Studentenjobs mit mehr als 20 h/Woche

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hallo,

wenn man mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, gilt man in der Sozialversicherung nicht mehr als Student, sondern als Arbeitnehmer. Wenn die Grenze für maximal 2 Monate bzw. nur in den Semesterferien überschritten wird, gibt es Sonderregelungen.

Für die Zweitbeschäftigung benötigt man in der Regel die Genehmigung des ersten Arbeitgebers (ggf. verweigert er diese, da er dadurch deutlich höhere Sozialversicherungsbeiträge zahlen muss).

Für die zweite Beschäftigung bekommt man eine besondere Lohnsteuerklasse mit höherer Lohnsteuer. Am Jahresende, wenn die Verdienste aus beiden Beschäftigungen bekannt sind, kann man sich bei der Steuererklärung die Erhöhung aufgrund der besonderen Steuerklasse erstatten lassen.

Wenn man im Gehaltsrechner die Beschäftigungen einzeln eingibt, erhält man die Abzüge während des Jahres. Wenn man den Verdienst zusammen erfasst, erhält man die verbleibenden Steuern nach der Steuererstattung.

http://www.sueddeutsche.de/app/jobkarriere/gehaltsrechner/

Wenn man die 20-Stunden-Grenze überschreitet, hat man zwei Vorteile: - es entsteht durch die Arbeitslosenversicherungsbeiträge nach einem Jahr ein Anspruch auf Arbeitslosengeld

  • bei Arbeitsunfähigkeit besteht ein Anspruch auf Krankengeld

Neben den beiden Arbeitgebern muss auch die Krankenkasse informiert werden (Wegfall des Studentenbeitrages).

Bei Bewerbungen kann eine Verlängerung der Studienzeit oder eine Verschlechterung der Abschlussnote schlechtere Chancen bedeuten.

Gruß

RHW

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von estherella
15.10.2011, 14:57

Ok, super vielen Dank!

Bin schon im Master-Studium und noch vollkommen in der Regelstudienzeit. Ich würd's auch nicht machen, wenn mein Studium drunter leiden würde! Danke für den Hinweis!

0

Mehrere Nebenjobs werden bei der Sozialabgabepflicht zusammengezählt. Normalerweise ist es so, daß Studenten, wenn sie über die 50 Tage Beschäftigung kommen, nur rentenversicherungspflichtig sind. In den 50 Tagen/Jahr sind sie, sofern in den Semesterferien, eigentlich sozialversicherungsfrei. Verstehe von daher nicht, wieso du Kranken- und Pflegeversicherung trägst?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von estherella
14.10.2011, 10:00

Wenn man als Student mehr als einen gewissen Betrag verdient, muss man sich selbst Krankenversichern! Normalerweise übernimmt ja der Arbeiteber einen Anteil und der andere Anteil wird vom Lohn abgezogen. Es sei denn man ist Student, dann muss man den eigenen Anteil selbst leisten!

0

Ab einer Arbeitszeit von 21 Stunden bist Du sozialversicherungspflichtig. Das ist dann kein Nebenjob in geringfügiger Beschäftigung. Kein Minijob, auch kein Midijob, sondern eine Teilzeitbeschäftigung. Als Teilzeitbschäftigte kannst Du offiziell kein Vollzeitstudium mehr machen, sondern ein Teilzeitstudium. Aber wenn Du es trotzdem schaffst, wirst Du nicht gleich exmatrikuliert.

Der bisherige Arbeitgeber muss nicht nur unterrichtet, sondern um Erlaubnis gefragt werden. Der neue zusätzliche Arbeitgeber muss auch informiert werden. Die Sozialabgaben ändern sich insoweit, dass Du dann krankenversicherungspflichtig bist. Hier ist der einkommensabhängige Arbeitgeberanteil verpflichtend. Und Deine Hälfte wird vom Gehalt abgezogen. Auch die Rentenbeiträge ändern sich. Auch bist Du dann in der Arbeitslosenversicherung. Und mehr Steuern zahlst Du auch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von estherella
14.10.2011, 10:03

Ok, Vielen Dank schonmal! Kurz um hieße das für mich: Meine Abgaben (Steuern etc.) würden sich erhöhen? Weiß jmd. wie hoch diese Abgaben in etwa wären? Die Frage ist halt, ob sich das lohnen würde!

0

Was möchtest Du wissen?