Studentische Krankenversicherung - Verlängerungsgründe

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4 Antworten

Hallo,

wenn man direkt nach dem Haupt- oder Realschulabschluss zum Berufskolleg gewechselt ist, ist es kein 2. Bildungsweg.

  1. Bildungsweg liegt z.B. vor, wenn man nach der Haupt- oder Realschule eine betriebliche Berufsausbildung gemacht und danach dann die Fachoberschule besucht hat. In Zweifelsfällen beim Sekretariat der Schule oder beim Schulamt nachfragen.

Bundeswehr kann ein Verlängerungsgrund für die student. KV (KVdS) sein. Entscheidend ist laut einem Urteil des Bundessozialgerichts, ob es längere Zeiten mit anerkannten Verlängerungsgründen oder längere Zeiten ohne Verlängerungsgründe gibt.

Beispiel 1: Abschluss Berufskolleg: Juni 2002 Bundeswehr Juli 2002 bis Juni 2003 = 12 Monate Arbeitslosigkeit: Juli 2003 bis Februar 2004 = 8 Monate Studienbeginn: März 2004

Da die 8 Monate Arbeitslosigkeit kürzer als die 12 Monate Bundeswehr sind, können die 12 Monate Bundeswehr als Verlängerungsgrund anerkannt werden.

Beispiel 2: Beispiel 1: Abschluss Berufskolleg: Juni 2002 Bundeswehr Juli 2002 bis Juni 2003 = 12 Monate Arbeitslosigkeit: Juli 2003 bis Februar 2005 = 20 Monate Studienbeginn: März 2004

Da die 20 Monate Arbeitslosigkeit länger als die 12 Monate Bundeswehr sind, können die 12 Monate Bundeswehr nicht als Verlängerungsgrund anerkannt werden.

Wenn die KVdS jetzt wegen der 14 Fachsemester endet, führt die Bundeswehrzeit vor Studienbeginn auf keinen Fall zu einer Verlängerung. Im Beispiel 1 kann nur die Altersgrenze von 30 Jahren verschoben werden.

Gruß

RHW

Was wäre, wenn nach dem Realabschluss erst mehrer erfolglose Versuche an Gymnasien statt fanden und zudem die besagte Ausbildung bereits im ersten Versuch scheiterte. Dann zur Bundeswehr gegangen wurde und erst seit dem Wehrdienst alles wieder gut verlief - sprich die Ausbildung am Kolleg direkt nach der Bundeswehr erfolgreich absolviert wurde.

  1. oder 2 . B.Weg?
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@DonFredericus

Ich vermute eher, dass das dann auch zum 1. Bildungsweg zählt. Ich bin auf dem Gebiet aber kein Experte.

Ggf. Schulamt befragen. Wenn es der 2. Bildungsweg war, benötigt die Krankenkasse sowieso einen Nachweis darüber.

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Meist lassen die Krankenkasse eine freiwillig in Studebkrankenvers. über das 3o. te Lebensjahr hinaus wenn eine gültige Immatrikulationsbescheinigung vorliegt. Im Notfall mußt Du dich halt freiwillig versichert was dann aber ca. 150 Eur kostete. was nicht so günstig ist wie die KV der Studenten. Aber wie gesagt , vile Krankenkassen z. b. die TK sehen das nicht so eng.

Der Wehrdienst ist ein anerkannter Verlängerungsgrund für die KVdS, auch wenn damit die FV einmal verlängert wurde.

Weitere anerkannte Verlängerungsgründe für die KVdS sind: eigene längere Krankheit, Pflege eines nahen Angehörigen, Geburt eines Kindes, 2.Bildungsweg zur Erlangung der HS-Reife, eine in der Studienordnung zwingend vorgeschriebene Berufsausbildung- im Prinzip alle Sachverhalte, die Du nicht verschuldet hast und die dennoch das Vorwärtstreiben des Studiums behindert bzw. nach hinten gedrängt haben.

Vielen Dank :-)

Das heißt, dass trotz der Anwendung bei der Familienversicherung, die Krankenkasse den selben Grund erneut bei der KVdS anzuwenden hat, da dies zwei separate Verträge sind?

Ist ein Besuch des Berufskollegs mit Assistenten Ausbildung sowie Erlangung der Fachhochschulreife als 2. Bildungsweg zu werten?

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@DonFredericus

Es ist dann zu werten, wenn diese Ausbildung eine zwingend vorgeschriebene Vorraussetzung für die Aufahme Deines Studiums war.

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@Kunterbunt23

Ja, ohne diese keine Hochschulreife...

Ok, vielen Dank :-)

Hab ich dann nun alles richtig verstanden und kann der Kasse sagen wie´s ausschaut...die sind nämlich anderer Meinung...?!

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@DonFredericus

In meiner Antwort habe ich die Situation noch etwas genauer untersucht!

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@RHWWW

Aber prinzipiell richtig, dass wenn der Wehrdienst bei der Familienzugehörigkeit gewertet wird, er trotzdem auch bei der KVdS angerechnet werden kann?

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@DonFredericus

Ja, das ist grds. möglich. Es sind aber die Zeiten mit Verlängerungsgründen (hier: Wehrdienst) und die Zeiten ohne Verlängerungsgründe gegeneinander abzuwägen.

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Die Familienversicherung, auch beitragsfreie Familienmitversicherung genannt, erfasst in Deutschland die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen der in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Pflicht- und freiwilligen Mitglieder. Dazu gehören maßgeblich der Ehegatte, der eingetragene Lebenspartner und die Kinder. Ein angenommenes Kind ist gemäß § 1754 BGB rechtlich "Kind" der/des Annehmenden. Den leiblichen Kindern sind Stiefkinder und Enkel gleichgestellt, wenn sie mit dem Mitglied in einem gemeinsamen Haushalt leben und deren Lebensunterhalt überwiegend vom Mitglied bestritten wird. Familienversichert sind schließlich auch die Kinder von familienversicherten Kindern. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Kind eines Mitglieds aufgrund einer Ausbildung bzw. eines Studiums selbst familienversichert ist und seinerseits Nachkommen hat.

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