Student umsatzsteuerpflichtig, sinvoll?

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2 Antworten

Wenn Sie Dich nach der Umsatzsteuerpflicht fragen, ist es kein Minijob, sondern eine selbständige Tätigkeit, den ein Minijob ist ein Arbeitsverhältnis und Arbeitnehmer sind nie Unternehmer und somit nie umsatzsteuerpflichtig.

Bei 720 Euro im Monat ist das allerhöchstens ein Midi Job, das heißt bei der Sozialversicherung gelten Sonderregeln, aber die Steuer läuft über die Lohnsteuerkarte.

Einkommensteuerlich hast Du Einnahmen von 10.000 - 11.000, abzüglich Werbungskostenpauschbetrag, ein paar Betriebsausgaben und ein paar Versicherungbeiträge, kannst Du es schaffen, dass keine Einkommensteuer anfällt.

Info. Bei einem zu versteuernden Einkommen von 10.000 Euro würden 350 Euro Einkommensteuer anfallen.

Umsatzsteuerlich wäre die Unternehmerschaft zu überlegen. Von 150 Euro, würden Dir nur knapp 126 Euro bleiben, der Rest muss an das Finanzamt. Dafür könntest Du für alles, was Du für die freiberufliche Tätigkeit anschaffst die gezahlte Umsatzsteuer vom Finanzamt wiederholen.

Der Nachteil ist, dass Du die ersten zwei Jahren monatliche Voranmeldungen abgeben musst, das ist ein Aufwand, der die meisten schreckt und wenn das Finanzamt ein Mal die erste Anmeldung schätzt und noch 20 Euro Verspätungszuschlag draufhaut, bleibt von den Einnahmen meist nicht mehr viel.

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"Im Anmeldebogen für den Redaktionsjob steht die Frage, ob ich umsatzsteuerpflichtig bin oder nicht. Wie ist die Frage gemäß dem o.g. Hintergrund zu beantworten? Muss ich ein Kleingewerbe anmelden?"

Dein "MiniJob" begründet eine selbständige Tätigkeit, d.h. du bist unternehmerisch tätig, musst dich steuerlich erfassen lassen. Du bist bei der Umsatzgröße Kleinunternehmer (weist keine USt aus), kannst aber auch zur Regelbesteuerung optieren.

Du bist verpflichtet jährlich Steuererklärungen abzugeben (UStE, EStE mit EÜR).

Du hast also bei Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit jede Menge Formalitäten zu beachten und Pflichten zu erfüllen, viel bringen (außer evtl. Verlustvorträgen) wird es nicht, da du ja eh keine Lohnsteuer zahlst, also auch nichts wieder bekommst.

Warum stellen die dich denn nicht als "richtigen" Minijobber an?

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Kommentar von tomkro
14.10.2011, 15:41

Ich habe ja einen "richtigen" Minijob (also meine erste Einnahmequelle von 720€/Monat) und wollte als Freiberufler noch etwas dazu verdienen, da ich dachte es würde mir was bringen.

Ich kann mir dabei nicht aussuchen wie ich behandelt werde, da ich mich auf ein Stellenausschreiben hin beworben hatte und nun die Konditionen vorgelegt bekommen habe.

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