Studentenleben ohne Bafög und Unterstützung der Eltern?

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Hi,

also ich hab mein Masterstudium mit einem Werkstudentenjob finanziert (Kindergeld war nicht mehr da, da über 25). Ich hatte 600-700€ monatlich bei 12-15 Std/Woche. Studentenwohnheim waren 239€ warm. Krankenversicherung habe ich 80€ Studententarif bezahlt. Und ich hab gut gelebt.

In der Klausurphase war ich meist so wenig wie möglich arbeiten, habe dann aber in der vorlesungsfreien Zeit meist 15-20 Stunden gearbeitet. Wenn genug Arbeit da war auch mal mehr (kam aber selten vor).

Als mein Laptop kurz vor der Masterarbeit kaputt gegangen ist, haben mit meine Eltern 200€ leihen müssen, da solche Sachen mich dann schon finanziell ziemlich belastet haben.

Mit einem guten Job, Kindergeld kann man es schaffen. Hat man höhere Ansprüche oder höhere Miete kann man noch einen KfW-Studienkredit dazunehmen (Auszahlung so wie du es brauchst).


Vielen Dank für die Antwort! 

Was ist denn ein Werkstudenten-Job? Den bekomme ich wahrscheinlich erst mit abgeschlossenem Bachelor, oder?

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@TheYorsch

Nee, ich hab mir die Stelle mit einer aus dem Bachelor (1. Semester) geteilt. Ich hab bei einem Finanzdienstleister gearbeitet. Hab im System Adressen geändert oder mal hier und da ein Brief rausgeschickt. Hab Geschenke für Kunden verpackt oder Unterlagen lamiert, kopiert, Unterlagen gebunden... So Zeugs. Kein Hexenwerk und nichts wofür man studieren müsste xD

Ein Werkstudentenjob muss irgendwas mit deinem Studium zu tun haben. Kellnern ist also für ein BWL-Studium nicht fachverwandt, aber ansonsten ist man relativ frei.

Schau einfach mal nach "Werkstudent". Das ist nichts besonderes oder aufregendes, es ist nur ein studentenfreundlicher Vertrag, der extra für Studenten ist und günstig für die Unternehmen.

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Ich bin in einer ähnlichen Situation wie du.
Allerdings habe ich mich für ein duales Studium entschieden, indem ich selbst geld verdiene.

Meine Eltern sind auch in einer ähnlichen Situation wie bei dir.
Ich wohne auch in einem Wohnheim und das schon länger.
Es ist günstig, deshalb muss man abstriche machen aber man kann sich jeden Wohnort gemütlich machen.

Du solltest mal zusammenrechnen was du für Fixkosten im Monat hast (Wohnung, Handy etc.) und dann solltest du aus meiner Erfahrung noch 400 Euro für essen und sonstiges einplanen.

Bei einem Minijob verdienst du 450 Euro, Kindergeld 180 Euro und Taschengeld.

Du müsstest eventuell einen kleinen Studienkredit aufnehmen für die restliche Summe. Das sollte aber eigentlich kein Problem sein. Deine Eltern müssen allerdings für dich Bürgen. 

Besprech doch mal mit deinen Eltern ob Sie zumindest die Semestergebühren zahlen (ca 300Euro pro Semester) das würde dir auf jedenfall helfen.

Ich denke auch das Sie dir helfen werden, wenn sie sehen das du wirklich alles versuchst.

Also erstmal deine Eltern MÜSSEN dich eig unterstützen!

Also Kindergeld hast du auf jeden Fall schon mal 180€, dann würde ich echt schauen dass ich einen 450€ Job annehme... Dann bist du schon mal bei 630€ im Monat.

Es kommt natürlich drauf an in welcher Stadt studierst, in München bekommst du davon noch nicht mal n Kämmerchen in Leipzig gibt es für 200€ warm schon was kleines schönes :)

Ich würde dir dann raten in den Semesterferien unbedingt noch zu jobben... Und das Geld dann "aufzusparen"... Urlaub und so ist halt dann leider erstmal nicht drin :(

Wenn du etwas studierst wo du später viel Geld verdienst würde ich dir evtl zu nem Studienkredit raten oder so, wenn auch nur n kleiner :)

Aber rede doch nochmal mit deinen Eltern, sie müssen dir ja nicht gleich 200€ geben, aber zB wenn du nur von Kindergeld und Minijobs lebst würden dir ja auch schon 50€ helfen, und die können sie dir alleine schon geben weil du wenn du ausziehst dann mit essenskosten und dem ganzen wegfällst :)

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