschlossen, gilt oben gesagtes eigentlich nicht mehr da dann, bei Vollzeitbeschäftigung, die kindergeldschädliche Beschäftigung(mehr wie 20 Wo.Std.) greift.

Bafög wäre auch noch ein Thema.

Was ich meine ist, das man es bestimmt hinkriegen könnte das du bzw. die Eltern weiterhin rechtmässig Kindergeld beziehen können. Kindergeld ist eben für Kinder in Ausbildung zw. auf dem Weg dahin.

Aber wenn nicht, hast du immerhin 2-3 Monate Vollzeitlohn und während der weiteren Ausbildung besteht wieder Anspruch.

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@ellaluise

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe gerade gesehen dass ich im Sommer als kurzfristig Beschäftigt eingestellt war und das für 45 Tage. Mein neuer Arbeitgeber hat gemeint er stellt mich auch nur als kurzfristig Beschäftigt ein. Was passiert wenn ich meine 50 Arbeitstage im Jahr überschreite?

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@stio94

Stelle für diese Problematik eine gesonderte Frage bzw. besprich es mit dem aktuellem Arbeitgeber. Ich habe da keine Ahnung.

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Also da er das Studium abgebrochen hat, hat er ja keinen Studiumsabschluß, somit spielt diese 20 Wochenstunden-Regelung auch keine Rolle! Ausserdem gilt diese Grenze mit 20 Wochenstunden nur beim Hinzuverdienst, also nicht für die reguläre Tätigkeit/Ausbildung/Studium...

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Der mir zur Verfügung stehende ESt-Kommentar gibt leider nur die alte Rechtslage wieder. Ich lese zwar aus dem Gesetzeswortlaut, dass der Kindergeldanspruch bestehen bleiben müsste, aber die Materie ist doch ein wenig kompliziert und ich möchte nichts falsches raten. Am besten wendest Du Dich mit der Frage an die zuständige Familienkasse.

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