Studien-Beruf im Sozialen Bereich mit einigermaßen guten Gehalt?!

6 Antworten

Diese Frage ist etwas schwierig zu beantworten. Wirst Du nach Studium im öffentlichen Dienst einstellt, fängst Du mit Anfängertarifgruppe an, beziehst aber schon alle Vergünstigungen, wie 13.Monatsgehalt, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Deine finanzielle Ausstattung ist also von Anbeginn der Tatsachen erstmal nicht schlecht!

Beim Beamten sieht das so aus. Der Status des Sofort zu Verbeamteten wurde abgeschafft kann Dir aber leider nicht sagen, seit welchem Jahr! Wenn Du jetzt Berufsanfänger z.B. in der Justiz bist, bist Du erst mal Beamter auf Probe. In bestimmten Bereichen (z.B. Bundesagentur für Arbeit) wurden Beamte ganz abgeschafft.

Zu den einzelnen Tarifgruppen, die sind nicht überall gleich, sondern es gibt da noch den Flächentarif und den schon genannten BAT. Solltest Du in den neuen Bundesländern gelandet sein, kann es Dir passieren, dass 10 bis 20% Unterschied Differenz zu den alten Bundesländern auftreten. Vor allen Dingen Organisatioen, wie AWO usw. bezahlen so. Das ist fast 21 Jahre nach der deutschen Einheuit leider immer noch Tatsache!

Wenn Du wirklich gut verdienen möchtest, dann erwäge Soziologie zu studieren, Dein Arbeitsgebiet ist dann die Wirtschaft. Du könntest dann als Personalchef in einem Unternehmen arbeiten und die Verdienstmöglichkeiten sind dort meist bschon beim Einstieg sehr gut!

Die Löhne richten sich nach Tarif. Such mal nach dem TvÖD, der Sozialpädagoge hat in der Regel Stufe 9, je nach Funktion auch höher oder niedriger. Das sieht für denjenigen, der Sozialmanagement studiert hat, ähnlich aus. Nur das man da dann in der Regel Stellen besetzt, die mind. Stufe 9 bedeuten. Aber das geht auch als Sozpäd.

Als Stelle wären das Leitungsaufgaben, Heimleitung, Einrichtungsleitung... was auch ein Sozpäd tun kann. Wobei ich ab einer gewissen Stufe Sozialmanagement besser finde.

Sozialmanagement gibt es z.B. als Master-Studiengang, der auf einem BA-Abschluss als Sozialarbeiter aufbaut. Mit diesem Abschluss kann man z.B. Einrichtungen leiten oder in die übergeordnete Ebene bei den Trägern der sozialen Einrichtungen aufsteigen (z.B. "Fachbereichsleiter Hilfen zum selbständigen Wohnen" usw.). Wie so oft bei Karrieremöglichkeiten hängt da vieles von freiwerdenden Stellen ab. Meistens gibt es auch keine allzu großen Hierarchien, so dass man in den meisten Fällen nach einer Weile als Einrichtungsleiter tätig sein wird und dann erstmal eine "Beförderungspause" folgt.

"Gerade mal 1.500 Euro netto" sind nicht so furchtbar wenig, denn dabei darfst du nicht vergessen, dass es sich um das tarifliche Einstiegsgehalt für Berufseinsteiger handelt. Je nach Qualifikation (Fortbildungen!) und konkreter Tätigkeit bekommt man im Laufe der Zeit mehr Geld, wenn ein Träger nach TVöD bezahlt. Es gibt auch noch Träger, die nach BAT bzw. BAT-KF bezahlen, da steigt das Gehalt in regelmäßigen Abständen von alleine, auch ohne Änderung der Tätigkeit.

Wenn man heiratet und/oder Kinder bekommt, kommen Steuerfreibeträge und ggf. weitere Zuschläge dazu.

Die Bruttobesoldung liegt bei verbeamteten Sozialarbeitern (vor allem im Bereich der Justiz, z.B. Bewährungshelfer und Sozialdienst in der JVA) meistens etwas niedriger als das Bruttogehalt von angestellten Sozialarbeitern. Netto kommt dabei aber mehr raus, weil Beamte z.B. keine Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung bezahlen. Zum groben Vergleich:

  • Ein angestellter Berufseinsteiger erhält nach TVöD Entgeltgruppe 9 Entgeltstufe 1 ca. 1.400 bis 1.500 Euro netto.
  • Ein verbeamteter Sozialarbeiter (Einstiegsamt: Sozialinspektor) erhält nach Besoldungsstufe A9 ca. 1.800 bis 1.900 Euro netto.

Das sind Beispiele, bei denen z.B. Kirchensteuer und ähnliche Dinge mit berücksichtigt sind, die im Einzelfall auch wegfallen können.

Das Durchschnittsgehalt für Sozialarbeiter liegt statistisch auch deshalb relativ niedrig, weil es viele Teilzeitstellen mit entsprechend geringerer Vergütung gibt. Wenn man aber nicht dauerhaft in Teilzeit tätig sein möchte, muss man aber "nur" beim Berufseinstieg damit rechnen, mit einer halben Stelle leben zu müssen. Es gibt aber nach wie vor Vollzeitstellen, auch unbefristete.

Ich habe letztens in der Betreuungsstelle, die ist meist im Landratsamt der jeweiligen Stadt mein Jahrespraktikum gemacht, macht auf jeden Fall (mir zumindest sehr viel Spaß).

Du bist sehr viel am Telefon oder Briefe schreiben, und hast Umgang mit allen möglichen Leuten, die eben nicht mehr für sich selbst sorgen können, u.a. auch Suchtkranken.

Als Verfahrenspfleger arbeitet ein Diplom-Sozialpädagoge (FH) der mit Sicherheit sehr gut verdient. Ich gehe mal von mind. 3000 € netto aus. Außerdem ist er verbeamtet, hat also somit einen sehr sicheren Job.

Hoffe ich konnte dir helfen ;)

Ich gehe mal davon aus heißt, Du hast geraten? Denn die Summe die Du nennst, scheint mir doch sehr utopisch. Auch die Ämter zahlen nach Tvöd

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Ein FH-Diplom ermöglicht nur den Zugang zum sogenannten "gehobenen Dienst", der beginnt bei Beamten mit Besoldungsstufe A9 (bei Alleinstehenden ca. 1.800 bis 1.900 Euro netto).

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@winterschmacht

wissen tu ichs nicht, ich kenne mehrere Beamte im gehobenen Dienst, die mit Familie, Kindergeld etc. auf über 3000 € netto kommen ;)

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Ich glaube der Beruf "Streetworker" wäre vielleicht was für dich. Ich weiß nicht wie das Gehalt aussieht,aber du musst für diesen Job sehr ausdauernd sein. Es geht auf die Psyche

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