Strukturwandel und Globalisierung im Ruhrgebiet?

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2 Antworten

Ergänzend zu Bswss: Globalisierung ist ein sehr uneinheitlich definierter und auch terminierter Begriff. Wie so oft handelt sich um die Prozesse in den internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die durch neue Techniken des Transports und der Kommunikation sowie die Digitalisierung neue Qualitäten angenommen haben. Der Niedergang der Schwerindustrie im Ruhrgebiet (auch im Saarland, Luxemburg, Lothringen) hat insoweit damit zu tun, als im Welthandel Gewinnungs- und Transportkosten z.B. für Kohle und Eisenerz so sehr gesunken sind, dass der Abbau in Deutschland zu teuer wurde. Auch Roheisen konnte außerhalb Deutschlands z.B. in Brasilien oder jetzt in China billiger hergestellt und tranportiert werden als in Deutschland selbst. In Deutschland hat man sich daher auf Spezialverfahren spezialisiert.

Deine Frage ist leider viel zu umfangreich, als dass man sie im GF sinnvoll beantworten könnte. Hier nur ein paar Anregungen:

Mit der Globalisierung hat der Strukturwandel im Ruhrgebiet nur sehr wenig zu tun, sondern vorwiegend mit dem Einbruch der im Ruhrgebiet traditionellen Industrien Kohle und Stahl.  

In diesen Industriezweigen(Bergbau und Hüttenindustrie) wurden sehr viele Arbeitskräfte benötigt. Die neuen "diversifizierenden" Arbeitsplätze im Dienstleistungssektor erfordern bei WEITEM nicht so viele Arbeitskräfte und vor allem in der Regel ANDERS (= besser) ausgebildete Arbeitskräfte.

Der Begriff "Globalisierung" existierte beim Beginn der Wirrschaftskrise (ca. 1960)  des Ruhrgebiets noch lange nicht!

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